Der Euro
Der Eklat nach dem G7-Treffen vom Wochenende mit dem Rückzieher des US-Präsidenten Donald Trump von der gemeinsamen Schlusserklärung sorgte beim Euro kaum für Bewegung. Allerdings geriet der kanadische Dollar zu allen wichtigen Währungen unter Druck. Zunehmend rückte die Geldpolitik in den Mittelpunkt, zumal im Tagesverlauf keine wichtigen Konjunkturdaten auf dem Programm standen. Sowohl in den USA als auch im Euroraum treffen die Notenbanken in dieser Woche wichtige geldpolitische Entscheidungen.
In den USA gilt eine weitere Zinsanhebung als ausgemachte Sache. Analysten und Anleger warten darüber hinaus auf Hinweise, in welchem Tempo die US-Notenbank Fed ihre Zinsen weiter erhöhen will. In der Eurozone wird die EZB ihre extrem lockere Geldpolitik aller Voraussicht nach fortsetzen. Experten gehen aber davon aus, dass die europäische Notenbank ein Ende der Anleihekäufe in Aussicht stellen wird. "Damit will sie verhindern, dass sie bald mehr als ein Drittel der Staatsanleihen besitzt und rechtliche Probleme bekommt", lautet die Einschätzung von Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88180 (0,87733) britische Pfund, 129,62 (128,64) japanische Yen und 1,1631 (1,1572) Schweizer Franken fest. Der Preis für die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1299,60 (1298,25) Dollar festgelegt./jkr/jsl/tos
ISIN EU0009652759
AXC0234 2018-06-11/16:52
