Die Aktien von Wirecard
Laut Analyst Robin Brass von der Privatbank Hauck & Aufhäuser stellt der Artikel lediglich eine Wiederholung alter Behauptungen dar. Der Bericht enthalte mehrere schwerwiegende Fehler. So beziehe der Text sich auf die längst veralteten Daten zu den Transaktionsvolumina aus dem Jahr 2016. Es gebe keinen Anlass, an der zuversichtlichen Einschätzung von Wirecard zu rütteln.
Händlern zufolge wärmte der Artikel in der "Wirtschaftswoche"
gleichwohl eine schon länger bestehende Diskussion über die
tatsächliche Marktposition des neuen Dax-Mitglieds auf, zu der im
November schon eine Studie der Bank of America Merrill Lynch
beigetragen hatte. Analyst Adithya Metuku von der US-Investmentbank
hatte sich darin Sorgen gemacht um die Wettbewerbsposition und die
Nachhaltigkeit der im Kurs eingepreisten Wachstumsdynamik des
Zahlungsdienstleisters. Der Experte hatte seinerzeit das deutsche
Marktumfeld für Wirecard genauer untersucht und eine Präferenz für
die Papiere des französischen Konkurrenten Ingenico
Trotz des Kursrutsches am Donnerstag können sich die Anleger von Wirecard seit Jahresbeginn immer noch über ein Plus von gut 38 Prozent freuen, obwohl die Aktien bereits deutlich von ihrem Anfang September erreichten Rekordhoch bei 199 Euro zurückgekommen sind. Der Dax hingegen hat in diesem Zeitraum fast 18 Prozent verloren./la/tih/mis
ISIN DE0007472060
AXC0206 2018-12-20/15:48
