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Sogar der Handelsstreit bringt Nutznießer hervor

Von Aaron Back

NEW YORK (Dow Jones)--Einige Gewinner kennt unter dem Strich sogar der US-Handelsstreit mit China. Nur sind es wohl nicht diejenigen, die US-Präsident Donald Trump gerne hätte. So wie die Spannungen zwischen beiden Seiten des Pazifiks zunehmen, müssen global operierende Konzerne ihre Lieferketten weg von China diversifizieren. Das sind gute Nachrichten für Länder, in die diese Investitionen fließen. Außerdem profitieren Geldhäuser und Lieferketten-Berater.

"In Wahrheit gab es selbst vor den Handelskriegen einen Exodus von Kapital aus China und in Länder mit niedrigeren Arbeitskosten", hat Chef-Investor Jorge Mariscal von UBS Wealth Management beobachtet. Der Handelsstreit beschleunigt diesen Trend. Beliebte Ausweichziele für solche Investitionen liegen gerade in Südostasien, etwa Vietnam, Indonesien und den Philippinen.

Citigroup wichtiger Profiteur 
 

Die Firmen posaunen diese Schritte nicht unbedingt groß heraus, da sie in China weiterhin erhebliche Geschäftsinteressen verfolgen. Doch manche sprechen das durchaus offen an. So erklärte der CEO von Steve Madden, dass seine Firma "die Produktion aggressiv aus China in andere Länder weg verlagert, vorzugsweise nach Kambodscha". Kommendes Jahr will das Unternehmen zwischen 40 und 50 Prozent aller von den Strafzöllen betroffenen Güter außerhalb Chinas fertigen. Zum Vergleich: In diesem Jahr waren es nur 16 Prozent.

In der Vorwoche sprachen Spitzenmanager der Bank of America und Citigroup davon, dass ihre Kunden die Lieferketten aktiv umgestalteten. Der Chef von Bank of America, Brian Moynihan, bezeichnete das als belastend für die Gewinne. Dagegen zeigte sich Citigroup-Finanzchef John Gerspach optimistisch. Der Trend sei positiv für das eigene Beratungs- und Kreditvergabegeschäft. "Wir sind in der Lage mit unseren Kunden auf Gebieten wie Handel, Vendor- und Lieferketten-Finanzierungen zusammen zu arbeiten."

Selbst Logistiker könnten letztlich am Handelsstreit verdienen 
 

Die globale Reichweite der Citigroup verleiht dem Geldhaus einen Vorsprung gegenüber der US-Konkurrenz. Auch andere global aufgestellte Finanzkonzerne wie Standard Chartered und HSBC dürften profitieren. Außer Bankern könnten ebenfalls Logistik-Anbieter wie Li & Fung sowie Kerry Logistics - jeweils aus Hongkong - Nutznießer der Handelsstörungen sein.

Li & Fung, die Einzelhändlern und Weltmarken beim Bezug von Kleidung und anderen Artikeln hilft, musste in diesem Jahr zusehen, wie die eigene Aktie eine Bruchlandung um fast zwei Drittel hinlegte. Die Märkte fürchteten die Handelsspannungen und einen Lagerabbau durch die Einzelhändler. Im Sommer merkte CEO Spencer Fung aber an, dass seine Firma in 50 Ländern vertreten sei.

Anleger sollten nach lachenden Dritten Ausschau halten 
 

Und selbst wenn die US-Strafzölle bei chinesischen Gütern auf 25 Prozent heraufgeschraubt würden, zöge das die Umsätze lediglich um 2 Prozent herunter. Fung nannte einen Kunden, der dank seinem Unternehmen die Abhängigkeit von chinesischer Produktion von mehr als 50 Prozent im Jahr 2013 auf nur noch 10 Prozent im laufenden Jahr verringern konnte.

Der Markt gerät stets stark ins Schlingern, sobald die Handelsspannungen wieder aufflammen, und entspannt sich erst, wenn plötzlich doch eine mögliche Lösung in Sicht kommt. Um sich gegen das Risiko eines Scheiterns der Handelsgespräche abzusichern, sollten Anleger mögliche lachende Dritte im Auge behalten.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/axw/cbr

(END) Dow Jones Newswires

December 14, 2018 03:28 ET (08:28 GMT)

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