Von Matthias Goldschmidt
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Commerzbank hat im vierten Quartal und im Gesamtjahr 2018 von niedrigeren Kosten und einer geringeren Risikovorsorge profitiert. Die Bank verdiente sowohl operativ als auch unter dem Strich mehr als im Vorjahr. Die Aktionäre sollen erstmals seit drei Jahren wieder eine Dividende bekommen, sie soll bei 20 Cent je Aktie liegen.
Die Commerzbank steigerte ihren Nettogewinn 2018 auf 865 Millionen Euro von 128 Millionen im Vorjahr. 2017 hatten Restrukturierungskosten im Zuge des Stellenabbaus und der Restrukturierung unter dem von Vorstandschef Martin Zielke eingeleiteten Strategieprogramm "Commerzbank 4.0" das Ergebnis belastet. Der operative Gewinn stieg um 8,4 Prozent auf 1,245 Milliarden Euro. Analysten hatten im Konsens mit einem Nettogewinn von 828 Millionen Euro und einem operativen Ergebnis von 1,21 Milliarden Euro gerechnet.
Im Schlussquartal stieg das Nettoergebnis deutlich stärker als erwartet auf 113 Millionen von 75 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis konnte die Bank auf 240 Millionen Euro verdoppeln.
Für ausfallgefährdete Kredite musste die Bank deutlich weniger Geld zurücklegen. Die Risikovorsorge belief sich im Gesamtjahr nur noch auf 446 Millionen Euro nach 781 Millionen im Vorjahr. Beim Risikoabbau ist die Bank weiter vorangekommen.
Die Erträge sanken allerdings im Gesamtjahr um 2,2 Prozent auf 8,57 Milliarden Euro, legten bereinigt um Sondereffekte aber um 5,4 Prozent zu.
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February 14, 2019 01:17 ET (06:17 GMT)
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