DÜSSELDORF (Dow Jones)--Beim neuen europäischen Panzerprojekt führt Rheinmetall mit allen Parteien Gespräche und strebt offenbar die Federführung an. "Wir werden bei MGCS eine entscheidende Rolle spielen, sagte Rheinmetall-CEO Armin Papperger während der Bilanzpressekonferenz. Hinsichtlich der Integration des sogenannten Main Ground Combat System (MGCS), dem Panzerprojekt Frankreichs und Deutschlands, liefen "offene Diskussionen mit allen Beteiligten/Eigentümern".
Bei dem Programm hat Deutschland industriell und militärisch eine Führungsrolle. Produktionsstart des neuen Systems, das ein Auftragsvolumen von rund 100 Milliarden Euro haben soll, wird zwischen 2030 und 2035 sein. Das neue Panzerprojekt MGCS soll unter anderem den deutschen Kampfpanzer Leopard 2 ersetzen, dessen Karosserie von Krauss-Maffei Wegmann (KMW) entwickelt wurde, die Kanone von der Rheinmetall AG.
Das im MDAX notierte Unternehmen arbeitet beim neuen Panzerprojekt zusammen mit KMW und der französischen Nexter. Der Münchener Familienkonzern KMW hatte sich vor vier Jahren mit Nexter zur europäischen Rüstungsholding KNDS zusammengetan. Ende 2018 hatte Rheinmetall dann angekündigt, Gespräche über einen Einstieg bei KMW zu führen. Angeblich zielen die Düsseldorfer langfristig auch auf eine Mehrheitsbeteiligung an KNDS ab.
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March 13, 2019 05:24 ET (09:24 GMT)
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