Von Andreas Plecko
FRANKFURT (Dow Jones)--Die deutschen Exporteure bekommen die Konjunkturabkühlung in Europa und in der Welt zu spüren. Im Januar stagnierten die Ausfuhren saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Exporte um 1,7 Prozent höher. Die Importe stiegen im Januar saisonbereinigt um 1,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Auf Jahressicht ergab sich ein Importanstieg von 5,0 Prozent.
Kalender- und saisonbereinigt ergab sich ein Außenhandelsüberschuss von 18,5 Milliarden Euro. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem Aktivsaldo in genau dieser Höhe gerechnet. Der Überschuss in der Leistungsbilanz betrug nach Berechnungen der Bundesbank 18,3 Milliarden Euro. Ökonomen hatten 18,0 Milliarden Euro erwartet.
Besonders träge lief das Exportgeschäft mit Ländern innerhalb Europas. Die Ausfuhren in die Eurozone stiegen lediglich um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Exportgeschäft mit EU-Ländern, die nicht der Eurozone angehören, wie Großbritannien und Polen, stagnierte sogar. Für die gesamten Ausfuhren in die EU-Länder ergab sich ein mageres Plus von 0,6 Prozent.
Das Exportgeschäft mit Drittstaaten, zu denen etwa China, Russland, Brasilien und auch die USA zählen, lief etwas besser, aber auch nicht wirklich gut. Die Ausfuhren in diese Länder stiegen um 3,3 Prozent.
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March 11, 2019 03:21 ET (07:21 GMT)
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