BERLIN (Dow Jones)--Verbraucherschützer haben den Vorstoß von Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) begrüßt, lange Vertragslaufzeiten zu verbieten und den Verbraucherschutz bei Telefonverträgen zu verbessern. "Lange Vertragslaufzeiten führen dazu, dass Verbraucherinnen und Verbraucher so manchen Vertrag weiterführen, den sie gar nicht mehr haben wollen oder den sie in der Zwischenzeit zu deutlich günstigeren Konditionen abschließen könnten", sagte der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller, dem Tagesspiegel.
Barley hatte sich gegen zu lange Laufzeiten von Verträgen und versteckte automatische Ein-Jahres-Verlängerungen gewandt, zum Beispiel in Telefonverträgen. "Solche Klauseln binden Verbraucherinnen und Verbraucher oft an nicht mehr gewollte Verträge", hatte die SPD-Politikerin der Süddeutschen Zeitung gesagt. Generell soll bei Verträgen künftig nur noch eine Laufzeit von höchstens einem Jahr möglich sein, wie aus einem Entwurf hervorgeht, über den die ARD berichtete. Eine automatische Vertragsverlängerung soll demnach nur noch um jeweils drei Monate möglich sein, wenn nicht spätestens einen Monat vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit gekündigt wird.
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April 01, 2019 08:33 ET (12:33 GMT)
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