BERLIN (Dow Jones)--Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht in der erneuten Verschiebung des Brexits auf Ende Oktober eine Chance für einen geregelten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union.
Bislang hätte die britische Regierung rote Linien aufgestellt, nach denen die Insel keine Zollunion mit der Europäischen Union und keine weitere Teilnahme am Binnenmarkt haben wollte. Aber nun seien die konservative Regierung und die oppositionelle Labour Partei im Gespräch, was Grund für Optimismus sei.
"Jetzt stellen wir fest, daß über diese roten Linien in Großbritannien neu nachgedacht wird", sagte Altmaier am Freitag im Deutschlandfunk. "Und wenn es beispielsweise gelänge, dass Großbritannien in der Zollunion bleibt, dann hätte dies positive Auswirkungen für die Menschen in beiden Seiten, würde Arbeitsplätze schützen und verhindern, daß aufgrund von Zollerhöhungen und ungeregelten Situationen in den ersten Wochen Unternehmen in Schwierigkeiten geraten."
Er warnte, dass ein Austritt ohne ein Abkommen, das so genannte No-Deal-Szenario, nicht nur schwere Schäden für die britische Wirtschaft hätte. Es würde auch die exportorientierte deutsche Wirtschaft treffen, etwa im Automobilbereich, aber auch in anderen Bereichen, so Altmaier.
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April 12, 2019 03:08 ET (07:08 GMT)
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