FRANKFURT (dpa-AFX) - Das nahezu tägliche Hin und Her im US-chinesischen Zollkrieg hat den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch ins Minus gedrückt. Noch am Vortag hatte sich die hiesige Börse erholt, nachdem die USA die Einführung von Strafzöllen auf bestimmte chinesische Waren um einige Monate verschoben hatten. Ein Börsianer verwies am Mittwoch zudem auf unerwartet schwache chinesische Wirtschaftsdaten, die sich verschärfenden politischen Unruhen in Hongkong und den Brexit als Belastungsfaktoren.
Der Dax
Wegen der Folgen des Handelsdisputs mit den USA stieg die chinesische Industrieproduktion im Juli so langsam wie seit 2002 nicht mehr. Auch der Einzelhandelsumsatz sowie die Investitionen fielen im Juli schwach aus. China will laut einem Medienbericht an den geplanten Handelsgesprächen mit den USA im September trotz großer Erfolgszweifel festhalten.
"Der anhaltende Handelskonflikt hinterlässt immer stärkere Spuren in der chinesischen Wirtschaft", stellte Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners fest. "Und wenn Chinas Industrieproduktion schwächelt, ist das immer auch eine Aussage über den Zustand der Weltwirtschaft."
Nach der zeitlichen Verschiebung einiger Strafzölle könne China zwar zunächst mal durchatmen, zum Aufatmen sei es aber noch zu früh, so Altmann. Denn gelöst sei der Handelskonflikt damit ja noch keineswegs. US-Präsident Donald Trump habe sich lediglich dagegen entschieden, noch mehr Öl ins Feuer zu gießen. "Die aktuelle Situation verbessert sich um null Komma null. Das sollten sich die Anleger immer wieder vor Augen halten. Für eine längere Party bleiben die Belastungsfaktoren zu stark und zu viele", fügte Altmann hinzu.
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--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---
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