Am Donnerstag fällt für Börsianer eine erste wichtige Entscheidung: Die Europäische Zentralbank dürfte den Startschuss für eine neue Runde geldpolitischer Lockerungen geben. Die US-Notenbank dürfte in der kommenden Woche folgen. Die Aussicht auf eine Lockerung der Geldpolitik hatte jüngst einen wichtigen Treiber an den Börsen gestellt. Wie nötig ein solcher Schritt ist, zeigt sich an abermals schwachen Daten aus Deutschland, wo der Ifo-Geschäftsklimaindex auf den tiefsten Stand seit April 2013 gesunken ist und Rezessionsgefahr untermauert.
Vor der EZB-Entscheidung und den anschließenden Kommentaren deutet der US-Aktienterminmarkt auf einen wenig veränderten Handelsbeginn am Kassamarkt hin. Im Handel ist von Zurückhaltung vor den EZB-Verlautbarungen die Rede. Zwar geht eine Mehrheit davon aus, dass die EZB noch stillhalten und nur den Weg für künftige Lockerungsschritte ebnen werde, doch gehen die Erwartungen der Analysten weit auseinander. Das Enttäuschungspotenzial könnte daher für Volatilität an den Börsen und damit auch an der Wall Street sorgen.
Dazu gesellen sich auch wichtige Daten aus den USA, wobei vor allem der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter von Händlern als möglicher Impulsgeber für die Wall Street genannt wird. Aber auch die Berichtssaison dürfe für Bewegung sorgen.
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July 25, 2019 06:43 ET (10:43 GMT)
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