Die Einnahmen aus einer möglichen CO2-Steuer sollen aus Sicht der Energiewirtschaft Stromkunden, Wohngeldbeziehern und Langzeitarbeitslosen zugute kommen. "Zum einen würde die Rückzahlung zielgenau insbesondere an einkommensschwache Haushalte gehen", warb der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft am Dienstag für sein Konzept. "Zum anderen würden alle Haushalte in Deutschland beim Strompreis entlastet." Außerdem werde Autofahren und Heizen mit Hilfe von Strom wettbewerbsfähiger gegenüber Heizöl, Benzin oder Diesel.
Der Verband vertritt unter anderem zahlreiche Stromerzeuger. Bei Verkehr und Wärme solle CO2 so viel kosten wie im europäischen Emissionshandelssystem, schlug er vor. Seit 2005 müssen Unternehmen, die viel klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre geben, Verschmutzungsrechte kaufen. Der Preis dafür pendelt zur Zeit um 25 Euro je Tonne.
Für Autofahrer würde der Liter Benzin auf dieser Grundlage knapp 6 Cent teurer, wie ein Gutachten des Leibnitz-Instituts für Wirtschaftsforschung der Uni Bochum für den Verband ergab. Es sieht auch Preisstufen von 45 und 65 Euro je Tonne CO2 vor. Damit werde Benzin pro Liter bis zu 15,4 Cent teurer, hieß es./bf/DP/jha
AXC0135 2019-07-09/12:13
