Wien (APA-ots) -
* Ergebnis nach Steuern verdreifacht sich auf 122 Mio. Euro
* Zuwachs bei Kreditvolumen um 1,8 %
* Positiver Effekt durch Verkauf der Volksbank Liechtenstein
* Fortschritte bei Effizienzmaßnahmen
Wien, 02.09.2019: Der Volksbanken-Verbund bleibt auf Erfolgskurs
und schließt das erste Halbjahr 2019 mit höheren Gewinnen ab. So
stieg das Ergebnis nach Steuern in der ersten Jahreshälfte ums
Dreifache auf 122 Mio. Euro (01-06/2018: 39,8 Mio. Euro). Positiv
beigetragen haben ein robustes Kreditwachstum von fast 2 % bzw. 375
Mio. Euro, geringere Risikovorsorgen, Erlöse aus dem Verkauf von
Anlagevermögen sowie der Verkauf der Volksbank Liechtenstein im März
diesen Jahres. Die Bilanzsumme des Verbundes beträgt Mitte 2019 26,7
Mrd. Euro. und die Eigenmittelquote 17,9 %, die Kernkapitalquote
erreichte 12,75 %.
"Aufgrund der intensivierten Zusammenarbeit im Volksbanken-Verbund
hat sich die Profitabilität auch im ersten Halbjahr 2019 wieder
deutlich verbessert. Wir sind stolz darauf, unseren gemeinsam Weg
durch die guten Zahlen bestätigt zu sehen", so DI Gerald Fleischmann,
Generaldirektor der VOLKSBANK WIEN AG.
Die Erfolge des ersten Halbjahres
Die VOLKSBANK WIEN AG setzte 2019 ihren erfolgreichen
Kapitalmarktauftritt mit zwei Emissionen fort. Ende Februar wurde ein
EUR 500 Mio. 7-jährigen Covered Bond mit einem fixen Kupon und einem
Moodys Rating von Aaa emittiert. Die Emission festigte die bereits
stabile Liquiditätssituation des Verbundes und stieß bei
institutionellen Anlegern auf breites Interesse. Sie war von über 70
Investoren rund 3,2-fach überzeichnet.
Anfang März 2019 erfolgte das Closing des erfolgreichen Verkaufs
der Volksbank AG Liechtenstein durch die Volksbank Vorarlberg e.
Gen., wodurch die Kapitalquote des Verbundes weiter gestärkt wurde.
Das Ziel des Volksbanken-Verbundes ganz auf die Kunden in Österreich
fokussiert zu sein, wurde durch den erfolgreichen Verkauf dieser
Beteiligung im Ausland erreicht.
Anfang April wurde erfolgreich eine weitere Neuemission platziert.
Das Gesamtvolumen der ausschließlich institutionellen Investoren
angebotenen Additional Tier 1-Emission lag bei 220 Millionen Euro,
auch mit dieser Emission wurde die Kapitalausstattung der VOLKSBANK
WIEN AG und des Verbundes weiter gestärkt.
Kostentrend zeigt weiter nach unten
Nachdem mit dem Verkauf der Volksbank AG Liechtenstein die finale
Verbundstruktur erreicht wurde, machten sich im ersten Halbjahr
weitere Effizienzsteigerungen bemerkbar. So ging etwa der
Verwaltungsaufwand gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um
6,4 % auf 275,6 Mio. Euro zurück. Im Bereich der Sachaufwendungen
konnten die Kosten nahezu in allen Bereichen gesenkt werden. Die
Cost-Income-Ratio des Volksbanken-Verbundes, das Verhältnis von
Kosten zu Erträgen, verbesserte sich auf 82,6 % (06/2018: 88,9 %).
Einen ähnlich positiven Trend zeigt die Entwicklung der
Risikokennzahlen. Die NPL-Quote (Non Performing Loans) sank von 3,1 %
im Vorjahr auf rund 2,5 %. Fleischmann: "Mit den Kosten- und
Risikomaßnahmen haben wir die Voraussetzungen geschaffen, dass wir
auch in einem längeren Niedrigzinsumfeld und bei einer Abschwächung
der Konjunktur unsere Kunden in Österreich optimal begleiten können."
Österreichische Wirtschaft weniger dynamisch
Die österreichische Wirtschaft entwickelte sich im ersten Halbjahr
2019 weniger dynamisch als im Vorjahreszeitraum. Auch bei der
jüngsten Befragung der Volksbank-Kundenberater zur Lage der
österreichischen Wirtschaft Mitte des Jahres schwächte sich der
daraus ermittelte Gesamtindex etwas ab. Die ExpertInnen schätzen
dabei regelmäßig die Kreditnachfrage, Ertragskraft und
Einlagenentwicklung der verschiedenen Kundengruppen ein.
Trotz der leichten Abschwächung der österreichischen Wirtschaft
geht die Volksbank konsequent ihren Weg als Wohnbaufinanzierer und
Finanzierer der Wirtschaft in der Region weiter. Dazu wurde Anfang
des Jahres bereits zum dritten Mal in Folge die
"Unternehmer-Milliarde" aufgelegt, die das Rückgrat der
österreichischen Wirtschaft - die Klein- und Mittelunternehmen -
finanziell stärkt.
Der Volksbanken-Verbund
Der Volksbanken-Verbund ist eine österreichweit tätige Bankengruppe
zu der die acht regionalen Volksbanken, die Marke SPARDA-BANK sowie
die Ärzte- und Apothekerbank zählen. Die Zentralorganisation des
Verbundes ist seit Juli 2015 die VOLKSBANK WIEN AG. Der
Volksbanken-Verbund verfügt über eine Bilanzsumme von 26,7 Mrd. Euro
und betreut mit rund 3.600 Mitarbeitern rund 1,1 Mio. Kunden in ganz
Österreich. (Stand 30.06.2019)
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