Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Geldmarkt-Futures haben zuletzt weiter korrigiert und spiegeln die Erwartung einer allenfalls noch geringfügigen Lockerung der Geldpolitik wider, so die Analysten der DekaBank.Dazu habe zum Teil die Wahrnehmung an den Märkten beigetragen, dass konjunkturelle Abwärtsrisiken nachlassen würden. Der wichtigste Faktor seien jedoch anhaltende Konflikte innerhalb des EZB-Rats gewesen. Zwar habe Mario Draghi bei seiner letzten Pressekonferenz als EZB-Präsident die Bereitschaft wiederholt, bei Bedarf alle verfügbaren Instrumente anzupassen. Äußerungen der Präsidenten einiger großer nationaler Notenbanken würden aber darauf hindeuten, dass die Hürden für eine Aufstockung der monatlichen Nettowertpapierkäufe sehr hoch lägen, und auch die Effektivität eines noch niedrigeren Einlagensatzes werde zunehmend angezweifelt. Mittelfristig dürfte die EZB weniger auf die Möglichkeit weiterer Lockerungsschritte hinweisen, sondern vielmehr ihre Absicht unterstreichen, für sehr lange Zeit an ihrer derzeitigen Politik festzuhalten. Die EONIA- und EURIBOR-Sätze dürften für einige Jahre nahe ihrer aktuellen Niveaus verharren. (Ausgabe November/Dezember 2019) (13.11.2019/alc/a/a) ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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