Von Olaf Ridder
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Aktionäre des Lichtkonzerns Osram können ihre Anteilsscheine ab sofort dem österreichischen Halbleiterunternehmen AMS zum Verkauf andienen. Nachdem die Finanzmarktaufsicht Bafin die Offerte freigegeben hat, beginnt damit die Übernahmeschlacht um die ehemalige Siemens-Tochter. AMS bietet mit 38,50 Euro je Aktie 10 Prozent mehr als die amerikanischen Finanzinvestoren Bain und Carlyle zahlen wollen, deren Angebot eigentlich am Donnerstag ausgelaufen wäre. Es verlängert sich jetzt aber bis zum 1. Oktober um Mitternacht. So lange läuft auch die Offerte von AMS.
Bis zum Ablauf dieser Frist könnten Bain und Carlyle ihr Angebot noch versüßen, so dass es für die Aktionäre attraktiver wird. In Erwartung der jetzt offiziellen AMS-Offerte haben die Anleger bei den Finanzinvestoren nämlich bislang kaum angebissen: Lediglich 3,44 Prozent der Osram-Aktien waren bis Montagabend angedient worden, wie aus der jüngsten Standmitteilung hervorgeht. Ihre Inhaber können sich nun jedoch noch umentscheiden und ebenfalls das AMS-Angebot annehmen.
Sowohl AMS als auch Bain und Carlyle haben hohe Hürden für das Zustandekommen ihrer Angebote aufgestellt. 70 Prozent der Osram-Aktien wollen sie mindestens einsammeln, damit sie weitgehende Durchgriffsrechte bei Oram bekommen. AMS macht ferner zur Vorbedingung, dass die zuständigen Wettbewerbsbehörden die Übernahme binnen eines Jahres genehmigt haben, wie aus dem Angebotsprospekt hervorgeht.
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September 03, 2019 09:25 ET (13:25 GMT)
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