FRANKFURT (Dow Jones)--Uniper fordert von Großaktionär Fortum Zusagen zum Erhalt der Arbeitsplätze und der Unternehmenszentrale am Standort Düsseldorf. "Gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern kämpfe ich dafür, substanzielle Zusagen für den Erhalt ihrer Rechte, Arbeitsplätze und der Zentrale zu bekommen", sagte der Vorstandsvorsitzende Andreas Schierenbeck der Rheinischen Post. Er betonte zudem, das Uniper "bis auf weiteres ein eigenständiges Unternehmen bleibe".
Er telefoniere jede Woche mit Fortum-Chef Pekka Lundmark, so Schierenbeck. "Wir treffen uns regelmäßig, um uns auszutauschen. Die Gespräche laufen gut. Aber auch ich will wissen, was Fortum mit Uniper vorhat", betonte er. "Wir als Vorstand müssen sehen, dass wir im Interesse aller Aktionäre handeln.
Der finnische Versorger Fortum hatte in der vergangenen Woche von der russischen Regierung grünes Licht für den Kauf weiterer 20,5 Prozent am Energiekonzern Uniper erhalten. Die Kommission der russischen Regierung zur Überwachung ausländischer Investitionen habe die Transaktion genehmigt, teilte Fortum Oyj am Donnerstagabend mit.
Anfang Oktober hatte Fortum angekündigt, den beiden Investoren Elliott Management und Knight Vinke Energy Advisors alle von ihnen gehaltene Uniper-Aktien für insgesamt 2,3 Milliarden Euro abzukaufen. Durch den Zukauf steigt der Anteil des staatlich kontrollierten Unternehmens bei Uniper auf mehr als 70,5 Prozent.
Das Fortum-Übernahmeangebot Ende 2017 und die schrittweise Aufstockung der Aktien waren auf heftigen Widerstand in der Uniper-Belegschaft und dem Management gestoßen.
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November 16, 2019 09:09 ET (14:09 GMT)
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