Der Euro
Am Dienstag stehen nur wenige Konjunkturdaten an, die für größere Bewegung am Devisenmarkt sorgen könnten. Am Vormittag veröffentlichte Außenhandelszahlen aus dem Euroraum stießen kaum auf Interesse. In den USA werden am Nachmittag Produktionszahlen aus der Industrie und Daten vom Immobilienmarkt veröffentlicht.
Das britische Pfund stand deutlich unter Druck. Zum US-Dollar und zum Euro fiel es um jeweils mehr als einen Prozent. Die Gewinne seit der Wahl in Großbritannien wurden weitgehend wieder abgegeben. Auch gegenüber anderen Währungen gab der Kurs der britischen Währung nach.
Belastend wirkten Medienberichte, wonach es Wahlsieger Boris Johnson eilig hat mit einer endgültigen Trennung Großbritanniens von der Europäischen Union. Johnson will demnach ein Gesetz verabschieden, das eine Verlängerung der Übergangsphase nach dem Brexit ausschließt. Großbritannien müsste in diesem Fall bereits bis Ende kommenden Jahres ein Handelsabkommen mit der Europäischen Union ausgehandelt haben.
Zahlreiche Experten gehen davon aus, dass dafür elf Monate ab dem Brexit-Datum am 31. Januar nicht ausreichen. Das Risiko, dass Großbritannien zum Start ins Jahr 2021 ohne Handelsabkommen mit der EU dasteht, wird durch das geplante Gesetz also erhöht. Da Johnson bei der Wahl die absolute Mehrheit erlangt hat, müsste er kein Störfeuer für seine Pläne aus dem Parlament fürchten./bgf/niw/fba
ISIN EU0009652759
AXC0159 2019-12-17/13:58
