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MÄRKTE EUROPA/Börsen geben nach PMI's Gewinne wieder ab

Von Thomas Leppert

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach schwachen Konjunkturdaten aus dem Euroraum haben die Aktienmärkte die zwischenzeitlich gesehenen Gewinne am Dienstag wieder abgegeben. Die Aktivität im verarbeitenden Sektor des Euroraums hat sich im September wie erwartet verringert. Wie IHS Markit in zweiter Veröffentlichung mitteilte, sank der Einkaufsmanagerindex (PMI) auf 45,7 Punkte, das war der niedrigste Wert seit Oktober 2012. "Die jüngsten PMIs für September aus Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland haben die Fragilität des Verarbeitenden Sektors in Europa betont", kommentiert Michael Hewson, Chef-Marktanalyst von CMC Markets

Der DAX verliert 0,1 Prozent auf 12.411 Punkte, der Euro-Stoxx-50 reduziert sich um 0,2 Prozent auf 3.564 Punkte. An den Devisenmärkten zeigt sich der Euro am Mittag dagegen kaum verändert bei 1,09 Dollar.

Positive BoA-ML-Branchenstudie treibt Europas Airlines 

Kräftig im Plus notieren die Fluglinien in Europa. Air France-KLM steigen um 2,4 Prozent, Ryanair um 3,1 Prozent, IAG um 1,1 Prozent und Lufthansa um 1,1 Prozent. Anlass der guten Sektorstimmung ist eine positive Studie von Bank of America-Merrill Lynch (BoA-ML), die die Branche mit "Overweight" empfiehlt. Hier sei zu Unrecht eine kräftige Rezession in der Eurozone eingepreist worden, sagen die Analysten. In den Kursen gebe es daher ein relatives Aufwärtspotenzial von 19 Prozent. Der Sektor sei damit ihre stärkste Branchenallokation in Europa. Umgekehrt empfehlen die Analysten die Untergewichtung von Versorgern und Konsumgüterherstellern.

Positiv für Clariant werden derweil die Ziele für das Jahr 2019 gesehen. Das EBITDA soll rund 2 Prozent des Umsatzes ausmachen. Die Ausgaben für Investitionen sollen dabei die Marke von 260 Millionen Franken nicht übersteigen. Per Saldo seien dies gute Vorgaben für die Aktie des Spezialchemiekonzerns. Clariant gewinnen 0,8 Prozent.

München führt Immo-Blasenindex der UBS an 

Eine Studie der UBS zum Immobiliensektor, die in der Presse große Aufmerksamkeit findet, lässt die Anleger bei den Aktien der deutschen Branchenvertreter etwas vorsichtiger agieren. Mehrere Zeitungen von der Welt über die Börsen-Zeitung bis zum Handelsblatt machen auf die zunehmende Gefahr einer Immobilien-Blase aufmerksam. Die UBS-Studie sieht vor allem in Frankfurt und München nach dem jahrelangem Boom die Gefahr eines Preisrutsches.

"Die Immobilienaktien werden nur noch von der Negativzinspolitik gestützt", sagt ein Händler: "Dass das Mietwachstum und damit das Gewinnwachstum nach oben so langsam gekappt ist, wird den Anlegern nun auch klar". Der zu starke Anstieg der Preise im Verhältnis zu Mieten und Jahreseinkommen zeige dies deutlich. In der UBS-Analyse steht München sogar an der Spitze des Blasen-Index weltweit. Vonovia verlieren 1,1 Prozent und Deutsche Wohnen 0,3 Prozent.

Die Deutsche Post hat auf ihrem Kapitalmarkttag für 2022 ein EBIT von etwa 5,3 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Dies impliziere ein jährliches Gewinnwachstum von rund 3 Prozent im Zeitraum 2020 bis 2023, merkt Berenberg an. Das Management habe in der Vergangenheit eine vorsichtigere Einschätzung des Gewinnwachstums angedeutet, doch seien 3 Prozent Wachstum noch etwas vorsichtiger als sie erwartet hätten, sagen die Analysten. Deutsche Post verlieren 2,4 Prozent und stellen damit den größten DAX-Verlierer.

=== 
Aktienindex              zuletzt      +/- %        absolut      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           3.564,12      -0,15          -5,33          18,75 
Stoxx-50                3.240,26      -0,48         -15,48          17,40 
DAX                    12.411,18      -0,14         -16,90          17,54 
MDAX                   25.854,33      -0,13         -32,60          19,76 
TecDAX                  2.813,37      -0,04          -0,99          14,82 
SDAX                   11.078,29       0,47          51,47          16,50 
FTSE                    7.379,39      -0,39         -28,82          10,11 
CAC                     5.666,91      -0,19         -10,87          19,79 
 
Rentenmarkt              zuletzt                   absolut        +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite      -0,53                      0,05          -0,77 
US-Zehnjahresrendite        1,74                      0,07          -0,94 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %  Di, 08:05 Uhr  Mo, 17:20 Uhr    % YTD 
EUR/USD                   1,0901     +0,01%         1,0887         1,0901    -4,9% 
EUR/JPY                   118,03     +0,19%         117,81         117,81    -6,1% 
EUR/CHF                   1,0917     +0,37%         1,0880         1,0874    -3,0% 
EUR/GBP                   0,8861     -0,07%         0,8859         0,8861    -1,5% 
USD/JPY                   108,25     +0,15%         108,19         108,07    -1,3% 
GBP/USD                   1,2304     +0,09%         1,2288         1,2303    -3,6% 
USD/CNY                   7,1484       0,0%         7,1484         7,1464    +3,9% 
Bitcoin 
BTC/USD                 8.337,50     +1,09%       8.409,75       8.250,86  +124,2% 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settl.          +/- %        +/- USD    % YTD 
WTI/Nymex                  54,59      54,07          +1,0%           0,52   +13,2% 
Brent/ICE                  59,91      59,25          +1,1%           0,66    +8,0% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag          +/- %        +/- USD    % YTD 
Gold (Spot)             1.469,51   1.472,25          -0,2%          -2,75   +14,6% 
Silber (Spot)              17,12      17,01          +0,6%          +0,11   +10,5% 
Platin (Spot)             885,49     884,00          +0,2%          +1,49   +11,2% 
Kupfer-Future               2,53       2,57          -1,6%          -0,04    -4,5% 
=== 

Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/ros

(END) Dow Jones Newswires

October 01, 2019 07:04 ET (11:04 GMT)

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© 2019 Dow Jones News
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