APA ots news: Industrie und Aktienforum fordern nachhaltige Stärkung des Kapitalmarkts
IV-GS Neumayer/AF-Präsident Ottel: Rückgang börsenotierter
Unternehmen Alarmsignal - ein Beschäftigungsverhältnis in
börsenotiertem Unternehmen sichert beinahe 3 Arbeitsplätze
Wien (APA-ots) - "Ein attraktiver, moderner Kapitalmarkt ist kein
Selbstzweck, sondern ein Instrument, das den Menschen, Unternehmen
und Anlegern Nutzen bringt. Jetzt muss es darum gehen, dass die
nächste Bundesregierung für den Kapitalmarkt weiter proaktiv
handelt", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung
(IV), Christoph Neumayer, im Rahmen einer Pressekonferenz mit Robert
Ottel, Präsident des Aktienforums und Herwig Schneider vom
Industriewissenschaftlichen Institut (iwi). Dabei wurden die
Ergebnisse der Studie des iwi zum volkswirtschaftlichen Einfluss
börsenotierter Unternehmen präsentiert. Diese bestätigt
eindrucksvoll, wie wichtig diese Betriebe für die rot-weiß-rote
Volkswirtschaft sind: Direkt und indirekt sichern sie mehr als
430.000 Arbeitsplätze im Land und stehen für eine Wertschöpfung von
31,6 Mrd. Euro. "Ein Beschäftigungsverhältnis in einem börsenotierten
Unternehmen bedingt in Österreich beinahe 3 Arbeitsplätze", so Ottel.
Die Wiener Börse sei für Aktionäre sehr interessant und habe in
letzter Zeit wichtige und richtige Initiativen gesetzt, etwa indem
neue Marktsegmente erschlossen wurden. Dass die Anzahl der
börsenotierten Unternehmen in Österreich im langfristigen Trend seit
2010 rückläufig ist, bezeichneten Neumayer und Ottel als "Auftrag an
die nächste Bundesregierung, die Rahmenbedingungen zu verbessern".
Zwtl.: KESt senken - Börsegänge erleichtern - Diskriminierung von
Eigenkapital beenden - Finanzwissen der Menschen stärken
Um den Kapitalmarkt zu stärken fordern Industrie und Aktienforum eine
Reduktion der Kapitalertragsteuer (KESt) von 27,5 auf einheitlich 25
Prozent. "Die einseitige Anhebung der KESt auf Dividendenzahlungen
2016 war in der Niedrigzinsphase ein fatales Signal an Privatanleger
auf dem heimischen Kapitalmarkt", erklärte Neumayer. Im Sinne einer
proaktiven Kapitalmarktpolitik fordern die Unternehmensvertreter
zudem, dass steuerlich zwischen kurzfristiger Spekulation und
langfristiger Investition, etwa zur Altersvorsorge, unterschieden
werden muss. "Als Anti-Spekulationsmaßnahme sollte die
KESt-Steuerfreistellung bei einer Behaltefrist von über einem Jahr
wieder eingeführt werden", präzisierte Ottel. Um wieder mehr
Unternehmen an die Börse zu bringen, plädieren Industrie und
Aktienforum dafür, Börsegänge durch eine steuerliche Anreizpolitik zu
unterstützen und die Diskriminierung von Eigenkapital zu beenden.
Ebenfalls auf dem Maßnahmenkatalog steht das Thema "Financial
Literacy": "Bildung verhindert Armut und ist der beste Anlegerschutz.
Jede Schülerin und jeder Schüler sollte nach der Vollendung der
Schulpflicht über eine bestimmte Basis an wirtschaftlichen
Kenntnissen verfügen", so Ottel. Unter anderem plädiert das
Aktienforum dafür, dass das OECD Pisa-Tool zu "Financial Literacy"
auch in Österreich abgefragt werden soll.
Zwtl.: Menschen und Unternehmen weiter entlasten - Körperschaftsteuer
senken
Das internationale konjunkturelle Umfeld wird zunehmend rauer. Umso
wichtiger ist es, dass die nächste Bundesregierung eine attraktive,
umfassende Standort- und damit Beschäftigungspolitik betreibt. Daher
plädieren Industrie und Aktienforum dafür, dass in der nächsten
Legislaturperiode der "Weg der Entlastung für Menschen und
Unternehmen konsequent weitergegangen" wird.
"Gerade in Zeiten mit deutlich niedrigerem Wachstum müssen die
Unternehmen handlungsfähig bleiben, um Investitionen tätigen und
Mitarbeiter beschäftigen zu können. In diesem Sinne sollte die von
der vorherigen Bundesregierung vorgelegte Steuerreform rasch und vor
allem vollständig umgesetzt werden", so Neumayer. Nicht zuletzt
würden aufgrund der Erhöhung der Lohnsumme durch eine KöSt-Senkung
auch Löhne und Gehälter - also die Beschäftigten - profitieren", so
der IV-Generalsekretär, der damit auf eine Win-Win-Situation für
Menschen und Unternehmen hinwies.
Weitere Informationen: www.iv.at/medien
Rückfragehinweis:
Industriellenvereinigung
Sandra Bijelic
Pressesprecherin
+43 (1) 711 35-2305
sandra.bijelic@iv.at
https://www.iv.at/medien
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/112/aom
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0081 2019-10-14/11:01
AXC0077 2019-10-14/11:07
