Milliardenschwere Fusionen und Übernahmen im Goldsektor greifen um sich und führen zu immer mehr und immer größeren Deals. Ausgangspunkt sind die selbst verordneten Diäten von Barrick Gold (WKN: 870450) und Newmont Mining (WKN: 853823), von denen die kleineren Junior-Werte massiv profitieren. Auch unter den Juniors selbst brummt es.
Mittlerweile sind wieder Experten für Fusionen und Übernahmen im Goldsektor gefragt. 2017 beklagte die Branche laut S&P Global ein Tief mit einem Deal-Umfang von nur knapp 7 Milliarden US-Dollar weltweit. 2018 stieg das Volumen um über 80 Prozent auf knapp 12 Milliarden US-Dollar, wobei der Großteil von der Barrick-Randgold-Fusion stammte im Umfang von 10 Milliarden US-Dollar.
2019 dürfte der nächste Rekord gefeiert werden
Insgesamt ist die Branche aber noch weit weg von den Rekordzahlen 2010, als in einem Jahr über 30 Milliarden US-Dollar an Deals abgewickelt wurden. Doch die Anzahl an kleinen und mittelgroßen Deals zieht schon spürbar an.
Endeavour Mining will Centamin schlucken
In der letzten Woche machte die kanadische, mit ihren Projekten aber ausschließlich in Afrika tätige Bergbaugesellschaft Endeavour Mining Schlagzeilen, als sie eine Übernahme der in Ägypten operierenden, britischen Minengesellschaft Centamin für 1,9 Milliarden US-Dollar in Aktien ankündigte.
Hierbei würden Aktionäre pro Centamin-Aktie 0,0846 Aktien von Endeavour Mining erhalten. Bei einem Kurs von zurzeit 24,10 Kanadischen Dollar von Endeavour entspräche dies rechnerisch 2,04 Kanadischen Dollar pro Centamin-Aktie oder umgerechnet 1,16 Britischen Pfund oder 116 Pence, da Londoner Aktien immer in Pence notieren.
Das Management und der Aufsichtsrat von Centamin wehren sich gegen das feindliche Übernahmeangebot und sehen den Wert des Unternehmens beträchtlich höher, so dass beim aktuellen Aktienkurs von 118 Pence sogar ein kleiner Aufschlag eingepreist wird, weil Aktionäre offenbar auf mindestens eine kleine Nachbesserung hoffen.
Die erhöhte Deal-Frequenz kommt für mich wie erwartet
Im Sommer kündigte das Tagblatt der Börsianer, die Financial Times, eine Welle von Akquisitionen und Übernahmen im Goldsektor an und zitierte dabei den CFO des größten russischen Goldproduzenten Polyus Gold, Mikhail Stiskin. Ein erhöhtes Interesse an Fusionen und Übernahmen (M&A) würde sich demzufolge nach dem Anstieg von Gold auf ein Sechsjahreshoch in der vergangenen Woche von mehr als 1.440 $ pro Feinunze auf die mittleren Unternehmen ausweiten.
Vorausschauend habe ich mich darauf fokussiert, einige der Deals zum Jahresbeginn für Goldherz-Abonnenten zu identifizieren und von den kommenden Übernahmen zu profitieren. Dies gelang vortrefflich zuletzt bei Continental Gold, Barkerville Gold sowie bei Detour Gold. Bei jedem dieser Buy-Outs waren jeweils annähernd bis weit mehr als ein Verdoppler möglich.
Es dreht sich vieles um Barrick und die Senioren
Begonnen hat die Welle zu Jahresbeginn mit den Fusionen zwischen Barrick und Randgold sowie von Goldcorp mit Newmont Mining sowie der versuchten feindlichen Übernahme von Newmont durch Barrick selbst, die vom Newmont-Management abgeschmettert wurde, letztlich aber nur durch Zugeständnisse beim Joint Venture in Nevada, wo die beiden Konzerne seit längerem kooperieren.
Australier schlagen vermehrt zu
Ein steigender Goldpreis und ein günstiges Wechselkursverhältnis spülte den Australiern in den letzten Jahren erhebliche Gewinne in ihre Kassen. Die stärksten mittelgroßen australischen Unternehmen nutzen die Gunst der Stunde, um sich zu vergrößern.
St. Barbara übernimmt Atlantic Gold relativ teuer
Bereits im Mai gab ein Australier den Startschuss. So erwarb St. Barbara die kanadische Gesellschaft Atlantic Gold für 800 Millionen Kanadische Dollar. Diese betreibt unter anderem das Moose River-Projekt in der Provinz Nova Scotia, nahe der Provinzhauptstadt Halifax.
Der ...
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