FRANKFURT (Dow Jones)--Zwei Großaktionäre des Handelskonzerns Metro, die Meridian Stiftung und die Beisheim Gruppe, halten inzwischen gemeinsam 23,06 Prozent der Aktien. Damit haben sie ihre Beteiligung noch etwas aufgestockt, nachdem sie per Ende Juli zusammen knapp 21 Prozent der Metro-Aktien hielten.
Die beiden Aktionäre haben ihre Beteiligungen gepoolt, 15,87 Prozent werden von Meridian und 7,19 Prozent von Beisheim gehalten, wie die Großaktionäre mitteilten. Damit haben sie nach eigener Einschätzung ein Quorum erreicht, das aufgrund der Erfahrung in vergangenen Hauptversammlungen eine faktische Sperrminorität auch für die Zukunft erwarten lasse. Auf Hauptversammlungen sind selten alle stimmberechtigten Aktionäre vertreten, so dass auch kleine Beteiligungen für eine Sperrminorität ausreichen können.
Die beiden Gründeraktionäre haben seit Jahren die konzeptionelle Neuausrichtung der Metro AG und ihre Fokussierung auf ein reines Großhandels-Geschäft begleitet. Da Meridian und Beisheim überzeugt sind, dass das aktuelle Kursniveau den inneren Wert der Metro nicht widerspiegelt, haben sie die angekündigten Zukäufe getätigt. Sie schließen nicht aus, auch in Zukunft ihre Position weiter auszubauen.
Ein weiterer Großaktionär bei Metro ist der tschechische Investors Daniel Kretinsky mit seiner Gesellschaft EPGC. Diese hat ein Optionsrecht zum Erwerb einer zweiten Tranche der Haniel-Anteile an Metro und würde bei Ausübung auf eine Beteiligung von 32,71 Prozent kommen. Das würde ein Übernahmeangebot fällig machen.
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January 21, 2020 02:20 ET (07:20 GMT)
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