FRANKFURT (Dow Jones)--Die Vergabe eines milliardenschweren Auftrags zum Bau von vier Fregatten an ein Konsortium unter Führung der niederländischen Damen-Werft wird womöglich die Gerichte beschäftigen. Die bei dem Auftrag unterlegene Kieler Werft German Naval Yards reichte nach eigenen Angaben zunächst einen Nachprüfungsantrag bei der Vergabekammer des Bundes in Bonn ein.
Ein Sprecher der Werft, die sich um den 6 Milliarden Euro schweren Auftrag für das MKS-180-Projekt zusammen mit Thyssenkrupp Marine Systems beworben hatte, sagte, man sei nach wie vor überzeugt, dass die Vergabeentscheidung des Beschaffungsamtes der Bundeswehr (BAAINBw) nicht rechtmäßig war. "Wir behalten uns vor, den Rechtsweg gegebenenfalls bis zum Oberlandesgericht Düsseldorf auszuschöpfen."
In Januar hatte das Verteidigungsministerium erklärt, dass die Damen-Werft zusammen mit der deutschen Lürssen-Werft den Zuschlag bekommt. Das MKS-180-Projekt zählt zu den größten Rüstungsprojekten der Bundeswehr.
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March 13, 2020 10:11 ET (14:11 GMT)
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