WIEN/SCHWECHAT (dpa-AFX) - Die österreichische Lufthansa-Tochter Austrian geht in der Coronakrise auf einen harten Schrumpfkurs. Am Dienstag legte das Unternehmen einen Plan vor, demzufolge das Unternehmen mit derzeit 7000 Mitarbeitern, 80 Flugzeugen, jährlich 14,7 Millionen Passagieren und 2,2 Milliarden Euro Jahresumsatz um rund ein Viertel schrumpfen soll.
Ältere Flugzeuge werden ausgemustert, darunter drei der zwölf Langstreckenflugzeuge. "Der Neustart-Plan sieht nun eine Flotte im Jahr 2022 von rund 60 Flugzeugen vor", teilte die österreichische Lufthansa-Tochter mit. Derzeit hat Austrian rund 80 Flugzeuge. Durch einen Tausch kleinerer Propellerflugzeuge gegen eine kleinere Zahl größerer Airbus-Jets sollte die Flotte schon bisher auf 70 Maschinen verkleinert werden.
"Wir wollen unser Langstrecken-Drehkreuz erhalten, auch wenn uns erst mal keine andere Wahl bleibt, als uns an den etwas kleineren Markt anzupassen", sagte Austrian-Chef Alexis von Hoensbroech. Der "Neustart-Plan" war schon vergangenen Freitag dem Aufsichtsrat und am Dienstagnachmittag den Mitarbeitern präsentiert worden.
Bei den derzeit rund 7000 Mitarbeitern muss der Rotstift ebenfalls angesetzt werden, um die Schulden nach der Krise wieder abzubauen. An jedem Flugzeug hängt eine bestimmte Anzahl an Stellen. Ob bei einem Viertel weniger Flugzeuge auch ein Viertel der Belegschaft gehen muss, steht noch nicht fest. Im Raum steht laut Medienberichten auch, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Sozialleistungen und Jubiläumsgelder zu streichen.
Der Vorstand will trotz Verkleinerung der Flotte "so viele Arbeitsplätze wie nur möglich erhalten". Entsprechende Gespräche dafür mit den Betriebsräten seien bereits im Gange. Schon vor der Krise hatte das Unternehmen geplant, bis Ende kommenden Jahres 700 bis 800 Stellen zu streichen.
Für das laufende Jahr erwartet der Vorstand einen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe und auch für 2021 tiefrote Zahlen. "Wir müssen davon ausgehen, dass wir das 'Vor-Corona-Niveau' frühestens 2023 wieder erreichen werden", sagte Vorstandsmitglied Andreas Otto. Der Linienflugbetrieb der AUA steht seit 18. März still. Die Mitarbeiter sind seither und wohl noch länger in Kurzarbeit. Austrian spricht mit der österreichischen Regierung derzeit über Staatshilfe, kolportiert sind 800 Millionen Euro./pro/tsk/APA/he
Ältere Flugzeuge werden ausgemustert, darunter drei der zwölf Langstreckenflugzeuge. "Der Neustart-Plan sieht nun eine Flotte im Jahr 2022 von rund 60 Flugzeugen vor", teilte die österreichische Lufthansa-Tochter mit. Derzeit hat Austrian rund 80 Flugzeuge. Durch einen Tausch kleinerer Propellerflugzeuge gegen eine kleinere Zahl größerer Airbus-Jets sollte die Flotte schon bisher auf 70 Maschinen verkleinert werden.
"Wir wollen unser Langstrecken-Drehkreuz erhalten, auch wenn uns erst mal keine andere Wahl bleibt, als uns an den etwas kleineren Markt anzupassen", sagte Austrian-Chef Alexis von Hoensbroech. Der "Neustart-Plan" war schon vergangenen Freitag dem Aufsichtsrat und am Dienstagnachmittag den Mitarbeitern präsentiert worden.
Bei den derzeit rund 7000 Mitarbeitern muss der Rotstift ebenfalls angesetzt werden, um die Schulden nach der Krise wieder abzubauen. An jedem Flugzeug hängt eine bestimmte Anzahl an Stellen. Ob bei einem Viertel weniger Flugzeuge auch ein Viertel der Belegschaft gehen muss, steht noch nicht fest. Im Raum steht laut Medienberichten auch, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Sozialleistungen und Jubiläumsgelder zu streichen.
Der Vorstand will trotz Verkleinerung der Flotte "so viele Arbeitsplätze wie nur möglich erhalten". Entsprechende Gespräche dafür mit den Betriebsräten seien bereits im Gange. Schon vor der Krise hatte das Unternehmen geplant, bis Ende kommenden Jahres 700 bis 800 Stellen zu streichen.
Für das laufende Jahr erwartet der Vorstand einen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe und auch für 2021 tiefrote Zahlen. "Wir müssen davon ausgehen, dass wir das 'Vor-Corona-Niveau' frühestens 2023 wieder erreichen werden", sagte Vorstandsmitglied Andreas Otto. Der Linienflugbetrieb der AUA steht seit 18. März still. Die Mitarbeiter sind seither und wohl noch länger in Kurzarbeit. Austrian spricht mit der österreichischen Regierung derzeit über Staatshilfe, kolportiert sind 800 Millionen Euro./pro/tsk/APA/he
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