FRANKFURT (Dow Jones)--Das Rettungspaket für die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines steht. Wie die Fluglinie mitteilte, haben sich Austrian, der österreichische Staat und die Lufthansa auf ein Corona-Hilfspaket im Volumen von 600 Millionen Euro geeinigt. Die Hilfe soll dazu beitragen, das Drehkreuz Wien mit seiner Anbindung nach Zentral- und Osteuropa und der Langstrecke langfristig abzusichern.
Die Republik Österreich stellt 150 Millionen Euro zur Abdeckung von Schäden infolge der Corona-Krise zur Verfügung, im Gegenzug für verbindliche Standortzusagen inklusive ökologischer Auflagen. Weitere 150 Millionen Eigenkapitalzuschuss kommen von der Lufthansa zur Stärkung des Eigenkapitals. Zudem erhält Austrian einen Kredit über 300 Millionen Euro, der von einem österreichischen Bankenkonsortium bereitgestellt wird. Der Kredit ist rückzahlbar bis 2026.
Austrian Airlines hatte Ende April wegen der Corona-Krise beim österreichischen Staat Hilfen in Höhe von 767 Millionen Euro beantragt. Im Mai einigte sich die Airline mit ihren Mitarbeitern auf ein Sparpaket, um die Personalkosten um ein Fünftel zu senken. Die Einsparungen von etwa 80 Millionen Euro pro Jahr summieren sich bis 2024 auf 300 Millionen Euro. Die Kapazität soll wegen der Krise um 20 Prozent reduziert und die Flotte von rund 80 auf 60 Maschinen verkleinert werden.
Das gesamte Finanzierungspaket ist abhängig von der Staatshilfe für Lufthansa in Deutschland, der Zustimmung aller Gremien und der Genehmigung der EU-Kommission.
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June 08, 2020 12:32 ET (16:32 GMT)
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