FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben sich am Montag etwas von ihren Verlusten vom Freitag erholt. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future stieg bis zum Mittag um 0,14 Prozent auf 176,78 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen betrug minus 0,47 Prozent.
Etwas gestützt wurden die Festverzinslichen durch schwache Konjunkturdaten. Im August fiel der vom Finanzdienstleister Sentix erhobene Konjunkturindikator stärker als erwartet. "Die globale Konjunktur läuft auf Hochtouren, doch die Dynamik wird schwächer", erklärte Sentix. Hierzu hat nach Einschätzung der Sentix-Experten die konjunkturelle Abkühlung in Asien beigetragen. Ein unerwartet starker Anstieg der deutschen Exporte im Juni hat die Anleihekurse hingegen nicht weiter belastet.
Am Freitag hatten noch überraschend starke Arbeitsmarktdaten aus den USA die Festverzinslichen unter Druck gesetzt. Die Daten erhöhten die Wahrscheinlichkeit für eine Verringerung der Anleihekäufe der US-Notenbank Fed ab Anfang 2022 deutlich, hieß es in einer Einschätzung von Anleiheexperten der Dekabank. Mit weiteren guten Berichten vom amerikanischen Arbeitsmarkt dürften die Mitglieder des geldpolitischen Rates der Fed genug Zuversicht in den Arbeitsmarkt haben, um eine Reduzierung der Wertpapierkäufe zu verkünden.
Der Markt wartet jetzt auf die US-Verbraucherpreisdaten für Juli, die am Mittwoch anstehen. Experten erwarten eine Abschwächung der zuletzt starken Inflationsdynamik./jsl/jkr/jha/
