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MÄRKTE USA/Wall Street vor Abgaben - Dollar und Renditen unter Druck

DJ MÄRKTE USA/Wall Street vor Abgaben - Dollar und Renditen unter Druck

DOW JONES--Der Wall Street drohen am Freitag Abgaben - der Aktienterminmarkt deutet eine leichtere Handelseröffnung am Kassamarkt an. Mit dem Hexensabbat, dem großen Verfalltag am Terminmarkt, könnte die Volatilität im Verlauf nochmals anziehen. Die Augen sind auf die Persönlichen Ausgaben und Einkommen im November gerichtet - und dabei besonders auf den PCE-Preisindex. Dieser ist sowohl absolut als auch in der Kernrate weniger stark gestiegen wie vorausgesagt. Da dieser das von der US-Notenbank bevorzugte Preismaß darstellt, könnte dies für einen aggressiveren Zinssenkungszyklus der Fed 2025 stehen, nachdem diese zuletzt die Zinssenkungshoffnungen deutlich gedämpft hatte.

"Der heutige PCE-Index für November wird wahrscheinlich der Haupttreiber der Stimmung sein", mutmaßt der leitende Analyst Derren Nathan von Hargreaves Lansdown. Allerdings sorgt auch die US-Politik für Sorgenfalten am Aktienmarkt und damit Kaufzurückhaltung: Denn in den USA rückt ein möglicher Regierungsstillstand (Shutdown) immer näher. Im US-Repräsentantenhaus ist ein weiterer Gesetzentwurf für einen Übergangshaushalt gescheitert, der vom designierten US-Präsidenten Donald Trump unterstützt worden ist. Dieser scheiterte auch wegen mangelnder Unterstützung durch republikanische Abgeordnete. Ob sich Republikaner und Demokraten im Kongress bis zum Ablauf der Frist in der Nacht auf Samstag noch auf eine Lösung einigen können, ist fraglich. Dann müsste die Bundesregierung teilweise geschlossen und Hunderttausende von Bundesangestellten in den Zwangsurlaub geschickt werden. Sollte es dazu kommen, dürfte dies Wirtschaftswachstum kosten, warnen Volkswirte.

Dollar und Rentenrenditen mit Daten runter

Der Dollar gerät mit den PCE-Daten unter Druck, die Möglichkeit von mehr Zinsreduzierungen drückt den Dollar-Index um 0,4 Prozent. Die selben Aussichten schieben auch am Rentenmarkt die Renditen deutlicher gen Süden. Dollar-Schwäche und nachgebende Marktzinsen stützen indes den Goldpreis.

Die Erdölpreise liegen im Minus. Auf Wochensicht droht ein Preisverfall von 3 Prozent - getrieben von der jüngsten Dollar-Stärke und Nachfragesorgen vor allem mit Blick auf China. Laut JP Morgan wird sich der globale Ölmarkt von einem ausgeglichenen Zustand 2024 hin zu einer Überversorgung von 1,2 Millionen Fass täglich bewegen. Ein solche Entwicklung lieferte ein bärisches Preissignal.

Fedex ziehen an - Nike unter Druck

Unter den Einzelwerten schießen Fedex vorbörslich um 7,5 Prozent nach oben. Zwar legte der Logistiker durchwachsene Quartalszahlen vor und senkte noch dazu den Ausblick für das Geschäftsjahr. Doch sehen Anleger dies dem Konzern nach, weil dieser seine Frachttransportsparte ausgliedern will. Damit will Fedex, die unverändert mit einer schwächeren Nachfrage in den USA zu kämpfen hat, die Unternehmensstruktur straffen.

Dagegen geben Nike 6,1 Prozent ab. Der Sportartikelhersteller schnitt zwar mit seinen Geschäftszahlen besser als gedacht ab, verschreckt aber mit einem düsteren Umsatzausblick auf die dritte Periode klar unter Marktschätzung.

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk enttäuscht mit Studiendaten zu CagriSema - einem Adipositas-Medikament der nächsten Generation. Da US-Wettbewerber Eli Lilly auch auf dem Markt für Abnehmmittel aktiv ist, steigen deren Titel um 8,4 Prozent.

U.S. Steel verlieren 6,5 Prozent nach einem in Aussicht gestellten Verlust für das vierte Quartal. Die Markterwartung hatte einen Überschuss vermuten lassen. BlackBerry büßen nach einem Gewinnausweis über Markterwartung 1 Prozent ein, denn das Software-Unternehmen senkte den Ausblick. Mission Produce, ein Avokado-Anbauer, hat die Marktprognosen im vierten Quartal geschlagen, der Kurs zieht um 11,6 Prozent an.

=== 
US-Anleihen 
Laufzeit       Rendite   Bp zu VT Rendite VT  +/-Bp YTD 
2 Jahre         4,26     -6,8    4,32    -16,5 
5 Jahre         4,34     -8,6    4,42    33,9 
7 Jahre         4,42     -9,0    4,51    45,4 
10 Jahre         4,50     -7,2    4,57    61,9 
30 Jahre         4,69     -4,3    4,74    72,4 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- %  Fr, 8:23  Do, 17:20  % YTD 
EUR/USD        1,0410    +0,4%   1,0374   1,0376  -5,8% 
EUR/JPY        162,89    -0,2%   162,71   163,66  +4,7% 
EUR/CHF        0,9301    -0,2%   0,9313   0,9311  +0,2% 
EUR/GBP        0,8293    +0,1%   0,8295   0,8268  -4,4% 
USD/JPY        156,48    -0,6%   156,85   157,75  +11,1% 
GBP/USD        1,2552    +0,4%   1,2505   1,2551  -1,4% 
USD/CNH (Offshore)   7,2985    -0,2%   7,3066   7,3119  +2,5% 
Bitcoin 
BTC/USD       95.660,25    -2,6%  97.934,40 100.096,45 +119,7% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Settlem.    +/- %   +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        68,86    69,38    -0,7%    -0,52  -1,1% 
Brent/ICE        72,60    72,88    -0,4%    -0,28  -1,8% 
GAS              VT-Settlem.         +/- EUR 
Dutch TTF        43,35    43,54    -0,4%    -0,18  +13,4% 
 
METALLE        zuletzt    Vortag    +/- %   +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     2.613,04   2.594,41    +0,7%   +18,63  +26,7% 
Silber (Spot)      29,07    29,05    +0,1%    +0,02  +22,3% 
Platin (Spot)     933,35    923,75    +1,0%    +9,60  -5,9% 
Kupfer-Future      4,04     4,03    +0,2%    +0,01  +2,1% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/kla

(END) Dow Jones Newswires

December 20, 2024 08:58 ET (13:58 GMT)

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