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MÄRKTE USA/Wall Street legt weiter zu - Dollar schwächelt

DJ MÄRKTE USA/Wall Street legt weiter zu - Dollar schwächelt

NEW YORK (Dow Jones)--Die Wall Street setzt zum Wochenausklang ihre positive Tendenz der vergangenen beiden Handelstage fort. Der Dow-Jones-Index gewinnt kurz nach dem Start 0,6 Prozent auf 31.981 Punkte. Der S&P-500 legt um 0,8 Prozent zu und der Nasdaq-Composite steigt um 1,0 Prozent.

Die Erkenntnis über eine weitere Zinserhöhung der US-Notenbank um 75 Basispunkte bei der Sitzung im September dürfte am Markt angekommen sein, heißt es. Dies habe Fed-Chairman Jerome Powell in seiner Rede am Vortag erneut bekräftigt. Dem schlossen sich jüngst auch andere Fed-Vertreter an. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank of Canada haben in der zurückliegenden Woche große Zinsschritte beschlossen, um die weiter stark steigende Inflation in den Griff zu bekommen.

In den Fokus rücken nun die US-Verbraucherpreise für den August am Dienstag, die den weiteren Kurs der Fed mitbestimmen könnten. Einige Teilnehmer rechnen hier mit einem Rückgang gegenüber dem Vormonat. Allerdings dürfte das nicht ausreichen, um die Fed zu einer Temporeduzierung bei den Zinserhöhungen zu animieren, denn das Fed-Ziel einer Inflation von 2 Prozent sei noch weit entfernt, sagt ein Beobachter.

Die Agenda der US-Konjunkturdaten ist am letzten Handelstag der Woche leer. In den Fokus könnte eine Rede von Fed-Gouverneur Christopher Waller rücken, die im Handelsverlauf ansteht.

Dollar fällt deutlich - Ölpreise legen weiter zu 

Mit deutlichen Abgaben zeigt sich der Dollar. Für den Dollar-Index geht es um 0,7 Prozent nach unten. Die Abschwächung dürfte jedoch nur vorübergehend sein, meint Peter Cardillo von Spartan. "Ich denke, dass dies auf eine überkaufte Situation zurückzuführen ist". Es handele sich um "eine vorübergehende Korrektur und nicht den Beginn eines Abwärtstrends", ergänzt der Teilnehmer. Der Euro notiert im Gegenzug wieder knapp über der Parität.

Der Yen legt dagegen deutlich zu. Die Analysten der Unicredit führen die Erholung des Yen auf Aussagen des japanischen Notenbankgouverneurs Haruhiko Kuroda zurück. Dieser habe gewarnt, dass die rapide Abwertung des Yen "nicht wünschenswert" sei. In den vergangenen Wochen belasteten die gegenläufige Geldpolitik der Bank of Japan (BoJ) und der US-Notenbank die japanische Währung.

Für die Ölpreise geht es weiter aufwärts, womit sich die Erholung vom zuletzt markierten 8-Montatstief fortsetzt. Brent und WTI gewinnen bis zu 2,6 Prozent. Der Anstieg setzte am Donnerstag ein, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin angedeutet hatte, dass er Lieferverträge mit Europa aufkündigen könnte. "Wir werden überhaupt nichts liefern, wenn es unseren Interessen widerspricht", wurde Putin auf einem Wirtschaftsforum zitiert. "Wir werden kein Gas, kein Öl, keine Kohle, kein Heizöl liefern - wir werden nichts liefern."

Für den Goldpreis geht es mit dem schwächelnden Dollar nach oben. Der Preis für die Feinunze legt um 0,4 Prozent zu.

Am Anleihemarkt bleibt die Volatilität weiter hoch. Zum Wochenausklang steigen die Notierungen wieder an. Die Rendite zehnjähriger Papiere fällt um 6,5 Basispunkte auf 3,26 Prozent.

T-Mobile US mit Aktienrückkauf gesucht 

Bei den Einzelwerten geht es für die Aktie von T-Mobile US um 1,1 Prozent nach unten. Die Tochter der Deutschen Telekom will Aktien im Wert von 14 Milliarden Dollar zurückkaufen. Der Bekleidungseinzelhändler Zumiez (-4,1%) bekommt derweil die schwindende Konsumbereitschaft zu spüren. Umsatz und Gewinn schrumpften im zweiten Quartal stärker als von Analysten erwartet.

Weniger gut lief es auch beim Schusswaffenhersteller Smith & Wesson, der einen Umsatzeinbruch um fast 70 Prozent vermeldete. Finanzvorständin Deana McPherson zeigte sich zwar zuversichtlich, dass die Nachfrage mit Beginn der Jagdsaison im dritten Quartal wieder anziehen werde, die Aktie verliert 5,5 Prozent.

Für die Aktien von DocuSign geht es nach Zweitquartalszahlen um 8,8 Prozent aufwärts. Das Unternehmen hatte zwar einen höheren Nettoverlust verzeichnet als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, auf bereinigter Basis aber einen Gewinn erzielt, der über den Erwartungen der Analysten lag. Der Umsatz stieg zudem stärker als erwartet. Und auch die Umsatzprognose für das laufende dritte Quartal lag leicht über dem Analystenkonsens.

=== 
INDEX          zuletzt    +/- %   absolut +/- % YTD 
DJIA          31.980,76    +0,6%   206,24   -12,0% 
S&P-500         4.036,47    +0,8%    30,29   -15,3% 
Nasdaq-Comp.      11.984,75    +1,0%   122,62   -23,4% 
Nasdaq-100       12.454,57    +1,1%   133,38   -23,7% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit         Rendite   Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD 
2 Jahre           3,52     +0,1    3,52   278,9 
5 Jahre           3,42     -0,6    3,43   216,0 
7 Jahre           3,40     -0,9    3,41   195,8 
10 Jahre          3,26     -6,5    3,32   174,5 
30 Jahre          3,49     +1,1    3,48   158,6 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- %  Fr, 8:14 Do, 17:23  % YTD 
EUR/USD          1,0047    +0,5%   1,0065   0,9967  -11,6% 
EUR/JPY          143,37    -0,5%   143,90   143,38  +9,5% 
EUR/CHF          0,9662    -0,4%   0,9713   1,0285  -6,9% 
EUR/GBP          0,8679    -0,2%   0,8684   0,8665  +3,3% 
USD/JPY          142,69    -1,0%   142,97   143,88  +24,0% 
GBP/USD          1,1576    +0,6%   1,1591   1,1503  -14,5% 
USD/CNH (Offshore)    6,9346    -0,4%   6,9404   6,9635  +9,1% 
Bitcoin 
BTC/USD        21.016,21    +8,7%  20.539,74 19.307,25  -54,5% 
 
ROHÖL          zuletzt VT-Settlem.    +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         85,45    83,54    +2,3%   +1,91  +20,4% 
Brent/ICE         91,43    89,15    +2,6%   +2,28  +23,6% 
GAS                VT-Settlem.        +/- EUR 
Dutch TTF         209,18    220,54    -5,2%   -11,37 +261,8% 
 
METALLE         zuletzt    Vortag    +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       1.714,03   1.707,50    +0,4%   +6,53  -6,3% 
Silber (Spot)       18,60    18,60    +0,0%   +0,00  -20,2% 
Platin (Spot)       877,15    882,73    -0,6%   -5,58  -9,6% 
Kupfer-Future        3,59     3,54    +1,6%   +0,06  -18,9% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/err

(END) Dow Jones Newswires

September 09, 2022 09:50 ET (13:50 GMT)

Copyright (c) 2022 Dow Jones & Company, Inc.

© 2022 Dow Jones News
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