
Der Münchner Elektroflugzeug-Entwickler Lilium steht vor einer unsicheren Zukunft. Das Unternehmen kündigte an, in den kommenden Tagen einen Insolvenzantrag wegen Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit zu stellen. Trotz erheblicher Investitionen von 1,5 Milliarden Euro und rund 700 Vorbestellungen für sein innovatives elektrisches Kleinflugzeug, reichen die finanziellen Mittel nicht aus, um den Geschäftsbetrieb fortzuführen. Die Ablehnung eines Antrags auf Kreditbürgschaft des Bundes in Höhe von 50 Millionen Euro hat die Situation verschärft, obwohl Bayern eine bedingte Bürgschaft zugesagt hatte.
Hoffnung auf Neuausrichtung durch Selbstverwaltung
Lilium plant, die Insolvenz in Eigenverwaltung zu beantragen, was möglicherweise zu einem neuen Investorenprozess führen könnte. Ob das Amtsgericht München diesem Antrag stattgibt, bleibt offen. Die Nachricht löste an der Börse heftige Reaktionen aus: Die Lilium-Aktie brach im NASDAQ-Handel um mehr als 50 Prozent ein. Trotz der Rückschläge bleibt die Zukunft der elektrischen Luftfahrt spannend, wobei die Entwicklung ohne staatliche Unterstützung eine große Herausforderung darstellt.
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