DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:
TAGESTHEMA
Chinas Handelsüberschuss hat im vergangenen Jahr mit 1,19 Billionen US-Dollar einen historischen Höchststand erreicht. Als US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr ins Weiße Haus zurückkehrte, hatten Ökonomen noch prognostiziert, dass neue Zölle die gewaltige Exportmaschinerie Chinas drosseln würden. Die Differenz zwischen den Ausfuhren und Einfuhren des Landes markiert damit einen Rekord. Wie die chinesische Zollbehörde am Mittwoch mitteilte, stiegen die Exporte im vergangenen Jahr auf Dollar-Basis um 5,5 Prozent gegenüber 2024. Im vorherigen Jahr hatte das Wachstum bei 5,9 Prozent gelegen. Zwar gingen die Lieferungen in die USA zurück, doch fanden chinesische Hersteller neue Abnehmer im Rest der Welt. Die durch Ausgaben für Künstliche Intelligenz angetriebene Weltwirtschaft setzte ihren Wachstumskurs fort, wodurch die Auslandsnachfrage stark blieb. Zudem machte ein weiteres Jahr mit fallenden Erzeugerpreisen chinesische Waren für Käufer in Übersee attraktiv. Dies half der chinesischen Wirtschaft dabei, im vergangenen Jahr stärker als erwartet zu wachsen, obwohl der Immobilienmarkt als auch die Stimmung der Verbraucher im Land weiter vor sich hin dümpelte. Die Exporte in die USA sanken im Jahr 2025 um 20 Prozent. Demgegenüber stiegen die Ausfuhren in südostasiatische Staaten um 13 Prozent. Die Lieferungen in die Europäische Union legten um 8,4 Prozent zu, während jene nach Lateinamerika um 7,4 Prozent und nach Afrika um 26 Prozent stiegen. Die gesamten Exporte für den Monat Dezember wuchsen im Jahresvergleich um 6,6 Prozent nach einem Plus von 5,9 Prozent im November. Die Importe stiegen um 5,7 Prozent.
AUSBLICK UNTERNEHMEN +
12:45 US/Bank of America Corp, Ergebnis 4Q (14:30 Investorenkonferenz)
12:45 US/Wells Fargo & Co, Ergebnis 4Q
14:00 US/Citigroup Inc, Ergebnis 4Q
AUSBLICK KONJUNKTUR
- US
14:30 Einzelhandelsumsatz November
PROGNOSE: +0,4% gg Vm
zuvor: 0,0% gg Vm
Einzelhandelsumsatz ex Kfz
PROGNOSE: +0,3% gg Vm
zuvor: +0,4% gg Vm
14:30 Erzeugerpreise Oktober
PROGNOSE: +0,1 gg Vm
zuvor: +0,2% gg Vm.
Kernrate (ohne Nahrungsmittel und Energie)
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: k.A.
14:30 Erzeugerpreise November
PROGNOSE: +0,3% gg Vm
zuvor: k.A.
Kernrate (ohne Nahrungsmittel und Energie)
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: k.A.
14:30 Leistungsbilanz 3Q
PROGNOSE: -232,5 Mrd USD
2. Quartal: -251,3 Mrd USD
16:00 Lagerbestände Oktober
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: +0,2% gg Vm
16:00 NAR, Verkauf bestehender Häuser Dezember
PROGNOSE: +2,2% gg Vm
zuvor: +0,5% gg Vm
16:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen
Energy Information Administration (EIA) Vorwoche
20:00 Fed, Beige Book
ÜBERSICHT INDIZES
INDEX zuletzt +/- % E-Mini-Future S&P-500 6.948,30 -0,2% E-Mini-Future Nasdaq-100 25.688,60 -0,2% S&P/ASX 200 (Sydney) 8.820,60 +0,1% Nikkei-225 (Tokio) 53.341,23 +1,5% Hang-Seng (Hongk.) 26.966,58 +0,4% Shanghai-Comp. 4.136,00 -0,1% Kospi (Seoul) 4.723,10 +0,6%
FINANZMÄRKTE
OSTASIEN (VERLAUF)
Im asiatischen Handel steht am Mittwoch weiter die japanische Börse im Fokus. Der Nikkei-225 gewann 1,5 Prozent und sprang erstmals über die Marke von 54.000 Punkten. Getrieben wurde der japanische Leitindex weiter von der Hoffnung, dass mögliche vorgezogene Parlamentswahlen im nächsten Monat Position und Politik von Premierministerin Sanae Takaichi stärken werden. Beobachter gehen davon aus, dass Takaichi die Wahlen gewinnen würde. Ein Wahlsieg ermöglichte es Takaichi, eine aggressivere Fiskalpolitik, höhere Wachstumsinvestitionen sowie mutigere Sicherheitsmaßnahmen zu verfolgen. Daneben stehen Wirtschaftsdaten aus China im Blick. Der chinesische Handelsüberschuss hat im vergangenen Jahr mit 1,19 Billionen US-Dollar einen historischen Höchststand erreicht. In Shanghai gibt der Composite zwischenzeitliche Aufschläge wieder ab und stagniert nun auf Tagessicht. Peking hat eine Richtlinie angepasst, um den Kauf von Aktien auf Pump zu erschweren. In Hongkong liegt der Hang-Seng 0,4 Prozent im Plus. An den Rohstoffmärkten ziehen Gold, Silber und Kupfer kräftig an. Gold und Silber profitieren weiter von geopolitischen Unsicherheiten sowie der Sorge um die Unabhängigkeit der US-Notenbank. Die höheren Metallrohstoffpreise konnten jedoch die rohstofflastige Börse in Sydney (+0,1%) nicht stützen.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 49.191,99 -0,8% -398,21 +3,2%
S&P-500 6.963,74 -0,2% -13,53 +1,9%
NASDAQ Comp 23.709,87 -0,1% -24,03 +2,1%
NASDAQ 100 25.741,95 -0,2% -45,71 +2,1%
Dienstag Montag
Umsatz NYSE (Aktien) 1,16 Mrd 1,16 Mrd
Gewinner 1.477 1.580
Verlierer 1.288 1.150
Unverändert 73 103
Knapp behauptet - Die auf den ersten Blick günstigen Inflationsdaten zeigten bei genauerem Hinsehen, dass die Belastung für die Verbraucher noch immer hoch ist. Die Daten untermauerten Erwartungen, dass die Federal Reserve bei ihrer Sitzung in diesem Monat keine Zinssenkung vornehmen wird. Daneben galt das Interesse der anlaufenden Bilanzsaison. JP Morgan gehörten mit einem Minus von 4,2 Prozent zu den größten Verlierern im Dow Jones. Die Bank hatte einen Gewinnrückgang gemeldet, der allerdings auf Sondereinflüsse zurückzuführen war. Bereinigt um Kosten für die Einführung der Apple-Kreditkarte übertraf der Gewinn die Konsensschätzung. Delta Air Lines (-2,4%) hatte zwar die Markterwartungen mit den Quartalszahlen geschlagen, der Ausblick enttäuschte aber. Bank of New York Mellon zogen nach gestiegenem Viertquartalsergebnis um 1,9 Prozent an. Moderna (+17%) kündigte an, im Lauf der kommenden beiden Jahre einen Kombi-Impfstoff gegen Covid und Grippe auf den Markt zu bringen. Softwareaktien wurden von den gesunkenen Zinssenkungshoffnungen belastet. Die Bewertungen der Anbieter von Software-as-a-Service basierten auf den Erwartungen an künftige Barmittelflüsse. Steigende Zinsen schmälerten den Wert der künftigen Gewinne, hieß es. Salesforce verbilligten sich um 7,1, Snowflake um 5 und Workday um 4 Prozent.
US-ANLEIHEN
Anleihen verzeichneten angesichts der Verluste an den Aktienmärkten etwas Zulauf. Die Zehnjahresrendite sank um einen Basispunkt auf 4,17 Prozent.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Di, 09:07 % YTD EUR/USD 1,1647 0,0 1,1645 1,1663 -0,7% EUR/JPY 185,42 0,1 185,31 185,34 +0,1% EUR/GBP 0,8666 -0,1 0,8674 0,8659 -0,7% GBP/USD 1,3440 0,1 1,3423 1,3469 -0,0% USD/JPY 159,20 0,0 159,13 158,92 +0,8% USD/KRW 1.477,20 0,2 1.474,11 1.474,30 +1,8% USD/CNY 7,0102 0,0 7,0076 7,0088 -0,3% USD/CNH 6,9738 -0,0 6,9745 6,9735 -0,2% USD/HKD 7,7959 -0,1 7,8006 7,7997 +0,2% AUD/USD 0,6697 0,1 0,6689 0,6704 +0,5% NZD/USD 0,5746 0,1 0,5741 0,5771 +0,2% BTC/USD 94.862,95 -0,8 95.666,20 91.854,55 +3,0% YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags
Der Dollarindex stieg um 0,3 Prozent, nachdem die US-Verbraucherpreisdaten eher gegen eine Zinssenkung noch im Januar gesprochen hatten.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 4.631,08 4.586,75 +1,0% +44,33 +6,4% Silber 89,97 86,945 +3,5% +3,03 +19,4% Platin 2.062,55 1.997,66 +3,2% +64,89 +15,0% Kupfer 6,07 6,02 +0,9% +0,05 +5,1% YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags
Die geopolitischen Spannungen verhalfen dem Goldpreis zunächst zu einem weiteren Rekordhoch, ehe Gewinnmitnahmen einsetzten. Im späten Handel zeigte sich das Edelmetall wenig verändert bei 4.594 Dollar. Silber legte um 2,6 Prozent zu und erreichte im Verlauf ebenfalls ein neues Allzeithoch.
ÖL
ROHÖL zuletzt VT-Schluss +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 60,97 61,15 -0,3% -0,18 +3,7% Brent/ICE 65,24 65,47 -0,4% -0,23 +5,1% YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags
Die Ölpreise zogen mit der Entwicklung im Iran kräftig an. Das Barrel US-Öl der Sorte WTI verteuerte sich um 2,8 Prozent auf 61,15 Dollar. Die USA werden einen Zoll von 25 Prozent für jedes Land erheben, das Geschäfte mit dem Iran tätigt. Hintergrund sind die Massenproteste gegen die Mullah-Regierung.
MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR
IRAN
Irans Gegner auf der anderen Seite des Persischen Golfs setzen sich nach inoffiziellen Angaben von Vertretern ihrer Regierungen bei der Trump-Regierung gegen einen Schlag gegen das Regime in Teheran ein, seit sie von den USA über entsprechende Vorbereitungen vorgewarnt wurden.
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