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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA

Puma bekommt einen neuen Großaktionär. Der chinesische Sportartikelhersteller Anta Sports übernimmt einen Anteil von 29,06 Prozent an Puma von der Familie Pinault für 1,51 Milliarden Euro. Anta, Eigentümer von Marken wie Fila und Jack Wolfskin, übernimmt 43,01 Millionen Puma-Aktien zum Preis von 35 Euro das Stück. Die Aktie war am Montag mit 21,63 Euro aus dem Handel gegangen. Monatelang war spekuliert worden, dass mehrere Unternehmen um eine Beteiligung an Puma wetteiferten. Puma befindet sich im Umbau, seit der ehemalige Adidas-Manager Arthur Hoeld im Jahr 2025 die Führung übernommen hat. Die Aktien von Puma standen im vergangenen Jahr aufgrund vielfältiger Herausforderungen stark unter Druck, darunter die Auswirkungen der US-Zölle. Das Unternehmen versucht, seine Produktpalette zu modernisieren, um die Nachfrage zu stützen, überschüssige Lagerbestände abzubauen und die Kosten in den Griff zu bekommen. Im Oktober kündigte Puma an, weitere 900 Arbeitsplätze zu streichen und damit sein Kostensenkungsprogramm auszuweiten. Ziel ist es, ab 2027 wieder zu wachsen, während eine Strategie zur Neuausrichtung der Marke umgesetzt wird. Anta kann mit dem Deal seine Präsenz außerhalb Chinas ausbauen. Der Konzern hat zuletzt in wichtigen Märkten Südostasien, Nordamerika und Europa expandiert. Mit dem Erwerb der Puma-Anteile "wird erwartet, dass die Gruppe ihre Präsenz und Markenbekanntheit auf dem globalen Sportartikelmarkt weiter stärkt", hieß es am Dienstag. Die Transaktion soll Ende des Jahres abgeschlossen werden. Anta Sports ist auch der größte Aktionär bei Amer Sports, zu der Marken wie Wilson, Peak Performance und Atomic gehören.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

11:55 US/Unitedhealth Group Inc, Ergebnis 4Q

12:00 US/United Parcel Service Inc (UPS), Ergebnis 4Q

12:30 US/General Motors Co (GM), Ergebnis 4Q

12:55 US/RTX Corp, Ergebnis 4Q

13:00 US/American Airlines Group Inc, Ergebnis 4Q

13:30 US/Boeing Co, Ergebnis 4Q

22:01 US/Texas Instruments Inc, Ergebnis 4Q

ÜBERSICHT INDIZES

INDEX            zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500   6.974,00 +0,3% 
E-Mini-Future Nasdaq-100 25.884,50 +0,7% 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.941,60 +0,9% 
Nikkei-225 (Tokio)    53.334,00 +0,8% 
Hang-Seng (Hongk.)    27.115,40 +1,3% 
Shanghai-Comp.       4.147,58 +0,4% 
Kospi (Seoul)       5.084,85 +2,7% 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Klar im Plus zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag. Teilnehmer verweisen auf die positiven Vorgaben der Wall Street. Teilnehmer sprechen auch von Positionierungen im Vorfeld der Bekanntgabe wichtiger Zahlen aus dem US-Technologiesektor. So werden im Wochenverlauf unter anderem Microsoft, Meta, Texas Instruments und Apple ihre Ergebnisse vermelden. Daneben wird auch auf die Bekanntgabe der Zinsentscheidung der US-Notenbank gewartet. Hier wird mehrheitlich mit einer Bestätigung des Zinsniveaus gerechnet. Im Fokus des Marktes stehen daher die Aussagen von US-Notenbankpräsident Jerome Powell. Weiter intakt bleibt auch der "Sell America"- Trade, damit fließt Anlagekapital in andere Länder der Erde. Die neuen Zollerhöhungen von US-Präsident Donald Trump gegen Südkorea haben den Kospi-Index nur zu Handelsbeginn leicht belastet. Im Anschluss kletterte der Index, angeführt von den Index-Schwergewichten Samsung Electronics und SK Hynix, kräftig nach oben und gewann 2,7 Prozent. Der Index schloss erstmals über der Marke von 5.000 Punkten. Die US-Regierung erhöht die Zölle auf bestimmte südkoreanische Waren auf 25 von 15 Prozent, da das Parlament des Landes ein im vergangenen Jahr unterzeichnetes vorläufiges Handelsabkommen noch nicht gebilligt hat. Bei den Einzelwerten steigen Anta Sports in Hongkong um 1,6 Prozent. Der chinesische Sportartikel-Hersteller übernimmt einen Anteil von 29,06 Prozent an Puma von der Familie Pinault für 1,51 Milliarden Euro. Anta, Eigentümer von Marken wie Fila und Jack Wolfskin, übernimmt 43,01 Millionen Puma-Aktien zum Preis von 35 Euro das Stück. Die Aktie war am Montag mit 21,63 Euro aus dem Handel gegangen.

WALL STREET

INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
DJIA          49.412,40    +0,6%   313,69     +2,2% 
S&P-500         6.950,23    +0,5%   34,62     +1,0% 
NASDAQ Comp       23.601,36    +0,4%   100,11     +1,1% 
NASDAQ 100       25.713,21    +0,4%   107,74     +1,4% 
 
           Montag   Freitag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,16 Mrd  1,10 Mrd 
Gewinner       1.411   1.092 
Verlierer      1.354   1.659 
Unverändert       81     94 
 

Etwas fester - Etwas Unterstützung erhielten die Aktienkurse von sinkenden Marktzinsen. Anleger schienen überdies den im Wochenverlauf anstehenden Zahlenausweisen bedeutender US-Technologieunternehmen verhalten optimistisch entgegenzusehen. Höhepunkt der Woche ist jedoch der Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch. Am Markt herrscht die Meinung vor, dass die Fed den Leitzins unverändert lassen wird. Die jüngsten Zolldrohungen des US-Präsidenten gegen Kanada und ein drohender neuerlicher "Shutdown" in den USA ließen die Anleger derweil etwas zurückhaltend agieren. Die Aktien von USA Rare Earth schossen um 7,9 Prozent nach oben. Die Trump-Regierung plant, 1,6 Milliarden Dollar in das Bergbauunternehmen zu investieren und eine Beteiligung aufzubauen. Für andere Aktien aus dem Bereich Seltene Erden ging es dagegen abwärts. MP Materials fielen um 8,8 und Ramaco Resources um gut 20 Prozent. Micron Technology gaben um 2,6 Prozent nach. Laut einem Bericht wird Samsung Nvidia mit Speicherchips der nächsten Generation beliefern. Micron ist der Hauptkonkurrent des südkoreanischen Unternehmens. Coreweave verbesserten sich um 6,1 Prozent. Nvidia investiert 2 Milliarden Dollar in das KI-Cloud-Unternehmen. Nach Vorlage durchwachsener Viertquartalszahlen sank der Kurs von Steel Dynamics um 4,4 Prozent. Newmont und Freeport-McMoRan legten um 1,3 bzw. 1,3 Prozent zu, die Bergbautitel profitierten vom Höhenflug des Goldpreises. Revolution Medicines brachen um rund 17 Prozent ein, Merck ist offenbar nicht mehr an dem Biotechnologie-Unternehmen interessiert.

US-ANLEIHEN

Anleihen verzeichneten mit den politischen Unsicherheiten etwas Zulauf. Steigende Kurse drückten die Zehnjahresrendite um 3 Basispunkte auf 4,21 Prozent.

DEVISEN

Devisen    zuletzt    +/- % 0:00 Vortag Mo, 17:20 Uhr  % YTD 
EUR/USD     1,1879    +0,0%    1,1878     1,1883  +1,1% 
EUR/JPY     183,49    +0,2%    183,13     183,01  -0,5% 
EUR/CHF     0,9230    -0,0%    0,9233     0,9210  -1,1% 
EUR/GBP     0,8677    -0,1%    0,8686     0,8673  -0,5% 
USD/JPY     154,46    +0,2%    154,16     154,00  -1,6% 
GBP/USD     1,3689    +0,1%    1,3676     1,3701  +1,5% 
USD/CNY     6,9895    +0,0%    6,9874     6,9865  -0,4% 
USD/CNH     6,9539    +0,1%    6,9487     6,9502  -0,4% 
AUS/USD     0,6918    +0,1%    0,6910     0,6928  +3,8% 
Bitcoin/USD 88.222,40    +0,2%  88.042,20   87.394,20  -2,5% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
 

Die jüngsten Zolldrohungen des US-Präsidenten gegen Kanada und eine deutliche Aufwertung des Yen belasteten den Dollar. Denn sowohl Washington als auch Tokio haben Bereitschaft signalisiert, zugunsten der japanischen Währung am Devisenmarkt zu intervenieren. der Dollar-Index büßt 0,6 Prozent ein.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

METALLE    zuletzt    Vortag    +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold     5.088,32   5.011,05    +1,5%     77,27 +15,4% 
Silber     110,00    103,86    +5,9%      6,13 +44,9% 
Platin    2.276,59   2.172,77    +4,8%     103,82 +33,8% 
Kupfer      5,91     6,02    -1,8%     -0,11  +3,8% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
 

Der schwächere Dollar trieb Gold und Silber auf neue Rekordhöhen. Die Feinunze Gold überwand erstmals die Marke von 5.000 Dollar. Zuletzt notierte Gold 1,3 Prozent höher bei 5.049 Dollar.

ÖL

ROHÖL     zuletzt VT-Settlem.    +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex    60,51    60,63    -0,2%     -0,12  +6,6% 
Brent/ICE    65,38    65,59    -0,3%     -0,21  +8,8% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
 

Die Ölpreise tendierten etwas leichter nach den jüngsten Zolldrohungen gegen Kanada, die Befürchtungen eines Nachfragerückgangs geschürt hatten. Auf der anderen Seite stützten aber der schwächere Dollar und die Kältewelle in den USA, die die Nachfrage nach Heizöl nach oben treibt. Das Barrel US-Öl der Sorte WTI verbilligte sich um 0,7 Prozent auf 60,63 Dollar.

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

ZÖLLE SÜDKOREA

Die US-Regierung erhöht die Zölle auf bestimmte südkoreanische Waren auf 25 von 15 Prozent, da das Parlament des Landes ein im vergangenen Jahr unterzeichnetes vorläufiges Handelsabkommen noch nicht gebilligt hat. US-Präsident Donald Trump verkündete die Zölle auf südkoreanische Autos, Holz, Pharmazeutika und andere Güter am Montag nach Börsenschluss über die sozialen Medien. Ein Sprecher der südkoreanischen Botschaft in Washington D.C. reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme.

KONJUNKTUR CHINA

Die chinesische Industrie hat im Dezember von einem Wachstum in den Bereichen Ausrüstung und Hightech profitiert. Die Industriegewinne stiegen um 5,3 Prozent, nachdem sie im November um 13,1 Prozent gesunken waren, wie aus Daten der Nationalen Statistikbehörde hervorgeht. Im Gesamtjahr stiegen die Industriegewinne um 0,6 Prozent nach einem Rückgang um 3,3 Prozent 2024.

MICRON

baut seine Fertigungskapazitäten in Singapur aus. Wie der US-Chipkonzern mitteilte, investiert er über die nächsten zehn Jahre gut 24 Milliarden US-Dollar in die Ausweitung seines Werks in dem Stadtstaat. Er reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach Speicherchips.

NETFLIX / WARNER

Der Kartellausschuss des US-Senats hat sich mit Bedenken wegen der geplanten Übernahme der Film- und Fernsehstudios und des Streamingdienstes HBO Max von Warner Bros. durch Netflix gemeldet. In einem Brief an die Chefs von Netflix und Warner Discovery schrieb der republikanische Ausschuss-Vorsitzende Mike Lee, der Deal scheine "wahrscheinlich ernste kartellrechtliche Fragen aufzuwerfen, einschließlich des Risikos einer erheblichen Verringerung des Wettbewerbs auf den Streaming-Märkten".

NIKE

treibt die Automation in seinen US-Distributionszentren im Rahmen seiner Turnaround-Strategie voran. In diesem Zusammenhang trennt sich der Sportartikelhersteller in den USA von 775 Mitarbeitern. Vor allem betroffen sind die Zentren in Tennessee und Mississippi. Nike beschäftigt weltweit rund 77.800 Mitarbeiter.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros

(END) Dow Jones Newswires

January 27, 2026 01:45 ET (06:45 GMT)

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