DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
DEUTSCHE BANK - Die Deutsche Bank hat sich mit einem von sechs ehemaligen Investmentbankern, die das Institut auf Schadenersatz verklagen, außergerichtlich einigen können. Bei dem Banker handelt es sich um Michele Foresti, der in London eine Klage eingereicht hatte. Das bestätigten die Bank sowie die Anwälte des Klägers gegenüber dem Handelsblatt. Die Parteien hätten alle Forderungen und Vorwürfe, die Michele Foresti zuvor gegen die Deutsche Bank und ihre Mitarbeiter erhoben habe, vertraulich beigelegt, teilten ein Sprecher der Bank sowie ein Sprecher von Forestis Londoner Anwaltskanzlei Withers in fast gleichlautenden Stellungnahmen mit. Zur Höhe der Vergleichssumme machte keine der beiden Seiten Angaben. Die Deutsche Bank stellte aber klar, dass die Einigung "weder finanzielle Auswirkungen auf das Jahr 2026" habe, noch eine nachträgliche Belastung für das Ergebnis 2025 darstelle. Anders gesagt: die Bank hat ausreichend hohe Rückstellungen für diesen Rechtsstreit gebildet. (Handelsblatt)
MISTRAL - Das französische KI-Start-up Mistral hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr verzwanzigfacht. Es profitiert von der Nachfrage europäischer Unternehmen und Regierungen nach Alternativen zu US-amerikanischen Technologieunternehmen. Arthur Mensch, Mitbegründer und CEO von Mistral, sagte der Financial Times, dass die annualisierte Umsatzrate - ein Maß für den Umsatz des Vormonats multipliziert mit 12 - "über 400 Millionen Dollar" liege, verglichen mit nur 20 Millionen Dollar vor einem Jahr. Er sagte, dass das in Paris ansässige Unternehmen, das im vergangenen Jahr mit fast 12 Milliarden Euro bewertet wurde, auf dem besten Weg sei, bis zum Jahresende einen Jahresumsatz von über 1 Milliarde Dollar zu erzielen, nachdem Mistral seine Bemühungen verstärkt habe, die Zahl seiner Großkunden auf über 100 zu erhöhen. (Financial Times)
MTU - Der Triebwerkshersteller MTU drängt auf eine politische Einigung für den Bau eines europäischen Kampfflugzeugs und unterstützt auch den Vorschlag, zwei Jets herzustellen. "Die Zeit drängt, es muss zügig eine Entscheidung geben", sagte der MTU-Vorstandsvorsitzende Johannes Bussmann der Süddeutschen Zeitung. Es gehe um die Verteidigungsfähigkeit Europas. "Wir brauchen ein europäisches Kampfflugzeug", so Bussmann. Der Eurofighter allein werde nicht die Zukunft sein. Die Alternative wäre, weitere Kampfjets vom Typ F35 in den USA zu bestellen. Aber eine solche Abhängigkeit sei "in dieser neuen Welt gefährlich". Zuletzt gab es um das Kampfflieger-Projekt FCAS erheblichen Streit. (Süddeutsche Zeitung)
UNIVERSAL - Die 775 Millionen Dollar schwere Übernahme von Downtown Music durch die Universal Music Group soll laut Financial Times noch diese Woche von der EU genehmigt werden. Unabhängige Labels und Handelsverbände hatten sich dafür eingesetzt, dass die EU die Übernahme des unabhängigen Musikdienstleisters überprüft und blockiert, da dies die Dominanz von Universal in der Musikindustrie weiter stärken würde. Die Europäische Kommission, die für das EU-Wettbewerbsrecht zuständig ist, leitete im Juli eine Untersuchung des im Dezember 2024 angekündigten Deals ein. Sie befürchtete, dass die Übernahme den Wettbewerb einschränken würde, da Universal dadurch Zugang zu wirtschaftlich sensiblen Daten konkurrierender Labels erhalten würde. In Gesprächen mit der Kommission bot Universal an, Teile des Geschäfts von Downtown im Zusammenhang mit Lizenzgebühren zu verkaufen, wie die Financial Times unter Berufung auf Informanten berichtete. Weitere Abhilfemaßnahmen werden nicht angekündigt. Die Kommission und Universal lehnten eine Stellungnahme ab. (Financial Times)
ROLAND BERGER - Die Managementberatung Roland Berger und Aleph-Alpha-Gründer Jonas Andrulis starten eine gemeinsame Firma. "In der Industrie herrscht große Frustration, weil Künstliche Intelligenz (KI) hinter den Erwartungen zurückbleibt", sagte Andrulis dem Handelsblatt. Das noch namenlose Start-up solle eine "kollaborative KI" entwickeln, die "besser mit Experten zusammenarbeitet". Roland Berger investiert einen zweistelligen Millionenbetrag. Gemeinsam wolle man dazu beitragen, Unternehmen digital souveräner aufzustellen, sagte Roland-Berger-Chef Stefan Schaible. (Handelsblatt)
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February 12, 2026 00:35 ET (05:35 GMT)
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