DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
FEIERTAGSHINWEIS
MONTAG: In Seoul bleiben die Börsen wegen des Feiertages "Tag der Unabhängigkeitsbewegung" geschlossen.
TAGESTHEMA
Die Inflation in Deutschland dürfte im Februar in Deutschland im Bereich des Ziels der EZB von 2 Prozent geblieben sein. Volkswirte rechnen damit, dass der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent gestiegen ist und auf Jahressicht bei 2,1 (Januar: 2,1) Prozent liegt. Für den nationalen Verbraucherpreisindex werden Raten von 0,3 und 2,0 (2,1) Prozent prognostiziert. Preisdaten aus sechs Bundesländern werden um 10.00 Uhr veröffentlicht, sie dürften auch Rückschlüsse auf die Entwicklung der Kernteuerung zulassen, die im Januar bei 2,5 Prozent gelegen hatte. Die Bundesbank rechnet damit, dass die Kerninflation zunächst erhöht bleiben wird, weil die Dienstleistungspreise weiterhin dynamisch steigen, insbesondere die administrierten Preise im Gesundheitswesen und in der Altenpflege. Dagegen dürften sich Industriegüter ohne Energie nach Einschätzung der Bundesbank nur wenig verteuern. Die Energiepreise dürften demnach trotz des jüngsten Anstiegs, auch aufgrund von Basiseffekten aus dem Vorjahr, vorerst weiterhin die Gesamtrate dämpfen.
AUSBLICK UNTERNEHMEN
DELIVERY HERO (7:30)
Nachfolgend die Konsensschätzungen für das Gesamtjahr 2025 (in Millionen Euro, Marge in Prozent):
PROG PROG PROG GESAMTJAHR Gj25 ggVj Zahl Gj24 GMV 49.534 +2% 13 48.754 Umsatz 14.923 +17% 13 12.796 EBITDA bereinigt 911 +32% 14 693 EBITDA-Marge ber. (GMV) 1,8 -- -- 1,4
Weitere Termine
06:30 CH/Holcim Ltd, Jahresergebnis (11:00 Analystenkonferenz)
06:55 DE/Alzchem Group AG, Jahresergebnis und Geschäftsbericht (10:00 Telefonkonferenz)
07:00 CH/Swiss Re Group, Jahresergebnis (14:00 Analystenkonferenz)
07:00 DE/BASF SE, ausführliches Jahresergebnis (09:00 Analystenkonferenz, 10:30 BI-PK)
08:00 ES/IAG, Jahresergebnis
10:00 DE/TKMS AG & Co. KGaA, HV
DIVIDENDENABSCHLAG
(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)
Siemens Energy 0,70 EUR
AUSBLICK KONJUNKTUR
-DE
08:00 Import-/Exportpreise Januar
Importpreise
PROGNOSE: +0,6% gg Vm/-2,8% gg Vj
zuvor: -0,1% gg Vm/-2,3% gg Vj
-FR
08:45 Verbraucherpreise (vorläufig) Februar
PROGNOSE: +0,7% gg Vj
zuvor: +0,3% gg Vj
HVPI
PROGNOSE: +0,7% gg Vj
zuvor: +0,4% gg Vj
-DE
09:55 Arbeitsmarktdaten Februar
Arbeitslosenzahl saisonbereinigt
PROGNOSE: +5.000 gg Vm
zuvor: unv. gg Vm
Arbeitslosenquote saisonbereinigt
PROGNOSE: 6,3%
zuvor: 6,3%
-CH
09:00 BIP 4Q
PROGNOSE: k.A.
zuvor: -0,5% gg Vq
-ES
09:00 HVPI und Verbraucherpreise (vorläufig) Februar
HVPI
PROGNOSE: +2,3% gg Vj
zuvor: +2,4% gg Vj
-DE
14:00 Verbraucherpreise (vorläufig) Februar
PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+2,0% gg Vj
zuvor: +0,1% gg Vm/+2,1% gg Vj
HVPI
PROGNOSE: +0,5% gg Vm/+2,1% gg Vj
zuvor: -0,1% gg Vm/+2,1% gg Vj
-US
14:30 Erzeugerpreise Januar
PROGNOSE: +0,3% gg Vm
zuvor: +0,5% gg Vm
Kernrate (ohne Nahrungsmittel und Energie)
PROGNOSE: +0,3% gg Vm
zuvor: +0,7% gg Vm
15:45 Index Einkaufsmanager Chicago Februar
PROGNOSE: 52,5
zuvor: 54,0
16:00 Bauausgaben November/Dezember
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
Oktober: +0,5% gg Vm
ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES
Aktuell: Index zuletzt +/- % DAX Futures 25.295,00 -0,1 E-Mini-Future S&P-500 6.896,00 -0,4 E-Mini-Future Nasdaq-100 25.006,50 -0,3 Topix (Tokio) 3.934,48 +1,4 Hang-Seng (Hongk.) 26.634,05 +1,0 Shanghai-Comp. 4.159,65 +0,3 Donnerstag: Index zuletzt +/- % DAX 25.289,02 +0,5 DAX-Future 25.377,00 +0,7 XDAX 25.340,98 +0,2 MDAX 31.452,62 +0,1 TecDAX 3.754,52 +0,2 SDAX 18.079,94 +0,7 Euro-Stoxx-50 6.161,56 -0,2 Stoxx-50 5.287,23 -0,2 Dow-Jones 49.499,20 +0,0 S&P-500 6.908,86 -0,5 Nasdaq Composite 22.878,38 -1,2
FINANZMÄRKTE
EUROPA
Ausblick: Die europäischen Aktienmärkte werden zum Wochenschluss in der Seitwärtsspanne der vergangenen Tage erwartet. Für den DAX zeichnet sich ein Start bei 25.320 Zählern ab, nach einem Schluss bei 25.289 Punkten. Während die europäischen Indizes am Vortag neue Hochs erreichten, fehlen dem DAX noch rund 200 Punkte. Entscheidend für den Tag könnte werden, ob es Neuigkeiten von den Gesprächen in Genf gibt, wo die USA und der Iran wohl weiter verhandeln. Der vermittelnde omanische Außenminister sagte, die Verhandlungen auf Expertenebene würden nächste Woche in Wien fortgesetzt. Dies habe die Sorgen über eine bevorstehende US-Militäraktion zerstreut, so die Analysten von ANZ Research. Bei den Ölpreisen tut sich aktuell erneut wenig. Die Berichtssaison schaltet derweil einen Gang zurück.
Rückblick: Knapp behauptet - Der Euro-Stoxx-50 erreichte im Handelsverlauf ein Rekordhoch, bevor er wieder etwas zurückkam. Schwach lagen die vortags noch sehr festen Rohstoffaktien im Markt mit einem Minus von 3 Prozent. Auch Telekomaktien wurden gegeben (-1,8%). Starke Geschäftszahlen schickten London Stock Exchange um 9,1 Prozent nach oben. Die Gewinne lagen laut der Deutschen Bank 3 Prozent über der Erwartung. Für die Aktien der Zementhersteller wie Heidelberg Materials (-5%), Holcim (-3,8%) oder Buzzi (-2,0%) ging es nach unten. Im Handel wurde auf einen Bericht in "Il Sole 24 Ore" verwiesen, wonach Italien und weitere EU-Länder die Aussetzung und Überarbeitung des Systems zum Schutz der industriellen Wettbewerbsfähigkeit fordern. Mit Blick auf die verschiedenen Branchen werten Analysten eine Aufweichung der Regeln für die Zementhersteller als eher negativ. Engie stiegen um 7,2 Prozent, nachdem der Energiekonzern seinen Ausblick für 2026 angehoben und für die kommenden Jahre ein Gewinnwachstum in Aussicht gestellt hatte. Grund ist die 14,2 Milliarden Dollar schwere Übernahme von UK Power Networks.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Etwas fester - Die Allianz-Aktie kletterte nach der Vorlage erwartungsgemäß ausgefallener Ergebnisse sowie der Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms um 0,8 Prozent. Munich Re hat das eigene Gewinnziel im vergangenen Jahr trotz eines leicht schwächeren Schlussquartals übertroffen und bestätigte den Ausblick. Für die Vertragserneuerungsrunde im Januar meldete der Rückversicherer aber weiter sinkende Preise. Der Kurs gab um 0,7 Prozent nach. Die Viertquartalszahlen der Deutschen Telekom fielen etwas besser als erwartet aus, dagegen konnte der Ausblick für den Freien Cashflow nicht ganz überzeugen. Die Aktie verlor 2,2 Prozent. Die Quartalszahlen von Scout24 (-0,4%) wie auch der Ausblick entsprachen laut JP Morgan in etwa den Erwartungen. Aixtron knickten nach dem Zahlenausweis zu Beginn um über 10 Prozent ein, die Aktie schloss aber 5,5 Prozent im Plus. Die DZ Bank geht davon aus, dass es im Zuge des geplanten breiten Hochlaufs von Nvidias 800V-DC-Power-Architektur in KI-Rechenzentren bereits im zweiten Halbjahr 2026 steigende Bestellungen für Aixtron-Anlagen geben wird. Freenet brachen nach Zahlen unter den Konsensschätzungen um 13,9 Prozent ein. Bei Kion (-10,7%) enttäuschte der Ausblick. Hensoldt verbilligten sich um 4,3 Prozent. Die Zahlen von Puma für das vierte Quartal fielen besser als erwartet aus, die Aktie gewann 4,8 Prozent.
XETRA-NACHBÖRSE
Der Kurs der Bayer-Aktie zeigte sich unbeeindruckt von ermutigenden Ergebnissen einer Studie zu einer Prostatakrebstherapie des Unternehmens. Koenig & Bauer reagierten ebenso kaum auf die vorläufigen Zahlen des Druckmaschinenherstellers.
USA - AKTIEN
Leichter - Im Fokus standen die Geschäftszahlen von Nvidia und deren Einordnung. Die KI-Ikone erzielte einen Gewinnsprung und einen Rekordumsatz und schnitt klar über den Erwartungen ab und überzeugte auch mit dem Ausblick. Sorgen wegen einer möglichen KI-Blase konnte das Unternehmen trotzdem nicht zerstreuen. Für die Aktie ging es sogar um 5,5 Prozent abwärts, ungeachtet positiver Kommentare von Analystenseite. Teils wurden im Handel fehlende Aussagen von Nvidia zum Geschäft in China als Schwachpunkt gesehen. Die Quartalszahlen des SAP-Konkurrenten Salesforce.com fielen zwar besser als erwartet aus, der Ausblick blieb auf der Umsatzseite aber unter der Markterwartung. Die Aktie legte dennoch um 4 Prozent zu, nachdem Papiere aus der Softwarebranche zuletzt unter Bedenken über negative KI-Auswirkungen gelitten hatten. Nutanix stiegen um 4,1 Prozent. Das Cloud-Computing-Unternehmen hat sich mit AMD für ein 250-Millionen-Dollar-Projekt zusammengetan, um eine Infrastrukturplattform zur Unterstützung von KI-Anwendungen zu entwickeln. AMD verloren im Nvidia-Sog 3,4 Prozent, Paramount gewannen 10 Prozent, nachdem das Unternehmen inmitten seiner Bemühungen um die Übernahme des Rivalen Warner Bros. Discovery durchwachsene Ergebnisse vorgelegt hatte. Derweil verdichteten sich die Zeichen, dass Paramount doch zum Zug kommen und damit Netflix
ausstechen dürfte. Netflix gewannen 2,3 Prozent.
USA - ANLEIHEN
Der Anleihemarkt verzeichnete Zulauf angesichts der Verluste an den Aktienmärkten. Die Rendite zehnjähriger Schuldtitel sank um 3 Basispunkte auf 4,01 Prozent.
DEVISENMARKT
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 18:57 EUR/USD 1,1805 +0,1 0,0008 1,1797 1,1808 EUR/JPY 184,05 -0,1 -0,1200 184,1700 184,5900 EUR/CHF 0,9122 -0,1 -0,0007 0,9129 0,9120 EUR/GBP 0,8761 +0,1 0,0011 0,8750 0,8708 USD/JPY 155,9 -0,1 -0,2100 156,1100 156,3300 GBP/USD 1,347 -0,1 -0,0011 1,3481 1,3555 USD/CNY 6,8567 +0,2 0,0158 6,8409 6,8692 USD/CNH 6,8518 +0,1 0,0095 6,8423 6,8539 AUS/USD 0,7121 +0,2 0,0017 0,7104 0,7117 Bitcoin/USD 67.629,95 +0,2 155,73 67.474,22 68.655,05
Der Dollar notierte gut behauptet. Übergeordnet belasteten gleichwohl die Unsicherheit über Zölle und Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank, hieß es. Der Präsident der Atlanta Fed, Raphael Bostic, sagte, der Riss zwischen der Fed und Trump habe begonnen, das Vertrauen in die Unabhängigkeit der Zentralbank zu untergraben.
ROHSTOFFE
METALLE
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 5.194,00 +0,1 7,14 5.186,86 Silber 90,36 +2,3 2,01 88,35 Platin 2.399,24 +5,6 127,04 2.272,20
Der Goldpreis zog leicht an. Die Feinunze verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 5.195 Dollar.
ÖL
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 65,69 +0,7 0,48 65,21 Brent/ICE 71,13 +0,5 0,38 70,75
Bei den Ölpreisemn tat sich erneut wenig, die US-Sorte WTI verbilligte sich um 0,3 Prozent. Eine Lösung des US-iranischen Konflikts würde den Markt dazu veranlassen, schrittweise einen Risikoaufschlag von bis zu 10 Dollar pro Barrel abzubauen, spekulieren die Rohstoffexperten von ING.. "Sollten die Gespräche scheitern, bleibt das Aufwärtsrisiko bestehen, aber der Markt könnte mit einer vollständigen Reaktion warten, bis das Ausmaß möglicher US-Maßnahmen gegen den Iran deutlicher wird", so die Analysten.
MELDUNGEN SEIT DONNERSTAG 17.30 UHR
BASF
Nachfolgend endgültige Zahlen für das vierte Quartal. BASF hatte am 22. Januar bereits vorab berichtet (in Millionen Euro, je Aktie in Euro):
BERICHTET 4. QUARTAL 4Q25 ggVj 4Q24 Umsatz 14.032 -6% 14.863 EBITDA vor Sondereffekten 1.033 -28% 1.434 EBITDA 1.019 -8% 1.109 EBIT vor Sondereffekten 76 -84% 480 EBIT -229 -- -903 Ergebnis vor Steuern 1.073 -- -666 Ergebnis nach Steuern/Dritten 560 -- -786 Ergebnis je Aktie 0,63 -- -0,88
BASF gibt für den operativen Gewinn in diesem Jahr keine eindeutige Richtung vor. Der Chemieriese kündigte ein bereinigtes EBITDA zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro an. Das entspricht in der Mitte der Spanne dem Vorjahresergebnis. Möglich ist also eine Steigerung oder ein Rückgang im Vergleich zu 2025. Analysten hatten in einem von BASF zusammengestellten Konsens zuletzt mit 6,7 Milliarden Euro kalkuliert. Die Aktionäre sollen für 2025 wie im Vorjahr nur die Mindestausschüttung von 2,25 Euro je Aktie erhalten. BASF will nun bis Ende 2026 Kosteneinsparungen von 2,3 statt 2,1 Milliarden Euro realisieren.
BAYER
hat mit einer Kombinationstherapie seines Medikaments Xofigo einen klinischen Studienerfolg bei der Behandlung von Prostatakrebs erzielt.
KOENIG & BAUER
hat auf Basis vorläufiger Zahlen 2025 ein EBIT von 36,6 Millionen Euro erzielt, gegenüber 15,3 Millionen Euro im Vorjahr. Das Unternehmen hatte einen Korridor von 35 bis 50 Millionen in Aussicht gestellt. Der Umsatz stieg um 2,2 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro und traf damit die Prognose punktgenau. Für 2026 werde "eine Fortsetzung der operativen Stabilität" erwartet, teilte das Unternehmen mit.
BOEHRINGER INGELHEIM
hat von der US-Gesundheitsbehörde (FDA) die Zulassung für Hernexeos zur Behandlung von Lungenkrebs erhalten.
ACCENTURE
hat eine mehrjährige Vereinbarung mit dem französischen Startup Mistral AI getroffen. Ziel ist es, Unternehmenskunden bei der Implementierung von KI-Technologie zu unterstützen.
WARNER/PARAMOUNT SKYDANCE/NETFLIX
Paramount Skydance geht als Sieger aus dem Bieterwettstreit um Warner Bros. Discovery hervor. Netflix erklärte, der Streamingdienst werde das jüngste Angebot des von David Ellison geführten Unternehmens für den Hollywood-Studiobetreiber nicht mitgehen. Netflix reagierte damit auf die Entscheidung der Warner-Führung, das Angebot von Paramount in Höhe von 31 Dollar pro Aktie für das gesamte Unternehmen als dem Netflix-Angebot für die Film- und Fernsehstudios von Warner und den Streamingdienst HBO Max überlegen einzustufen.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
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February 27, 2026 01:32 ET (06:32 GMT)
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