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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA

Die Stimmung in der chinesischen Industrie hat sich im März verbessert. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den verarbeitenden Sektor erhöhte sich auf 50,4 (Februar: 49,0). Damit beendete er zwei aufeinanderfolgende Monate der Kontraktion. Ökonomen hatten einen Stand von 50,3 Punkten prognostiziert. Auch in der Dienstleistungsbranche hat sich die Lage im März aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor stieg auf 50,1 (Vormonat: 49,5) Punkte. Ökonomen hatten die Erholung im März weitgehend erwartet, da sich die Geschäftstätigkeit nach den verlängerten Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest, das dieses Jahr im Februar stattfand, normalisierte. Die Daten bieten zudem einen ersten Einblick, wie Unternehmen in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt mit der Nahostkrise umgehen, die das Risiko eines Angebotsschocks erhöht, der Unternehmensmargen und Haushaltsbudgets unter Druck setzen könnte.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

22:15 US/Nike Inc, Ergebnis 3Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  15:45 Index Einkaufsmanager Chicago März 
     PROGNOSE: 55,1 
     zuvor:   57,7 
 
  16:00 Index Verbrauchervertrauen März 
     PROGNOSE: 87,5 
     zuvor:   91,2 
 

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    6.439,25  +0,8 
E-Mini-Future Nasdaq-100  23.317,75  +0,8 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.481,80  +0,3 
Topix-500 (Tokio)      3.530,58  -0,3 
Kospi (Seoul)        5.093,54  -3,2 
Shanghai-Composite      3.916,65  -0,2 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.652,40  -0,4 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Überwiegend mit Abgaben zeigen sich die Börsen. Die Ölpreise bleiben hoch und Aktien der Region stehen wegen des Iran-Kriegs vor ihrem stärksten Monatsrückgang seit 2022. Die Kombination aus Inflations- und Wachstumssorgen lastet auf den Aktienmärkten. Zum Monatsultimo machen Signale der Deeskalation ebenso die Runde wie solche, die an einem schnellen Kriegsende zweifeln lassen. In Japan sinkt der Nikkei-225 angesichts der anhaltenden Sorgen über höhere Energiekosten und eine Knappheit an petrochemischen Produkten wegen des Nahost-Krieges. Gleichwohl sind die Kernverbraucherpreise im Großraum Tokio im März Jahressicht einen Tick geringer als veranschlagt gestiegen. Am Aktienmarkt führen Chip- und Schwerindustriewerte die Verluste der Verlierer an. Die chinesischen Börsen präsentieren sich mit leichten Abgaben. Zu den eher geringen Abgaben passt die positive Stimmung der chinesischen Industrie. Der Kospi in Südkorea kommt deutlicher unter die Räder. Die Wachstumssorgen der exportlastigen Wirtschaft sind hier angesichts des globalen Stagflationsumfeldes ausgeprägter. Australische Aktien machen ihre zu Wochenbeginn erlittenen Verluste teilweise wett. Etwas gestützt werden die Aktienkurse von als taubenhaft interpretierten Aussagen der australischen Zentralbank. Die kann den weiteren Kurs der Geldpolitik nicht mit Sicherheit vorhersagen, nachdem sie die Zinsen in diesem Jahr zweimal angehoben hat.

WALL STREET

INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      45.216,14  +0,1   +49,50    45.166,64 
S&P-500     6.343,72  -0,4   -25,13    6.368,85 
NASDAQ Comp  20.794,64  -0,7  -153,72    20.948,36 
NASDAQ 100   22.953,38  -0,8  -179,39    23.132,77 
 
           Montag  Freitag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,36 Mrd  1,25 Mrd 
Gewinner       1.366    613 
Verlierer      1.391   2.157 
Unverändert       80     63 
 

Leichter - Die widersprüchliche Meldungslage zum Krieg im Nahen Osten machte Erholungsansätze rasch zunichte. US-Präsident Trump äußerte sich zwar zuversichtlich über eine mögliche Verhandlungslösung mit dem Iran. Zugleich schloss er allerdings eine Bodenoffensive nicht aus. Ein Auftritt von US-Notenbankpräsident Jerome Powell bewegte die Märkte kaum. Demnach tendiert die Fed aktuell dazu, die Zinsen stabil zu halten und den Energieschock durch den Krieg im Iran vorerst zu ignorieren. Powell warnte jedoch, dass die Fed nicht untätig bleiben könne, falls steigende Preise im Laufe der Zeit die Inflationserwartungen der Öffentlichkeit verändern sollten. Die Aussicht auf einen längeren Ausfall von Düngemittellieferungen aus Nahost stützte die Aktien von CF Industries (+0,8%) und Nutrien (+1,2%). Eli Lilly gewannen 1 Prozent. Der Pharmakonzern hat ein Abkommen zur Wirkstoffforschung mit InSilico unterzeichnet, einem KI-getriebenen US-Biotechnologieunternehmen. Alcoa stiegen um 8,2 Prozent, nachdem zwei Aluminiumhersteller im Nahen Osten von iranischen Treffern berichtet hatten. Dies schürte die Befürchtung, dass die Versorgung durch den andauernden Konflikt gestört werden könnte - die Preise stiegen. Sysco brachen um 15,3 Prozent ein. Der Großhändler für Gastronomiebedarf übernimmt für 29 Milliarden Dollar Wettbewerber Jetro Restaurant Depot.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,83 -0,08    3,90      3,81 
5 Jahre       3,99 -0,08    4,06      3,96 
10 Jahre      4,35 -0,09    4,42      4,32 
 

Staatsanleihen verzeichneten regen Zulauf. Im Gegenzug fielen die Renditen. Die Sorge, dass die steigenden Ölpreise die Wirtschaft schwächen könnte, drängte die Befürchtung von Zinserhöhungen in den Hintergrund.

DEVISEN

DEVISEN   zuletzt +/- %   00:00    Mo, 09:18 % YTD 
EUR/USD    1,1464  -0,0   1,1465     1,1504  -2,4 
EUR/JPY    182,95  -0,1   183,05     183,74  -0,6 
EUR/GBP    0,8681  -0,1   0,8692     0,8679  -0,4 
USD/JPY    159,57  -0,1   159,72     159,71  +1,9 
USD/KRW   1.534,80  +1,2  1.517,25    1.518,70  +6,6 
USD/CNY    6,9067  -0,1   6,9119     6,9102  -1,2 
USD/CNH    6,9136  -0,0   6,9150     6,9154  -0,9 
USD/HKD    7,8376  +0,0   7,8351     7,8346  +0,7 
AUD/USD    0,6850  -0,0   0,6851     0,6860  +2,7 
NZD/USD    0,5710  -0,2   0,5720     0,5736  -0,8 
BTC/USD  67.666,52  +1,6 66.593,32    67.343,09 -22,8 
 

Der Dollar war angesichts der Entwicklungen im Nahost-Krieg als Fluchtwährung gesucht. Der Dollarindex stieg um 0,4 Prozent.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle   zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold    4.570,21  +1,3   59,98    4.510,24 
Silber     72,25  +3,2    2,27      69,98 
Platin   1.915,35  +0,8   15,85    1.899,50 
 

Gold profitierte anfangs von den deutlich gesunkenen Anleiherenditen, gab aber die Gewinne im Verlauf weitgehend wieder ab. Belastend wirkte der festere Dollar, der das Edelmetall für Käufer aus dem Nicht-Dollarraum verteuerte. Die Feinunze zeigte sich zuletzt kaum verändert bei 4.495 Dollar.

ÖL

ROHÖL    zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex   102,64  -0,2   -0,24     102,88 
Brent/ICE   112,83  +0,0    0,05     112,78 
 

Die Ölpreise zogen mit den widersprüchlichen Nachrichten zum Iran-Krieg wieder an. Dabei legte die US-Sorte WTI sogar deutlicher zu als die Nordseesorte Brent. In den Wochen seit Beginn des Krieges war es umgekehrt gewesen. Das Barrel WTI verteuerte sich um 3,3 Prozent auf 102,88 Dollar. Der Kontrakt für Brent zur Lieferung im Mai tendierte an seinem vorletzten Handelsgut gut behauptet. Gleichwohl bewegte sich der Brentpreis mit gut 113 Dollar je Barrel nicht weit entfernt von seinem Höchststand seit dem Ausbruch des Iran-Krieges von knapp 120 Dollar. Der ab Mittwoch marktführende Juni-Kontrakt legte bei lebhafteren Umsätzen um 2,6 Prozent zu auf 108,01 Dollar.

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

IRANKRIEG

US-Präsident Trump hat seinen Beratern mitgeteilt, dass er bereit sei, die US-Militärkampagne gegen den Iran zu beenden, auch wenn die Straße von Hormus weitgehend geschlossen bleibe. Dies sagten Vertreter der US-Regierung. Sollte es zu einem solchen Schritt kommen, dürfte sich die feste Kontrolle Teherans über die Wasserstraße verlängern, während sich eine komplexe Operation zu deren Wiedereröffnung auf einen späteren Zeitpunkt verschiebt.

US-NOTENBANK

Der Iran-Krieg wird nach Meinung eines ranghohen Vertreters der US-Notenbank in den kommenden Monaten wahrscheinlich die Inflation weiter anheizen. John Williams, Präsident der New Yorker Fed, deutete jedoch an, dass das aktuelle Leitzinsniveau der Federal Reserve Spielraum verschafft, zunächst abzuwarten, ob dieser Druck andauert.

KOMJUNKTUR JAPAN

Arbeitslosenquote Feb 2,6% (PROG: 2,7%)

Industrieproduktion Feb -2,1% (PROG: -2,0%) gg Vm

Einzelhandelsumsatz Supermärkte Feb +1,8% gg Vj

Einzelhandelsumsatz Feb -0,2% gg Vorjahr

INFLATION JAPAN

Die Inflation im Großraum Tokio ist im März entgegen den Erwartungen etwas gesunken. Die Verbraucherpreise stiegen ohne frische Nahrungsmittel mit einer Jahresrate von 1,7 (Februar: 1,8) Prozent. Analysten hatten eine unveränderte Inflationsrate erwartet. Die Zahlen für Tokio gelten als Frühindikator für landesweite Trends. Die Bank of Japan hatte am Montag erklärt, dass dem Aufwärtsdruck bei der Inflation Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Der Grund dafür sei, dass japanische Unternehmen in ihrem Lohn- und Preissetzungsverhalten aktiver geworden seien.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros/flf

(END) Dow Jones Newswires

March 31, 2026 02:05 ET (06:05 GMT)

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Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

Denn von einem dauerhaft höheren Energiepreisniveau profitieren nicht nur Öl- und Gasunternehmen. Auch Versorger, erneuerbare Energien sowie ausgewählte Rohstoff- und Agrarwerte rücken in den Fokus. In diesem Umfeld könnten gezielt ausgewählte Unternehmen überdurchschnittlich profitieren – unabhängig davon, ob die Krise anhält oder nicht.

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