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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

FEIERTAGSHINWEIS

MONTAG: In Sydney ruht der Börsenhandel wegen des Geburtstags des Königs (King's Birthday).

TAGESTHEMA I

Die Ratingagentur Fitch hat ihre Wachstumsprognosen gesenkt und erhöhte gleichzeitig ihren Ausblick für die Rohölpreise für das laufende Jahr. Fitch erwartet nun, dass die Weltwirtschaft in diesem Jahr um 2,4 Prozent wachsen wird, 0,2 Prozentpunkte weniger als zuvor prognostiziert. Als Grund nannte sie die inflationären Auswirkungen höherer Energiekosten und die anhaltenden Lieferunterbrechungen. Fitch hob die Prognose für den Durchschnittspreis von Brent-Rohöl für 2026 auf 87 von 70 Dollar an.

TAGESTHEMA II

Das US-Stellenwachstum dürfte sich im Mai spürbar verlangsamt haben. Ökonomen erwarten ein Jobwachstum von 80.000 (Vormonat: 115.000) und eine stabile Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent. Bei den durchschnittlichen Stundenlöhnen wird ein Plus von 0,3 (0,2) Prozent auf Monats- und eine Steigerung um 3,4 (3,6) Prozent auf Jahressicht vorausgesagt. Ein Zuwachs von lediglich 80.000 Stellen würde eine deutliche Abkühlung signalisieren, nachdem das Beschäftigungswachstum im März und April überraschend kräftig ausgefallen war. Dieser Rückgang wird vor allem auf das Auslaufen positiver Sondereffekte wie günstige Witterungsbedingungen und ungewöhnlich starke Zuwächse im Bereich Logistik zurückgeführt, die die Vormonate gestützt hatten. Nach Ansicht von Experten bessert sich die Beschäftigungslage in den USA ohnehin weiterhin nur vordergründig. Die lebhaftere Entwicklung im März und April, gemessen an der Erhebung in den Betriebsstätten, zeige keine breite wirtschaftliche Dynamik an. So entfiel knapp die Hälfte der 300.000 in beiden Monaten neu geschaffenen Stellen allein auf den Gesundheitssektor.

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 Arbeitsmarktdaten Mai 
     Beschäftigung ex Agrar 
     PROGNOSE: +80.000 gg Vm 
     zuvor:   +115.000 gg Vm 
     Arbeitslosenquote 
     PROGNOSE: 4,3% 
     zuvor:   4,3% 
     durchschnittliche Stundenlöhne 
     PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+3,4% gg Vj 
     zuvor:   +0,2% gg Vm/+3,6% gg Vj 
 

ÜBERSICHT INDIZES

zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.564,25  -0,5 
E-Mini-Future Nasdaq-100  30.207,75  -0,9 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.623,50  -0,7 
Topix-500 (Tokio)      3.957,22  +0,1 
Kospi (Seoul)        8.239,13  -4,6 
Shanghai-Composite      4.043,95  -0,3 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.985,30  -1,1 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Schwächer - Die Gewinnmitnahmen insbesondere bei Chipaktien und Papieren von Unternehmen, die im Zuge der KI-Rally deutlich zulegten, verstetigen sich. Am besten lässt sich das im südkoreanischen Seoul ablesen, wo der als besonders technologielastige Leitindex Kospi stark fällt. In Japan bremsen auch zunehmende Spekulationen, dass die Notenbank des Landes bei ihrem Treffen Mitte des Monats die Zinsen anheben dürfte. Dazu trägt auch ein im Mai beschleunigtes Wachstum der Löhne bei. Leichter Gegenwind kommt von der Geopolitik. Nachdem Israel und Libanon zuletzt eine Waffenruhe vereinbarten, gibt es wieder Nachrichten über gegenseitigen Beschuss mit der proirainischen Hisbollah-Miliz im Libanon. Bei den Ölpreisen herrscht gleichwohl Ruhe, sie bewegen sich nach dem jüngsten Rückgang kaum. Unter den Einzelwerten knicken in Seoul die Highflyer-Aktien Samsung Electronis um 6,4 Prozent und SK Hynix um 8,4 Prozent ein. Laut Händlern tragen zu den Gewinnmitnahmen Aussagen des Arbeitsministers bei, wonach die größten Technologieunternehmen des Landes mehr von ihren KI-Gewinnen mit Zulieferern, Subunternehmern und Arbeitnehmern teilen sollten. In Tokio weisen Aktien wie Advantest, Sumco, Ibiden, Rohm oder Renesas größere Verluste auf. In Hongkong geben die Halbleiteraktien SMIC um 3,9 und Hua Hong um 5,0 Prozent nach, in Taipeh kommen TSMC um 1,1 Prozent zurück, obwohl der Unternehmenschef auf der Hauptversammlung am Vortag viel Optimismus hinsichtlich der Geschäftsperspektiven verbreitete. Als globalen Belastungsfaktor für Aktien aus dem Technologiesegment sehen Marktbeobachter auch den anstehenden Börsengang von Elon Muks SpaceX sowie die angekündigte Kapitalerhöhung von Meta. In beiden Fällen wollen die Unternehmen rund 80 Milliarden Dollar einsammeln. Um dafür Platz zu schaffen, dürften viele Akteure Platz in ihren Portfolios schaffen, mithin Aktien verkaufen müssen, heißt es.

WALL STREET

INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          51.561,93  +1,7  +874,86    50.687,07 
S&P-500         7.584,31  +0,4   +30,63    7.553,68 
NASDAQ Comp      26.830,96  -0,1   -23,02    26.853,98 
NASDAQ 100       30.407,81  -0,5  -163,43    30.571,24 
 
           Donnerstag Mittwoch 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,24 Mrd  1,33 Mrd 
Gewinner       1.922     678 
Verlierer        823    2.100 
Unverändert       98     64 
 

Uneinheitlich - Die Aktienkurse erholten sich im Tagesverlauf deutlich von ihren Tagestiefs oder drehten sogar ins Plus. Stützend wirkten wieder verstärkte Hoffnungen auf ein Abkommen zur Beendigung des Iran-Krieges. Im Technologiesektor kam es allerdings zu Gewinnmitnahmen, auch, nachdem Broadcom mit seiner Umsatzprognose mit den Erwartungen nicht Schritt halten konnte, während zugleich die Quartalszahlen gut ausgefallen waren. Der Broadcom-Kurs brach um 12,6 Prozent ein. Im Sog verbilligten sich AMD um 3,6, Micron um 7,6 und Sandisk um 3,9 Prozent. Nvidia legten unterdessen um 2 Prozent zu. Gewinnmitnahmen drückten auch CrowdStrike um 3,8 Prozent, nachdem die Quartalszahlen des Cybersicherheitsunternehmens die Erwartungen knapp übertroffen hatten. PVH brachen um gut 20 Prozent ein. Der Eigentümer von Tommy Hilfiger und Calvin Klein hatte die Jahresumsatzprognose gesenkt. Das Quantencomputer-Unternehmen Quantinuum feierte in dem negativen Umfeld für Technologiewerte ein eher verhaltenes Börsendebüt. Der erste Kurs lag mit 68 Dollar über dem Ausgabepreis von 60 Dollar. Zur Schlussglocke notierten die Titel bei 60,36 Dollar.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,05 -0,03    4,08      4,02 
5 Jahre           4,19 -0,02    4,21      4,16 
10 Jahre          4,48 -0,01    4,50      4,45 
 

Sinkende Ölpreise linderten Inflationsängste und ließen die Anleiherenditen leicht nachgeben. Die Zehnjahresrendite fiel um 1 Basispunkt auf 4,48 Prozent.

DEVISEN

zuletzt +/- %   00:00    Do, 9:24 % YTD 
EUR/USD     1,1614  +0,0   1,1609     1,1607  -1,1 
EUR/JPY     185,78  0,0   185,78     185,59  +1,0 
EUR/GBP     0,8649  +0,0   0,8646     0,8646  -0,8 
USD/JPY     159,95  -0,0   160,01     159,87  +2,1 
USD/KRW    1.541,90  +0,7  1.531,88    1.534,50  +7,0 
USD/CNY     6,7752  +0,0   6,7735     6,7747  -3,1 
USD/CNH     6,7754  -0,0   6,7766     6,7753  -2,9 
USD/HKD     7,8324  -0,0   7,8344     7,8362  +0,7 
AUD/USD     0,7120  -0,2   0,7133     0,7134  +6,7 
NZD/USD     0,5864  -0,0   0,5866     0,5867  +1,9 
BTC/USD    62.146,45  -2,3 63.588,57    63.542,99 -29,1 
 
 

Beim Dollar tat sich wenig, der Dollarindex gab um 0,1 Prozent nach.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold   4.437,55  -0,8   -36,34    4.473,89 
Silber   72,09  -2,4   -1,78      73,87 
Platin  1.876,25  -1,3   -24,00    1.900,25 
 

Niedrigere Marktzinsen und der etwas leichterer Dollar erhöhten die Attraktivität des zinslos gehaltenen Goldes. Der Preis für die Feinunze stieg um 1 Prozent auf 4.478 Dollar.

ÖL

zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex   93,08  +0,0    0,04      93,04 
Brent/ICE   95,37  +0,4    0,34      95,03 
 

Wieder aufkeimende Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs angesichts der zwischen Israel und dem Libanon vereinbarten Waffenruhe ließen die Ölpreise zurückkommen. Der Preis für das Barrel Brentöl fiel um etwa 2,5 Prozent auf 95,50 Dollar.

MELDUNGEN SEIT DONNERSTAG 20.00 UHR

INDIEN - Geldpolitik

Indiens Zentralbank hat die Zinsen stabil bei 5,25 Prozent gehalten und damit ihre Zinspause fortgesetzt. Sie will zunächst die Auswirkungen des Nahost-Konflikts auf die Währung und die Wirtschaft des Landes abwarten. Die RBI stimmte zudem für die Beibehaltung eines neutralen geldpolitischen Kurses.

INDONESIEN - Wirtschaftspolitik

Der indonesische Staatsfonds hat versucht, Bedenken des Marktes wegen eines Regierungsplans zur Zentralisierung von Rohstoffexporten zu zerstreuen. Die Initiative werde auf verantwortungsvolle Weise umgesetzt, hieß es. Indonesien plant, die Aufsicht über die Exporte strategischer Rohstoffe durch die Schaffung einer staatlich unterstützten Einrichtung zu verschärfen, die die Exporte von Produkten wie Palmöl, Kohle und Ferrolegierungen zentralisieren soll.

JAPAN - Konjunktur

Die Ausgaben der privaten japanischen Haushalte lagen im April 0,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Ökonomen hatten einen Rückgang um 1,5 Prozent geschätzt.

JAPAN - Währungspolitik

Japan will laut Premierministerin Sanae Takaichi die Glaubwürdigkeit des Yen durch eine Stärkung seiner Wirtschaft verteidigen. "Die Wirtschafts- und Fiskalpolitik, die ich verfolge, zielt nicht darauf ab, die Devisenkurse zu steuern", sagte Takaichi vor dem Parlament. Ihre Politik ziele darauf ab, die inländischen Investitionen zu erhöhen, Japans Lieferketten zu stärken und das Wachstumspotenzial zu steigern.

PHILIPPINEN

Die Verbraucherpeise lagen im Mai 6,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Ökonomen hatten 7,6 Prozent geschätzt. In der Kernrate betrug der Anstieg 2,2 Prozent.

USA - Geldpolitik

Der Präsident der Federal Reserve von Kansas City, Jeff Schmid, hat seine Ansicht bekräftigt, dass die Inflation zu hoch ist und die Fed die Wahl habe, die Zinsen anzuheben oder sie stabil zu halten.

USA - Wirtschaftspolitik

Hochrangige Vertreter der US-Administration haben nach Angaben von Insidern über eine Staatsbeteiligung an großen Unternehmen der Künstlichen Intelligenz (KI) diskutiert. Die Idee hatte OpenAI-CEO Sam Altman der Regierung im vergangenen Jahr vorgeschlagen. Die US-Regierung könnte nach einem solchen Schritt an den potenziellen wirtschaftlichen Gewinnen der sich rasant entwickelnden Technologie teilhaben, den KI-Unternehmen eine Art Gütesiegel verleihen und möglicherweise auch die wachsende Sorge über die wirtschaftlichen Folgen der KI-Revolution mildern.

LULUEMON

hat die Jahresprognose gesenkt und dies mit neuen Herausforderungen begründet. Dazu zählten ein Anstieg negativer Kommentare über die Marke und eine verhaltene Reaktion auf neue Produkte. Für das zweite Quartal prognostiziert das Unternehmen einen Umsatzrückgang und erwartet nun für das Gesamtjahr einen Umsatzrückgang von bis zu 1 Prozent. Zuvor war eine Zunahme von 2 bis 4 Prozent in Aussicht gestellt worden. Auch die Gewinnprognose wurde gesenkt auf 10,95 bis 11,15 von 12,10 bis 12,30 Dollar je Aktie. Im ersten Geschäftsquartal stieg der Umsatz und übertraf die Erwartungen. Der Gewinn belief sich auf 195 (Vorjahr: 314,6) Millionen Dollar oder 1,69 Dollar je Aktie. Analysten hatten 1,68 Dollar erwartet. Der Umsatz stieg um 4 Prozent auf 2,47 Milliarden Dollar, verglichen mit Analystenschätzungen von 2,43 Milliarden Dollar.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros/gos

(END) Dow Jones Newswires

June 05, 2026 02:07 ET (06:07 GMT)

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Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

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