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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA

Micron Technology hat im dritten Geschäftsquartal dank der ungebrochen starken Nachfrage nach ihren Speicherchips den Umsatz mehr als vervierfacht. Das Unternehmen meldete einen Quartalsgewinn von 28,24 Milliarden Dollar oder 24,67 Dollar je Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn 1,89 Milliarden Dollar oder 1,68 Dollar je Aktie betragen. Bereinigt um Sondereffekte wies Micron einen Gewinn von 25,11 Dollar je Aktie aus. Analysten hatten mit 20,86 Dollar je Aktie gerechnet. Der Umsatz schnellte auf 41,46 Milliarden Dollar in die Höhe von 9,3 Milliarden Dollar im Vorjahr. Damit übertraf er die Analystenerwartungen von 35,91 Milliarden Dollar deutlich. Micron profitiert von einer branchenweiten Knappheit an Speichertechnologie, einer wichtigen Komponente für KI-Hardware. Das Unternehmen unterzeichnete diese Woche eine langfristige Liefervereinbarung mit Anthropic und investierte in das KI-Labor, obwohl keine finanziellen Bedingungen genannt wurden. Für das laufende vierte Quartal prognostiziert das Unternehmen einen bereinigten Gewinn zwischen 30 und 32 Dollar pro Aktie bei einem Umsatz zwischen 49 Milliarden und 51 Milliarden Dollar. Analysten erwarten einen bereinigten Gewinn von 25,72 Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von 43,58 Milliarden Dollar. Die Aktie legte nachbörslich um über 16 Prozent zu.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

Keine relevanten Termine angekündigt.

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Mai 
     PROGNOSE: -4,0% gg Vm 
     zuvor:  +7,9% gg Vm 
 
  14:30 BIP (3. Veröffentlichung) 1Q 
     annualisiert 
     PROGNOSE:  +1,7% gg Vq 
     2. Veröff.: +1,6% gg Vq 
     4. Quartal: +0,5% gg Vq 
     BIP-Deflator 
     PROGNOSE:  +3,5% gg Vq 
     2. Veröff.: +3,5% gg Vq 
     4. Quartal: +3,7% gg Vq 
 
  14:30 Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) Mai 
 
  14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
     PROGNOSE: 223.000 
     zuvor:  226.000 
 
  14:30 Persönliche Ausgaben und Einkommen Mai 
     Ausgaben / Einkommen 
     PROGNOSE: +0,6% gg Vm/+0,4% gg Vm 
     zuvor:   +0,5% gg Vm/ 0,0% gg Vm 
     PCE-Preisindex / Gesamtrate 
     PROGNOSE: +0,5% gg Vm/+4,1% gg Vj 
     zuvor:   +0,4% gg Vm/+3,8% gg Vj 
     PCE-Preisindex / Kernrate 
     PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+3,4% gg Vj 
     zuvor:   +0,2% gg Vm/+3,3% gg Vj 
 

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.472,00  +0,6 
E-Mini-Future Nasdaq-100  30.090,25  +2,0 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.749,70  -0,7 
Nikkei-225         72.390,60  +4,6 
Topix-500 (Tokio)      4.028,46  +1,6 
Kospi (Seoul)        8.959,95  +5,8 
Shanghai-Composite      4.114,59  +0,1 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 23.022,26  -1,7 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Steilen Kursanstiegen in Südkorea und Japan stehen Verluste in Hongkong und Australien gegenüber. Vor allem der Technologiesektor erhält einen Schub durch sehr starke Geschäftszahlen des US-Halbleiterkonzerns Micron Technology, gepaart sind mit einer beeindruckenden Umsatzprognose. Marktakteure werten den Zahlenausweis als Vertrauensbeweis für das Geschäft mit Künstlicher Intelligenz. Die Zuversicht für den Technologiesektor wird zudem von zwei US-Börsengängen gestärkt. Das südkoreanische Halbleiter-Dickschiff SK Hynix und das japanische Schwergewicht Kioxia Holdings kündigten die Ausgabe von US-Hinterlegungsscheinen an. Eine Rally bei Technologie- und Halbleiterwerten hievt den Nikkei-225 in Japan deutlich nach oben. Damit endet eine zweitägige Durststrecke mit herben Verlusten. Kioxia schnellen mit den Plänen zur Ausgabe von US-Papieren um 8,1 Prozent nach oben. Unter den Technologietiteln ziehen zudem im Gefolge von Micron Kokusai Electric um 8,2 Prozent und Advantest um 13,1 Prozent an. In Südkorea erholt sich der Kospi weiter vom Absturz am Dienstag. SK Hynix ziehen mit den US-Börsenplänen um 12,6 Prozent an, Samsung Electronics um 5,3 Prozent. In Hongkong folgen Technologiewerte ihren Pendants an anderen Börsen nicht. Die People's Bank of China (PBOC) hat angekündigt, am Montag und Dienstag Overnight-Reverse-Repo-Geschäfte durchzuführen. Dies ist Teil der Bemühungen, die kurzfristige Liquidität im Bankensystem besser zu steuern. Analysten hatten dies erwartet. Positive Arbeitsmarktdaten stützen in Australien nicht, sondern wecken eher Zinserhöhungsängste.

WALL STREET

INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          51.848,90  +0,4  +182,06    51.666,84 
S&P-500         7.358,22  -0,1   -7,24    7.365,46 
NASDAQ Comp      25.476,64  -0,4  -110,40    25.587,04 
NASDAQ 100       29.220,06  -0,4  -127,22    29.347,27 
 
           Mittwoch  Dienstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,40 Mrd  1,39 Mrd 
Gewinner        1.500   1.417 
Verlierer        1.270   1.363 
Unverändert        80     67 
 

Knapp behauptet- Zwischenzeitliche Erholungsansätze verpufften rasch, vor allem bei den Technologiewerten. Vor der Veröffentlichung der Geschäftszahlen des Chipkonzerns Micron nach Börsenschluss zögerten Anleger. Denn die Erwartungen an die Zahlen waren hoch und das Enttäuschungspotenzial entsprechend ebenfalls. Micron verloren nach dem Kurseinbruch des Vortags weitere 0,4 Prozent. Intel und Nvidia sanken um 0,3 und 0,6 Prozent. Konjunkturdaten setzten keine Akzente. Unter den Einzelwerten schlossen Fedex knapp behauptet. Der Logistikkonzern hatte für sein viertes Geschäftsquartal Zahlen mit Licht und Schatten vorgelegt. Alphabet (-0,2%) profitierten nicht nachhaltig von der bevorstehenden Aufnahme in den Dow-Jones-Index, wo sie die Aktien von Verizon (-2,2%) ersetzen. Qualcomm (-3,3%) übernimmt das KI-Softwareunternehmen Modular in einem rund 3,9 Milliarden Dollar schweren Aktiendeal. Broadcom schlossen 0,5 Prozent höher. Das Unternehmen liefert Silizium für einen KI-Prozessor von OpenAI.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,15 -0,05    4,21      4,13 
5 Jahre           4,18 -0,08    4,27      4,17 
10 Jahre          4,41 -0,09    4,50      4,40 
 

Die Renditen gaben nach ihrem jüngsten Anstieg deutlicher nach. Die kräftig gesunkenen Energiepreise hätten Inflationssorgen gelindert, erklärten die Analysten der Saxo Bank. Andere Marktteilnehmer verwiesen auf das attraktive Niveau der Renditen, das Käufer angelockt habe.

DEVISEN

DEVISEN         zuletzt +/- %   00:00    Mi, 9:33 % YTD 
EUR/USD          1,1361  +0,0   1,1357     1,1353  -3,3 
EUR/JPY          183,83  +0,0   183,75     183,56  -0,1 
EUR/GBP          0,8622  -0,0   0,8624     0,8604  -1,1 
USD/JPY          161,78  +0,0   161,77     161,67  +3,3 
USD/KRW         1.541,70  -0,0  1.542,22    1.544,60  +7,0 
USD/CNY          6,8057  -0,1   6,8106     6,8042  -2,7 
USD/CNH          6,8094  -0,0   6,8124     6,8090  -2,4 
USD/HKD          7,8396  -0,0   7,8403     7,8400  +0,7 
AUD/USD          0,6891  -0,1   0,6899     0,6903  +3,3 
NZD/USD          0,5643  -0,1   0,5648     0,5650  -2,0 
BTC/USD        61.574,57  +1,1 60.900,91    62.596,24 -29,8 
 

Der Dollar wurde weiter gestützt von der Aussicht auf steigende Zinsen noch im laufenden Jahr. Der Dollarindex stieg um 0,2 Prozent.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          3.988,98  -0,3   -11,44    4.000,42 
Silber           57,24  -0,3   -0,20      57,44 
Platin         1.560,35  -1,1   -17,90    1.578,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Der Goldpreis fiel unter die psychologisch wichtige Marke von 4.000 Dollar. Im späten Handel ermäßigte sich die Feinunze um 3,2 Prozent auf 3.975 Dollar. Neben dem starken Dollar belasteten auch Zinserhöhungsspekulationen das Edelmetall.

ÖL

ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         69,41  -1,3   -0,93      70,34 
Brent/ICE         72,63  -1,5   -1,11      73,74 
 

Die Ölpreise weiteten ihre Verluste aus, nachdem US-Präsident Donald Trump mitgeteilt hatte, der Iran habe den USA erklärt, er verlange oder kassiere keine Gebühren von Schiffen, die die Straße von Hormus befahren. Der Preis für ein Barrel Brent reduzierte sich um gut 5 Prozent auf 73 Dollar. Dass die US-Ölvorräte in der vergangenen Woche stärker abgenommen hatten als erwartet, stützte die Preise nicht.

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

US-BANKENSTRESSTEST

Die großen US-Banken haben die jährlichen Stresstests der US-Notenbank Federal Reserve bestanden. Dieses Ergebnis war weithin erwartet worden, nachdem die Aufsichtsbehörden im vergangenen Jahr damit begonnen hatten, die Szenarien und Modelle der Prüfung im Voraus offenzulegen. Die Fed teilte am Mittwoch mit, dass die Großbanken gut gerüstet seien, um schweren wirtschaftlichen Gegenwind zu überstehen.

ARBEITSMARKT AUSTRALIEN

Die Arbeitslosenquote in Australien ist im Mai gesunken. Die Wirtschaft schuf mehr Arbeitsplätze als erwartet, und das trotz der jüngsten Zinserhöhungen der Zentralbank zur Eindämmung der Inflation. Die Arbeitslosenquote sank im Mai auf 4,4 Prozent von 4,5 Prozent im April. Die Gesamtzahl der Beschäftigten stieg um 40.300, wie das australische Statistikamt am Donnerstag mitteilte. Volkswirte hatten zwar mit einem Rückgang der Arbeitslosenquote gerechnet, aber nur etwa 32.000 zusätzliche Stellen erwartet.Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten stieg im Mai um 5.200, während die Teilzeitbeschäftigung um 35.200 zunahm, wie aus den Daten hervorging.

QUALCOMM

will als umfassende Technologie- und KI-Plattform erheblich stärker wachsen als bislang geplant. Das Halbleiterunternehmen, das bislang vor allem als Chiphersteller für Smartphones bekannt war, plant außerhalb des angestammten Geschäfts nun im Geschäftsjahr 2029 mit Einnahmen von 40 Milliarden US-Dollar - das ist das Doppelte des bisherigen Ziels. Allein die KI-Infrastruktur für Rechenzentren soll bis dahin 15 Milliarden Dollar einbringen.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros/flf

(END) Dow Jones Newswires

June 25, 2026 02:27 ET (06:27 GMT)

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