DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
TAGESTHEMA
Novartis ist im zweiten Quartal auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Der Nettoumsatz belief sich auf 14,41 Milliarden Dollar, entsprechend einem währungsbereinigten Anstieg von 1 Prozent. Das Wachstum bei einigen der umsatzstärksten Produkte wie den Krebsmedikamenten Kisqali und Pluvicto und dem Multiple-Sklerose-Mittel Kesimpta glich die Rückgänge bei Medikamenten mit abgelaufenem Patentschutz aus. Analysten hatten 13,96 Milliarden prognostiziert. Das operative Kernergebnis - eine der bevorzugten Ergebniskennzahlen des Konzerns - stagnierte bei 5,94 Milliarden Dollar. Die Konsensschätzung lautete hier auf 5,31 Milliarden. Novartis durchlebt derzeit die nach Aussage von Führungskräften schlimmste Welle von Patentabläufen in der Unternehmensgeschichte. Das Herzinsuffizienz-Medikament Entresto, der Thrombozyten-Booster Promacta und das Leukämie-Mittel Tasigna sehen sich allesamt der Konkurrenz durch Generika ausgesetzt. Das Unternehmen rechnet infolgedessen in diesem Jahr mit einem Rückgang des operativen Kernergebnisses um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz, obwohl ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich erwartet wird. Novartis setzt auf Zukäufe, um seine Medikamentenpipeline zu füllen, und hofft, dass anstehende zulassungsrelevante Studien die Umsatzaussichten für die kommenden Jahre stützen werden.
AUSBLICK UNTERNEHMEN
07:00 CH/Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli AG, Ergebnis 1H
07:00 CH/Julius Bär Group AG, Ergebnis 1H
11:45 US/3M Co, Ergebnis 2Q
12:30 US/General Motors Co (GM), Ergebnis 2Q
18:30 NL/Airbus SE, Business Update 2026
AUSBLICK KONJUNKTUR
-GB
08:00 Arbeitsmarktdaten Juni
Arbeitslosengeldbezieher
Arbeitslosenquote 3 Monate (ILO)
PROGNOSE: 5,0%
zuvor: 4,9%
-DE
11:05 ZEW-Index Konjunkturerwartungen Juli
PROGNOSE: 18,0 Punkte
zuvor: 10,5 Punkte
Konjunkturlage
PROGNOSE: -78,0 Punkte
zuvor: -81,0 Punkte
ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES
Aktuell:
zuletzt +/- %
DAX Futures 24.920,00 -0,2
E-Mini-Future S&P-500 7.516,00 +0,4
E-Mini-Future Nasdaq-100 29.054,50 +1,0
Topix (Tokio) 3.998,54 +2,0
Hang-Seng (Hongk.) 25.080,68 -0,3
Shanghai-Comp. 3.830,25 +0,9
Montag:
INDEX zuletzt +/- %
DAX 24.846,69 +0,1
DAX-Future 24.926,00 -0,0
MDAX 31.680,71 -0,6
TecDAX 3.771,59 +0,0
SDAX 18.283,65 +0,2
Euro-Stoxx-50 6.227,40 -0,1
Stoxx-50 5.370,00 -0,3
XDAX 24.715,11 -0,5
Dow-Jones 51.839,26 -0,6
S&P-500 7.443,28 -0,2
Nasdaq Composite 25.508,07 -0,0
FINANZMÄRKTE
EUROPA
Ausblick: Für die europäischen Aktienmärkte deutet sich für Dienstag eine kaum veränderte Handelseröffnung und ein weiter eher zäher Handel an. Die Risikobereitschaft leidet unter der angeschlagenen Stimmung im KI-Sektor und den anhaltenden geopolitische Spannungen im Nahen Osten. Die Berichtssaison in Europa nimmt unterdessen Fahrt auf. Aus dem Stoxx-600 legen in dieser Woche 87 Unternehmen Ergebnisse vor, darunter Roche, Novartis und Nestle sowie aus dem Finanzsektor die Schwergewichte Banco Santander, Unicredit und BNP Paribas.
Rückblick: Knapp behauptet - Weiter bestimmten die Lage im Nahen Osten wie auch die Entwicklung der Ölpreise die Risikobereitschaft und hielten sie niedrig. Tendenziell positiv wirkte, dass die Ölpreise nicht weiter stiegen und sogar etwas zurückkamen, nachdem der Iran weiterhin Gesprächsbereitschaft signalisiert hatte. Der Branchenindex Öl und Gas legte um 1,0 Prozent zu, dagegen verlor der Stoxx-Subindex der Reise- und Freizeitaktien 0,9 Prozent. Der Technologiesektor konnte sich mit einem Plus von 0,2 Prozent nur leicht erholen. Der Billigflieger Ryanair verfehlte mit Geschäftszahlen die Erwartungen, die Aktie verlor 4,6 Prozent. Für Polypeptide ging es um 4,8 Prozent nach oben, nachdem Samsung Biologics ein Übernahmeangebot für den Pharmadienstleister unterbreitet hatte.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Gut behauptet - Der DAX schloss deutlich über seinem Tagestief, blieb aber unter der Marke von 25.000 Punkten. Siemens Energy stiegen um 3,4 Prozent, angetrieben von einer Kurszielerhöhung durch die UBS auf 210 Euro. Schlusslichter im DAX waren Bayer, Brenntag und MTU, für die es um bis zu 2,4 Prozent nach unten ging. Friedrich Vorwerk legten um 9,9 Prozent zu, gestützt von einem positiven Kommentar von Berenberg. Die Analysten halten die Sorge des Marktes über die geplante Änderung des Gesetzes zum Erdkabelausbau für überzogen.
XETRA-NACHBÖRSE
DHL tendierten behauptet, nachdem Fitch die Bonitätsnote für den Logistikkonzern bestätigt hatte. Hamburger Hafen zeigten sich von einer gesenkten Jahresprognose auf Tradegate unbelastet, der Kurse bewegte sich nachörslich kaum. Ebensso zeigten sich Steico nach der Vorlage von Halbjahreszahlen kaum bewegt, wie auch Bio-Gate nach der Ankündigung einer Kapitalerhöhung.
USA - AKTIEN
Uneinheitlich - Übergeordnet standen der andauernde Iran-Krieg und die Ölpreisentwicklung im Fokus. Teilnehmer sprachen allerdings auch von Zurückhaltung mit Blick auf die Fahrt aufnehmen de Befrichtssaison. So werden unter anderem die Google-Mutter Alphabet, IBM, Texas Instruments, Tesla, Intel und Verizon ihre Geschäftsbücher öffnen. Vor allem bei den zuletzt stark unter Druck gestandenen Technologiewerten kam es zu einer Erholung, die Ankündigung eines neuen chinesischen KI-Modells durch Alibaba belastete nicht. Es soll mit 2,4 Billionen Parametern nur von Anthropics Fable 5 übertroffen werden. Die Aktien der Chiphersteller Micron Technology, Marvell Technology und Intel gewannen 1,9 bzw. 3,3 bzw. 2,1 Prozent. Auch Seagate und Sandisk waren gesucht. AMD legten um 1,6 Prozent zu. Microsoft wird künftig KI-Chips und Prozessoren der nächsten Generation von AMD in seiner Cloud-Plattform Azure nutzen. Microsoft stiegen um 2,2 Prozent. AMC Entertainment schossen um 26,8 Prozent nach oben, nachdem die Ergebnisse und der Umsatz der Kinokette die Erwartungen der Analysten übertroffen haben. Paramount Skydance verloren 2,1 und Warner Bros. Discovery 3,8 Prozent, nachdem ein Richter die 81 Milliarden Dollar schwere Fusion der beiden Unternehmen vorübergehend blockierte.
US-ANLEIHEN
Rendite +/- 2 Jahre 4,21 +0,04 10 Jahre 4,60 +0,06
Am Anleihemarkt stiegen dien Renditen deutlicher. Teilnehmer verwiesen auf den jüngst wieder gestiegenen Ölpreis, der Inflationssorgen schüre und damit Zinserhöhungssepkulationen.
DEVISEN
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:03 EUR/USD 1,1416 +0,0 0,0002 1,1414 1,1407 EUR/JPY 185,53 +0,0 0,0700 185,4600 185,4000 EUR/CHF 0,9249 +0,0 0,0004 0,9245 0,9243 EUR/GBP 0,8493 -0,1 -0,0004 0,8497 0,8493 USD/JPY 162,5 +0,0 0,0100 162,4900 162,5300 GBP/USD 1,3438 +0,1 0,0010 1,3428 1,3426 USD/CNY 6,7653 -0,0 -0,0015 6,7668 6,7668 USD/CNH 6,7655 -0,0 -0,0029 6,7684 6,7694 AUS/USD 0,7006 +0,2 0,0012 0,6994 0,6999 Bitcoin/USD 65.563,71 +0,4 230,08 65.333,63 64.538,78
Beim Dollar ging es einmal mehr ruhig zu. Gestützt von steigenden Anleiherenditen legte er leicht zu. Der Euro kam im US-Handel auf 1,1414 Dollar zurück.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.052,49 +1,2 46,78 4.005,71 Silber 57,94 +2,7 1,52 56,42 Platin 1.610,82 +1,1 16,82 1.594,00
Der Goldpreis zeigte sich im US-Handel zuletzt mit 4.006 Dollar kaum verändert. "Die jüngste Entwicklung deutet darauf hin, dass die Sorgen über längerfristig höhere Zinsen die traditionelle Anziehungskraft von Gold als sicherer Hafen aufwiegen, wodurch Gold trotz eskalierender geopolitischer Risiken weitgehend in einer engen Handelsspanne verharrt", meinte Soojin Kim von MUFG.
ÖL
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 82,90 -0,4 -0,33 83,23 Brent/ICE 88,65 -0,6 -0,57 89,22
Die Ölpreise stiegen zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Anfang Juni, kamen aber von den Tageshochs wieder zurück, nachdem der Iran mitgeteilt hatte, dass er weiter den diplomatischen Weg verfolge und Vorschläge von Vermittlern erhalten habe. Das nährte die Hoffnung auf eine Deeskalation des Konflikts. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent kostete zuletzt knapp 1 Prozent mehr knapp 89 Dollar, nachdem es zwischenzeitlich über 90 Dollar waren.
MELDUNGEN SEIT MONTAG 17.30 UHR
USA - Zollpolitik
US-Präsident Trump hat einen zusätzlichen Zoll von 50 Prozent auf bestimmte Güter aus Kanada verhängt, darunter Wein, Hockeyschläger und Zement. Wie das Weiße Haus mitteilte, stellen die Zölle eine Reaktion auf die "diskriminierende Behandlung von US-Produkten" durch Kanada dar. Einige Sektoren und Güter, darunter Energie, Kali und Fisch oder kritische Mineralien, sind von den neuen Zöllen ausgenommen. Die Zölle sollen 30 Tage nach der Unterzeichnung in Kraft treten und betreffen kanadische Güter im Wert von etwa 20 Milliarden Dollar.
DHL
Fitch hat die langfristige Bonitätsbewertung A- bei einem stabilen Ausblick bestätigt.
ZALANDO
Die Finanzaufsicht Bafin hat Fehler im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2025 festgestellt. Der Modekonzern soll bei der Übernahme des Mode-Onlinehändlers About You nicht transparent gemacht haben, dass einer der About-You-Großaktionäre durch ein Zalando-Aufsichtsratsmitglied kontrolliert wird. Die Bafin hatte ihre Prüfung im Juni eingeleitet.
TAGESTHEMA II BIO-GATE
hat beschlossen, das Grundkapital von 2.038.738,00 Euro um bis zu 407.747,00 Euro auf bis zu 2.446.485,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 407.747 neuen Aktien aus genehmigtem Kapital zu erhöhen. Das Bezugsrecht für Altaktionäre wurde ausgeschlossen. Die neuen Aktien werden zu einem Ausgabepreis von 2,80 Euro je Aktie platziert. Zweck der Maßnahme, bei der brutto mit rund 1,1 Millionen Euro gerechnet werden, ist es, die finanzielle Handlungsfähigkeit zu stärken.
HAMBURGER HAFEN
kann die Jahresprognose nicht halten, weil Umbaumaßnahmen am Container-Terminal und Infrastrukturmaßnahmen im Schienennetz zu größeren Beeinträchtigungen führten als erwartet. Zudem belastete das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld. Für den Teilkonzern Hafenlogistik wird nun mit einem leichten Rückgang im Containerumschlag und nicht mehr mit einem deutlichen Anstieg gerechnet. Der Containertransport soll nur noch leicht statt stark zulegen. Das EBIT wird nun bei 135 bis 155 statt bei 160 bis 180 Millionen Euro gesehen. Für den Gesamtkonzern wurde die EBIT-Prognose auf 150 bis 170 nach zuvor 175 bis 195 Millionen Euro gesenkt.
STEICO
hat für das erste Halbjahr einen Konzernumsatz von 200,3 Millionen Euro gemeldet, 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Eine nachhaltige Entspannung sei derzeit nicht ersichtlich, die Bezugskosten stiegen in vielen Bereichen weiter, so das Unternehmen. Bereits vorgenommene Preiserhöhungen zur Kompensation der Kostensteigerungen griffen mit zeitlichem Verzug, wodurch die Margen des ersten Halbjahrs noch deutlich beeinflusst seien. Das EBITDA erreichte 29,0 Millionen Euro, entsprechend einem Rückgang von 22,1 Prozent. Steico geht davon aus, im zweiten Halbjahr weiter zu wachsen und die Margensituation zu verbessern und bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr.
SAMSUNG ELECTRONICS
will eine Robotik-Sparte gründen und diesen Bereich zu einem zentralen künftigen Wachstumstreiber ausbauen.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/ros/gos
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July 21, 2026 01:34 ET (05:34 GMT)
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