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Small- & Micro Cap Investment
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Rheinmetall soll bei Lithium einsteigen, Almonty baut Wolfram aus: Der Rohstoffnachschub wird zur strategischen Frage

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Neue Fabriken, zusätzliche Produktionslinien und größere Aufträge bestimmen die Debatte über Europas Verteidigungsindustrie. Doch der Ausbau benötigt auch eine verlässliche Rohstoffbasis. Eine Meldung über Rheinmetall (ISIN: DE0007030009) zeigt, wie eng Industriepolitik und Materialversorgung inzwischen miteinander verbunden sind.

Nach einem Bloomberg-Bericht vom 16. Oktober soll sich der Düsseldorfer Konzern an Rock Tech Lithium (ISIN: CA77273P2017) und dessen geplantem deutschen Lithium-Konverter beteiligt haben. Reuters griff die Meldung auf. Die berichtete Beteiligung ist damit zunächst als Medieninformation einzuordnen.

Für den Rohstoffsektor liefert sie dennoch einen aktuellen Anlass: Industrielle Versorgungssicherheit beginnt lange vor der Endmontage. Bei Wolfram lässt sich bereits beobachten, welchen Aufwand zusätzliche Quellen außerhalb Chinas erfordern.

Von Lithium zur breiteren Rohstofffrage

Lithium und Wolfram erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die berichtete Rheinmetall-Beteiligung betrifft Lithium und begründet keinen Wolframvertrag. Gemeinsam ist beiden Rohstoffen jedoch die Frage, wie Unternehmen Zugang zu Materialien und Verarbeitungskapazitäten sichern können.

Gerade bei Wolfram reicht es nicht, zusätzliche Lieferanten zu suchen. Neue Förderung benötigt geeignete Vorkommen, technische Entwicklung, Genehmigungen und Kapital. Auch Aufbereitungsanlagen und industrielle Weiterverarbeitung müssen verfügbar sein.

Wie wichtig diese gesamte Kette ist, beschreibt der VDMA-Fachverband Präzisionswerkzeuge in seinem Positionspapier vom September 2026. Wolfram sei für Maschinenbau, Automobilindustrie, Luftfahrt, Verteidigung und insbesondere die Werkzeugherstellung unverzichtbar. Der Verband fordert deshalb neue Bergbau- und Verarbeitungsprojekte sowie strategische Rohstoffpartnerschaften.

Almonty liefert konkrete Fortschritte

Einen direkten Einblick in den Aufbau zusätzlicher Wolframversorgung gibt Almonty Industries (ISIN: CA0203987072). Im Aktionärsbrief vom 29. September berichtet Vorstandschef Lewis Black über die ersten produzierten Wolframkonzentrate aus Sangdong in Südkorea.

Zum Zeitpunkt des Schreibens lief die Aufbereitungsanlage nach Unternehmensangaben 13 Stunden täglich an sieben Tagen pro Woche. Die Ausweitung auf einen durchgehenden Betrieb war angekündigt. Damit beschreibt Almonty einen Produktionshochlauf, dessen weitere Entwicklung an den tatsächlich erreichten Betriebsdaten gemessen werden kann.

Parallel treibt das Unternehmen die zweite Ausbaustufe voran. Diese soll nach damaliger Planung 2027 fertiggestellt werden und die jährliche Verarbeitungskapazität auf bis zu 1,2 Millionen Tonnen Erz erhöhen. Diese Zahl bezeichnet den Anlagendurchsatz, nicht die produzierte Wolframmenge.

Auch in Europa verfolgt Almonty zusätzliche Versorgungsschritte. Für die Rückgewinnung von Wolfram aus Rückständen am spanischen Standort Los Santos meldete das Unternehmen einen mehrjährigen Abnahmevertrag. Der Konzern kombiniert damit den Ausbau einer Mine mit der Nutzung bereits geförderten Materials.

Warum auch frühe Projekte wichtig bleiben

Almontys Fortschritte zeigen, wie zusätzliche Versorgung entstehen kann. Zugleich verdeutlichen sie, dass zwischen einem geologischen Vorkommen und verkaufsfähigem Konzentrat erhebliche Entwicklungsarbeit liegt.

Langfristig braucht eine breitere Rohstoffbasis deshalb auch Projekte, die sich noch in der Exploration befinden. Ihr möglicher Beitrag liegt zunächst darin, neue Vorkommen zu identifizieren und belastbare Daten für spätere Entscheidungen zu liefern.

Hier setzt Makenita Resources (ISIN: CA5609251098) mit dem Sisson West Tungsten Project in New Brunswick an. Das Projekt grenzt unmittelbar an das Sisson-Wolfram-Molybdän-Vorkommen. Entscheidend ist jedoch der Fortschritt auf den eigenen Flächen.

Makenita hat ein konkretes Explorationsziel

Im April 2026 begann Makenita eine luftgestützte geophysikalische Untersuchung. Im Juli meldete das Unternehmen anschließend eine klar abgegrenzte magnetische Anomalie auf seinem Projektgebiet.

Die Auswertung kombiniert neue Messungen mit historischen regionalen Daten. Eine dreidimensionale Modellierung deutet nach Unternehmensangaben auf eine mögliche zusätzliche Gesteinsintrusion in der Tiefe hin. Daraus ergibt sich ein konkreter Ansatzpunkt für weitere Exploration.

Makenita kündigte im Juli an, Bohrpläne zur Untersuchung des Ziels auszuarbeiten. Bohrungen müssen klären, welche Gesteine das Signal verursachen und ob relevante Wolframmineralisierung vorhanden ist. Die Anomalie ist bislang kein nachgewiesenes wirtschaftliches Vorkommen.

Makenita verfügt nach Angaben des Managements über eine kompakte Aktienstruktur mit vergleichsweise wenigen ausstehenden Aktien. Diese Struktur gehört neben dem Projektpotenzial zur Bewertung. Weiterer Kapitalbedarf und mögliche zusätzliche Aktienausgaben bleiben dabei wichtige Faktoren.

Fazit

Der berichtete Einstieg Rheinmetalls bei Rock Tech und Almontys Ausbau beleuchten unterschiedliche Seiten derselben industriellen Aufgabe: Zusätzliche Produktionskapazität benötigt verlässlichen Rohstoffnachschub. Bei Wolfram zeigt Almonty konkrete Fortschritte beim Hochlauf und bei der Entwicklung weiterer Quellen.

Für Makenita entsteht daraus ein nachvollziehbares Marktumfeld für die Exploration. Sisson West liegt neben einem bekannten Wolfram-Molybdän-Vorkommen und besitzt inzwischen ein genauer definiertes Untersuchungsziel. Hinzu kommt die vom Management hervorgehobene kompakte Aktienstruktur mit vergleichsweise wenigen ausstehenden Aktien.

Eine Beteiligung, Lieferbeziehung oder ein Übernahmeinteresse von Rheinmetall oder Almonty an Makenita ist damit nicht belegt. Für die weitere Entwicklung zählen eigene Ergebnisse: ein finanziertes Arbeitsprogramm, konkrete Bohrungen und belastbare geologische Nachweise. Die industrielle Nachfrage erklärt, weshalb neue Wolframquellen gebraucht werden. Ob Makenita eine solche Quelle entwickeln kann, entscheidet die Exploration auf den eigenen Flächen.


Quellen:

https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-10-16/rheinmetall-said-to-invest-in-rock-tech-lithium-and-smelter
https://almonty.com/almonty-issues-shareholder-letter-and-provides-corporate-update/
VDMA Precision Tools: "A secure tungsten supply for European industry", Positionspapier, September 2026. Vom Nutzer bereitgestellte PDF.
https://www.newsfilecorp.com/release/294487
https://www.newsfilecorp.com/release/305489
https://www.makenitaresources.com/

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Makenita Resources Inc.
Land: kanadisch
ISIN: CA5609251098
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