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Aufrüstung, Automatisierung und moderne Energietechnik benötigen unterschiedliche Rohstoffe. Gemeinsam ist ihnen eine industrielle Herausforderung: Zusätzliche Versorgung entsteht erst, wenn aus Lagerstätten verlässlich lieferbare Produkte werden.
Lynas Rare Earths (ISIN: AU000000LYC6) will seine Ressourcenbasis durch die Übernahme von Meteoric Resources (ISIN: AU000000MEI3) erweitern. Almonty Industries (ISIN: CA0203987072) arbeitet am Produktionshochlauf seiner südkoreanischen Wolframmine Sangdong. St George Mining (ISIN: AU000000SGQ8) entwickelt mit Araxá in Brasilien ein Projekt für Seltene Erden und Niob.
Die Unternehmen stehen damit an unterschiedlichen Punkten derselben übergeordneten Aufgabe: neue industrielle Liefermöglichkeiten zu schaffen.
Lynas setzt auf Brasiliens Seltene Erden
Die Anfang Oktober angekündigte Übernahme von Meteoric bewertet das Unternehmen mit rund 968 Millionen australischen Dollar. Vorgesehen ist eine reine Aktientransaktion, die unter anderem der Zustimmung der Meteoric-Aktionäre bedarf.
Mit Caldeira würde Lynas ein großes brasilianisches Entwicklungsprojekt für leichte und schwere Seltene Erden erhalten. Der Konzern bringt bereits Erfahrung aus Förderung und Verarbeitung mit. Die Transaktion verbindet somit eine zusätzliche Ressourcenbasis mit bestehenden industriellen Kompetenzen.
Der Kaufpreis ist allerdings nicht mit den späteren Entwicklungskosten gleichzusetzen. Caldeira muss weiterhin genehmigt, finanziert und gebaut werden. Die geplante Übernahme verdeutlicht dennoch, welchen strategischen Stellenwert neue Bezugsquellen für einen etablierten Produzenten besitzen.
Almonty zeigt die operative Seite der Versorgung
Bei Almonty steht Wolfram im Mittelpunkt. Das Metall wird unter anderem für besonders harte und hitzebeständige Anwendungen in Industrie und Verteidigung benötigt.
Im September erhielt das Unternehmen die abschließenden Betriebszertifikate für die Aufbereitungs- und Brechanlagen in Sangdong. Damit dürfen die Anlagen kommerziell betrieben und Wolframkonzentrate verkauft werden.
Nach Unternehmensangaben sind mehr als 90 Prozent der geplanten Phase-I-Produktion über einen langfristigen Abnahmevertrag gebunden. Die Aufgabe verlagert sich damit auf einen zuverlässigen Hochlauf und die Erfüllung vereinbarter Liefermengen.
Almonty macht einen entscheidenden Punkt sichtbar: Strategische Bedeutung muss durch funktionierenden Betrieb und verkaufsfähige Produkte unterlegt werden.
St George verbindet Ressourcen mit Entwicklungsarbeit
Araxá liegt im etablierten Bergbaubundesstaat Minas Gerais. Die im August veröffentlichte Mineralressource umfasst 111,2 Millionen Tonnen mit durchschnittlich 3,57 Prozent Gesamtseltenerdoxiden und 0,57 Prozent Niobpentoxid.
Davon entfallen 75,2 Millionen Tonnen auf die geologisch besser abgesicherten Kategorien "Measured" und "Indicated". Sie enthalten nach Unternehmensangaben rund 520.000 Tonnen Neodym-Praseodym-Oxide.
Diese Elemente sind für leistungsfähige Permanentmagnete relevant. Niob eröffnet einen zweiten möglichen Produktstrom für industrielle Anwendungen, insbesondere Stähle und Speziallegierungen.
Für St George entsteht daraus eine substanzielle Entwicklungsgrundlage. Ihr wirtschaftlicher Wert hängt davon ab, welche Ausbeuten, Qualitäten und Kosten sich im Verarbeitungsprozess erreichen lassen.
Pilotversuche und Genehmigungsverfahren schaffen konkrete Prüfstellen
Am 2. September meldete St George den Beginn weiterer Pilotversuche bei CIT-SENAI in Belo Horizonte. Rund neun Tonnen oberflächennahen Materials werden für Untersuchungen zu Mahlung, magnetischer Trennung und Flotation eingesetzt.
Das Programm soll einen Niobkonzentratstrom und die Vorbereitung weiterer Verarbeitungsschritte für Seltene Erden optimieren. Ergebnisse wurden für das vierte Quartal 2026 angekündigt.
Bereits im August hatte das Unternehmen den formalen Beginn des Genehmigungsverfahrens für einen möglichen Bergbau- und Industriebetrieb gemeldet. Hinzu kommt die gemeinsame Prüfung eines Verarbeitungszentrums mit START und staatlichen Stellen. Das Vorhaben soll mögliche nachgelagerte Verarbeitung in Brasilien unterstützen; Investitionsentscheidung, Finanzierung und Genehmigungen stehen noch aus.
Fazit
Lynas, Almonty und St George zeigen drei unterschiedliche Wege zu zusätzlicher Rohstoffversorgung. Lynas will durch eine Übernahme wachsen. Almonty muss neue Kapazitäten zuverlässig hochfahren. St George arbeitet daran, eine große Ressourcenbasis technisch und wirtschaftlich zu erschließen.
Für Araxá sprechen die Kombination aus Seltenen Erden und Niob, der hohe Anteil geologisch besser abgesicherter Ressourcen sowie die konkreten Entwicklungsprogramme. Pilotversuche, Genehmigungsverfahren und die Prüfung nachgelagerter Verarbeitung geben Anlegern überprüfbare Anhaltspunkte.
Die Unternehmen sind deshalb jedoch keine unmittelbaren Bewertungsvergleiche. St George befindet sich weiterhin in der Entwicklung; eine wirtschaftlich gewinnbare Erzreserve und ein kommerzieller Produktionsprozess sind noch nicht nachgewiesen. Finanzierung, Genehmigungen, Produktqualifizierung und Abnehmer bleiben entscheidend.
Besonders relevant werden die angekündigten Verarbeitungsergebnisse und ihre Einbindung in weitere Studien. Sie müssen die Ressourcenbasis in belastbare Planungsdaten übersetzen. Der Bedarf aus Aufrüstung und Hightech schafft den Hintergrund - St Georges Chance liegt darin, daraus eine wirtschaftlich tragfähige Liefermöglichkeit zu entwickeln.
Quellen
https://www.afr.com/companies/mining/lynas-to-buy-meteoric-for-968million-to-secure-brazil-rare-earths-20261001-p611yh
https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/1670061/000149315226043476/ex99-1.htm
https://almonty.com/
https://www.stgm.com.au/
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St George Mining
Land: Australien
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