Der SPD-Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss hat im Zusammenhang mit dem Besitz von Kinderpornographie eigenes Fehlverhalten eingeräumt. "Ja, ich habe Mist gebaut. Ich habe mich in einen stinkenden Schweinestall begeben, um ihn auszumisten", sagte Tauss vor Journalisten. Er habe in der Kinderporno-Szene recherchiert, und in diesem Zusammenhang nicht nur einschlägige Bilder bezogen, sondern auch selber Kinderpornos zum Tausch angeboten. Ihm sei klar, dass er damit gegen Gesetze verstoßen habe. Eine andere Möglichkeit zur Recherche habe er aber nicht gesehen. Gleichzeitig beschwerte er sich erneut über die Staatsanwaltschaft Karlsruhe. Deren Äußerungen, dass bei den Ermittlungen so diskret wie möglich vorgegangen worden sei, seien unglaubwürdig. So hätten bereits "gut informierte Journalisten" vor seinem Büro gewartet, als er gerade erst von den Ermittlungen erfahren hatte. Ob er weiter als Bundestagsabgeordneter tätig sein werde, hänge davon ab, ob die Öffentlichkeit seine Entschuldigung akzeptiere.
© 2009 dts Nachrichtenagentur
