Diesen Mut bereue sie nicht. Sie sei nach wie vor überzeugt davon, "dass die Jamaika-Koalition angesichts des Zustandes der FDP-Saar keine Stabilität mehr geboten hätte. Deshalb ist es richtig, dass wir eine neue Konstellation suchen." Dass doch auch Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bund mit einer schwachen Bundes-FDP gut zurecht komme, sei für sie kein Argument. "Im Saarland geht es weniger um den Zustand der Partei an sich. Die FDP im Saarland hat ein Problem mit dem Führungspersonal sowohl im Landesvorstand als auch in der Landtagsfraktion", so Kramp-Karrenbauer. Auf die Frage, ob Merkel nicht wenig begeistert gewesen sei, dass die Neuwahl der SPD ein Spielfeld gebe und die angeschlagene FDP sich in einem weiteren, bundesweit beachteten Test den Wählern stellen müsse, antwortete die saarländische Ministerpräsidentin: "Es gibt sicherlich eine spezifische Bundessicht darauf. Ich bin in erster Linie Ministerpräsidentin des Saarlands und Vorsitzende der CDU Saar. Diese Interessen haben Vorrang."