Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos. Madrid - Als ob die Eurozone nicht mit Griechenland genügend Probleme am Hals hätte: In Spanien wird die Bankenkrise immer schlimmer. Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) stufte die Bonität der schwer angeschlagenen Bankia am Freitag auf Ramschniveau herab. Dassselbe Schicksal erlitten die Schuldtitel von Banco Popular Espanol. Insgesamt senkte die Agentur über fünf spanische Geldhäuser den Daumen, nachdem sich die Agentur die Institute bereits Ende April als Folge der Abstufung Spaniens vorgeknöpft hatte. Die beiden grossen börsennotierten Banken, Santander und BBVA , blieben diesmal allerdings verschont und behielten ihr Rating von Ende April bei, als die Einstufung um zwei Stufen reduziert worden war. Die Bonitätsnoten für die beiden Grossbanken BBVA und Santander liegen demnach weiterhin bei "BBB+" beziehungsweise "A-". Der Ausblick ist bei beiden Geldhäusern negativ. Bankia-Sanierung immer teurer Die spanischen Banken leiden unter dem Zusammenbruch des heimischen Immobilienmarkts und gelten derzeit als einer der grössten Problemfälle innerhalb der europäischen Schuldenkrise. Der Sektor ist geprägt von den beiden Grossbanken sowie zahlreichen kleineren Instituten, die grösstenteils regional tätig sind. Zudem hat das Land einen grossen Sparkassensektor. Von den vielen Sparkassen mussten in der Schuldenkrise bereits einige Institute vom Staat gerettet werden. Der gesamte Bereich soll grösstenteils neu sortiert werden. Derweil wird die Sanierung der angeschlagenen Grossbank Bankia für den spanischen Staat immer teurer: Wie das teilverstaatlichte Geldinstitut am Abend mitteilte, bittet es die Madrider Regierung um eine weitere Finanzhilfe von 19,0 Milliarden ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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