Josef Ackermann verlässt die große Bühne der Finanzwelt. Sein Abschied als Präsident des Großbankenverbands IFF ist eine große Inszenierung. Der umstrittene Bankchef tritt mit einem Lächeln ab.
Um "Sein oder Nichtsein" ging es Hamlet, und der Prinz befand, es sei etwas "faul im Staate Dänemark". Shakespeare ließ das Drama in der mächtigen, von grün behelmten Türmen überragten Festung Kronborg spielen, die direkt an der See im dänischen Helsingör liegt, die alten Kanonen auf das gegenüber liegende schwedische Ufer ausgerichtet. Ein glanzvoller Ort, um Josef Ackermann als Präsident des mächtigen Großbankenverbands IIF zu verabschieden.
Heute geht es um Sein oder Nichtsein der Euro-Zone, und faul ist etwas in sehr vielen europäischen Staaten, wenn auch nicht gerade in Dänemark. Ackermann ließ sich davon nicht die Laune verderben. Selten hat man ihn so gelöst erlebt wie an diesem Mittwoch abend, während er bei einem Sekt-Empfang im riesigen Hof der alten Burg buchstäblich mit Pauken, Trompeten und Böllerschüssen gefeiert wird. Am Ende seiner rund neunjährigen Amtszeit als Chef der internationalen Bankenlobby, und kurz nach seinem Abtritt als Chef der Deutschen Bank, ist er einfach der nette Joe, ...
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