Am Freitag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,4 Prozent hinzu.
Auftrieb gaben am Morgen gleich gute Daten vom US-Arbeitsmarkt: 171.000 neue Jobs wurden im Oktober geschaffen, Analysten hatten zuvor nur mit 125.000 gerechnet. Die Arbeitslosenquote stieg zwar leicht von 7,8 auf 7,9 Prozent, liegt aber weiter unter der 8-Prozent-Marke. Die Zahlen geben Präsident Obama nochmals Rückenwind für die Wahl am kommenden Dienstag.
Etwas enttäuscht reagierte der Markt auf die Industrieaufträge. Sie stiegen im September um 4,8 Prozent, hier rechnete man mit 4,9 Prozent. Im Vormonat wurde noch ein Rückgang von revidiert 5,1 Prozent verzeichnet.
Der Schaden durch Hurrikan Sandy soll deutlich höher liegen als zuerst gedacht. Experten rechnen jetzt mit 50 statt 20 Milliarden Dollar. Damit würde Sandy auf Platz drei der teuersten Superstürme nach Hurrikan Katrina (2005) und Hurrikan Andrew (1992) liegen. Daran gemessen wird sich das BIP-Wachstum im vierten Quartal vermutlich um 0,5 Prozent reduzieren.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 1,1 Prozent bei 13.093 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 1,3 Prozent bei 2.982 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,9 Prozent bei 1.414 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Bank of America (+1,1%), Walt Disney (+0,2%) und Merck (+0,1%). Die größten Verlierer waren: Chevron (-2,8%), Caterpillar (-2,1%) und IBM (-1,9%).
Der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron (-2,8%) musste nach Abzug von Minderheitsanteilen einen niedrigeren Gewinn im Vergleich zum Vorjahr ausweisen. Der Nettogewinn sank von 7,83 Milliarden auf 5,25 Milliarden Dollar. Der Umsatz reduzierte sich von 64,43 Milliarden auf 58,04 Milliarden Dollar. Gründe dafür sind ein Produktionsrückgang, sinkende Öl- und Gaspreise sowie Beeinträchtigungen im Raffineriegeschäft.
Die Stundenlöhne sind im Oktober nicht gestiegen, zuvor hatten Experten einen Anstieg von 0,2 Prozent erwartet. Die durchschnittlichen Wochenstunden lagen im Oktober bei 34,4.
Google (+0,1%) droht offenbar eine Klage der US-Regierung wegen des Vorgehens im Patenkrieg mit Apple und Microsoft. Die US-Behörde FTC geht der Frage nach, ob Google versucht hat, den Zugang von Rivalen zu Standard-Patenten zu behindern.
Kleineres iPad, kürzere Schlangen: Apples (-3,3%) iPad mini ist ab sofort im Handel zu haben. Das Einstiegsmodel kostet 329 Dollar. Analysten rechnen damit, dass bis zu 1,5 Millionen Geräte am ersten Wochenende verkauft werden könnten. In der Geschäften war der Andrang allerdings geringer, als bei anderen Produkt-Starts von Apple.
In der kommenden Woche schauen wir natürlich in erster Linie auf die Präsidentschaftswahl und von Konjunkturseite auf
Montag
ISM Dienstleistungsindex Oktober
Dienstag
Etwa 230 Mio. Amerikaner zählen den US-Präsidenten
Mittwoch
Zahl der Hypothekenanträge
Verbraucherkredite September
Quartalszahlen: Macy's, Sotheby's, Times Warner, Whole Foods
Donnerstag
Handelsbilanzdefizit September
Fed Balance Sheet
Quartalszahlen: Groupon, Walt Disney
Freitag
Verbrauchervertrauen Uni Michigan November (Schätzung)
Großhandel September


