Die Wiener Börse hat am Mittwoch mit leichten
Kursverlusten geschlossen. Der ATX fiel um 0,30 Prozent
auf 2.380,64 Punkte. Auch das europäische Umfeld hatte zur
Wochenmitte überwiegend schwächer geschlossen. Die
Korruptionsvorwürfe gegen die spanische Regierung und die
verbesserten Umfragewerte für Italiens Ex-Regierungschef Silvio
Berlusconi lasteten auf den Kursen, hieß es. Aktuelle
Konjunkturdaten hätten unterdessen kaum Impulse gegeben.
Am heimischen Markt rückten Analystenstimmen die entsprechenden
Titel in den Blickpunkt. Im Rahmen einer Branchenstudie zum
europäischen Versorgersektor hat die Berenberg Bank die Papiere des
Verbund mit "Sell" wieder neu in ihre Abdeckung aufgenommen. Das
Kursziel wurde bei 14,50 Euro festgesetzt. Bei den Strompreisen
rechnen die Experten derzeit nicht mit einer Erholung und die
Wasserkrafterzeugung dürfte sich nach einer überdurchschnittlichen
Performance 2012 im laufenden Jahr 2013 wieder normalisieren.
Verbund-Papiere zählten zum Handelsschluss mit einem Aufschlag von
1,67 Prozent auf 16,45 Euro zu den größeren Gewinnern auf der
Kurstafel.
An die Spitze der Kursliste setzten sich Do&Co mit einem
Aufschlag von 3,04 Prozent auf 37,50 Euro, nachdem sie im Verlauf
des Berichtstages zeitweise klar in der Verlustzone tendiert hatten.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB)
und von Kepler Capital Markets erwarten für die am Donnerstag
anstehenden Neunmonatszahlen des Cateringunternehmens sowohl bei den
Umsätzen als auch beim Gewinn positive Ergebnisse.
OMV drehten bis zur Glocke ebenfalls in den
grünen Bereich und gingen mit einem moderaten Aufschlag von 0,23
Prozent auf 30,30 Euro aus dem Handel. Die Analysten von Wood &
Company haben ihr Kursziel für die Aktien des Öl- und Gaskonzerns
von 33,90 Euro auf 36,0 Euro angehoben. Das Anlagevotum "Buy" blieb
unverändert.
Voestalpine gerieten in den Fokus, nachdem
der weltgrößte Stahlhersteller ArcelorMittal im
vierten Quartal besser abgeschnitten hatte als befürchtet. "2012 war
ein sehr schwieriges Jahr für die Stahlindustrie", sagte Konzernchef
Lakshmi Mittal. Vor allem in Europa sei die Nachfrage nach Stahl um
weitere 8,8 Prozent gesunken. Darüber hinaus äußerte sich die Baader
Bank zur voestalpine. Die Experten stufen die Titel von "Buy" auf
"Hold" nach unten, halten aber das Kursziel von 28,00 Euro
unverändert bei. Von den anstehenden Quartalszahlen erwarten die
Experten keine Überraschungen. Die Papiere erhöhten sich um knapp
ein Prozent auf 27,00 Euro.
AMAG verbesserten sich leicht um 0,17 Prozent auf 23,56 Euro. Im
Rahmen einer Sektorstudie stuften die Analysten der Baader Bank die
Aktien des Aluminiumherstellers von "Buy" auf "Hold" herab.
Begründet wurde diese Entscheidung mit den jüngsten Kursgewinnen.
Das Kursziel wurde leicht von 23,00 auf 24,50 Euro angehoben. Trotz
der Herabstufung betonen die Analysten, dass sie die
AMAG-Anteilsscheine weiterhin positiv betrachten.
In einem schwachen europäischen Bankensektor gaben Erste Group
um 2,05 Prozent auf 22,74 Euro nach. Raiffeisen
verloren 1,43 Prozent auf 30,07 Euro./spe/teo/APA/jha
AXC0260 2013-02-06/18:31