Athen - Athen hat angesichts drückender Geldprobleme eine neue Krisenreise-Runde bei den Geldgebern gestartet. Finanzminister Gianis Varoufakis traf am Dienstag in Paris seinen französischen Kollegen Michel Sapin. Anschliessend war ein Treffen mit EU-Währungskommissar Pierre Moscovici in Brüssel geplant. Regierungschef Alexis Tsipras entsandte vertraute Minister auch nach Frankfurt, um EZB-Chef Mario Draghi zu weiteren Geldflüssen zu bewegen.
In Berlin dämpfte Finanzminister Wolfgang Schäuble die Erwartungen, dass in den Verhandlungen der Geldgeber mit Athen über ein Reformpaket und weitere Finanzhilfen beim nächsten Treffen der Euro-Gruppe am kommenden Montag (11.5.) eine Einigung gelingen werde. "Ich bin im Augenblick … einigermassen skeptisch, ob dies bis Montag zu schaffen sein wird, aber ich schliesse es nicht aus", sagte Schäuble vor der Auslandspresse. Zugleich wies er Medieninformationen zurück, wonach der Internationale Währungsfonds (IWF) auf einen weiteren Schuldenschnitt für Griechenland pocht. "Der IWF hat eine solche Äusserung natürlich nicht getan", sagte Schäuble.
IWF drängt auf teilweisen Schuldenerlass
Der "Financial Times" zufolge drängt der IWF die Euro-Länder, Griechenland einen Teil seiner Schulden zu erlassen. Sonst könne der IWF keine weiteren Hilfen mehr überweisen. Davor habe IWF-Europadirektor Poul Thomson die Euro-Finanzminister ...
