Der SRG weht vor der Abstimmung eine steife Brise der Ablehnung entgegen. Im Scheingefecht um eventuell etwas tiefere Abgaben geht die völlig verquere Markt-Stellung und das zu wenig geklärte Angebot des Staatsbetriebes unter.
Die Befürworter der Änderung des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen (RTVG) versuchen, über das bewährte Mittel der breit gestreuten Geldsegnung beim Stimmvolk Unterstützung zu gewinnen: Es wird billiger für alle (ausser für ein paar Grossunternehmen), Kontrollen und bürokratische Aufwendungen entfallen und der Service public dient schliesslich allen. Alle inhaltlichen Diskussionen sollen bitte erst nach der Klärung der Finanzen geführt werden.
Geld vor Inhalt
Als Unternehmer kann ich der Originalität des Ansatzes und der Dreistigkeit der geplanten Umsetzung eine gewisse Bewunderung nicht verwehren. Stellen Sie sich vor, Sie planen, ein neues Produkt auf den Markt zu bringen. Zuerst fordern Sie die Kunden auf, die Bezahlung vorzunehmen, über das Produkt würde man sich dann später einigen. Der Hinweis, dass es dann auch etwas günstiger sei als das heute schon fehlerhafte Produkt, schafft kaum Vertrauen.
An den Honigtöpfen des Staates und der Werbung
Die SRG hat sich eine Stellung geschaffen, die es in einem liberalen bürgerlichen Umfeld eigentlich nicht geben dürfte. Mit Staatsgeldern mehr als grosszügig ausgestattet wildert sie ungehemmt im freien Werbemarkt. Dazu werden eigens zur Platzierung von Werbegeldern Gefässe geschaffen, wie zum Beispiel die zur besten ...
