Die Fußball-Weltmeisterschaft wird laut einer Studie in Deutschland für einen zusätzlichen Besucheransturm und hohe Einnahmen sorgen. Das ergab eine Untersuchung der Dresdner Bank, die am Dienstag auf der Stuttgarter Tourismusmesse CMT veröffentlicht wurde. 2006 werde aus deutscher Sicht zwar starke Einnahmen, aber keine große Dynamik bei den Urlaubsausgaben bringen. Die Tourismus- Einnahmen würden durch die WM um sieben Prozent auf 25 Milliarden Euro steigen. Das Land liege hinter den USA, Spanien, Frankreich und Italien auf dem fünften Platz der weltweit beliebtesten Reiseländer.
Gleichzeitig werden deutsche Urlauber gut 59 Milliarden Euro im Ausland ausgeben (plus 2 Prozent) und damit ihren Titel als Reiseweltmeister vor den Amerikanern verteidigen. Nach Ausgaben berechnet bleibt Österreich beliebtestes Reiseland der Deutschen (6,87 Mrd Euro), gefolgt von Spanien (6,18 Mrd) und Italien (5,68 Mrd). Die vom Terroranschlag in New York, dem Irakkrieg und der schlechten Konjunktur gezeichneten schwachen Reisejahre 2001 bis 2003 liegen endgültig hinter uns, sagte Hans-Peter Muntzke von der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Dresdner Bank (Frankfurt).
Am meisten Geld haben 2005 die Niederländer in Deutschland gelassen (2,75 Mrd Euro), gefolgt von der Schweiz (2,60 Mrd), den USA (2,32 Mrd) und Frankreich (2,05 Mrd). Beliebt sind bei den ausländischen Gästen laut Dresdner Bank vor allem Städtereisen, die vom Billigflieger-Boom profitierten./hd/DP/rw
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AXC0098 2006-01-17/14:14
