OSNABRÜCK (Dow Jones)--Die Koalitionsverhandlungen zur Gesundheitsreform befinden sich nach Angaben der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstagausgabe) schon zu Beginn in einer äußerst kritischen Phase. Wie die Zeitung unter Berufung auf Mitglieder der Arbeitsgruppe schreibt, sind bisher noch keine zählbaren Sparbeschlüsse gelungen, obwohl Krankenkassen und Schätzerkreis für 2007 ein Defizit von mindestens 8 Mrd EUR vorhersagen. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte dieser Woche sogar vor einem Defizit von gut 10 Mrd EUR gewarnt.
Nach wie vor soll es nach Informationen des Blattes in der Arbeitsgruppe erhebliche Widerstände gegen Strukturreformen geben, die Einschnitte für Leistungserbringer bedeuten könnten. Das gilt etwa für die Arzneimittel oder die Stärkung der Hausärzte zu Lasten der Fachärzte.
Ohne Einsparungen durch Reformen am System müsste die Finanzreform hohe zusätzliche Milliardenbeträge für das Gesundheitswesen bringen, warnen bereits Gesundheitspolitiker, heißt es in dem Bericht weiter. Das würde aber enorme Belastungen für Versicherte und Patienten etwa über noch mehr Selbstbeteiligung und/oder Beiträge auf Zinsen und Mieten bedeuten, weil die Koalition die Lohnnebenkosten nicht belasten wolle.
DJG/ddp/hab
-0-
Nach wie vor soll es nach Informationen des Blattes in der Arbeitsgruppe erhebliche Widerstände gegen Strukturreformen geben, die Einschnitte für Leistungserbringer bedeuten könnten. Das gilt etwa für die Arzneimittel oder die Stärkung der Hausärzte zu Lasten der Fachärzte.
Ohne Einsparungen durch Reformen am System müsste die Finanzreform hohe zusätzliche Milliardenbeträge für das Gesundheitswesen bringen, warnen bereits Gesundheitspolitiker, heißt es in dem Bericht weiter. Das würde aber enorme Belastungen für Versicherte und Patienten etwa über noch mehr Selbstbeteiligung und/oder Beiträge auf Zinsen und Mieten bedeuten, weil die Koalition die Lohnnebenkosten nicht belasten wolle.
DJG/ddp/hab
-0-
© 2006 Dow Jones News
