MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG, München, dürfte ihr Nachsteuerergebnis angesichts geringer Schadenaufwendungen und gesunkener Kosten im dritten Quartal um gut 51% gesteigert haben. Damit hätte der Konzern bereits nach neun Monaten das Ergebnisziel für das Gesamtjahr erreicht - und zwar am oberen Ende des ursprünglich geplanten Korridors von 2,6 Mrd bis 2,8 Mrd EUR. Daher haben die Analysten ihre Schätzungen für 2006 aufgestockt und rechnen nunmehr damit, dass auch die Münchener Rück ihre Ziele bei der für Dienstag vorgesehenen Vorlage der Zahlen anheben wird.
Für das dritte Quartal erwarten die zwölf von Dow Jones Newswires befragten Analysten im Konsens mit einem Ergebnis nach Steuern und nach Drittanteilen von 748 (Vorjahr: 494) Mio EUR. Damit würde sich das Nachsteuerergebnis für die ersten neun Monate auf 2,832 Mrd EUR summieren.
Bislang strebte die Münchener Rück für das laufende Jahr eine Rendite auf das Risikokapital (Return on Risk Adjusted Capital - RORAC) von 15% an. Diese Rate entspräche - abhängig von der Höhe des Risikokapitals - einem Nettoergebnis zwischen 2,6 Mrd und 2,8 Mrd EUR. Im Vorjahr hatte der Rückversicherer netto noch 2,671 Mrd EUR verdient.
"Wir erwarten starke 3Q-Zahlen, dank einer hervorragenden Schadensituation vor allem im Bereich der Naturkatastrophen", schreiben die Analysten von Sal Oppenheim in ihrer Prognose. "Da Belastungen aus großen Katastrophen ausgeblieben sind, werden für das dritte Quartal sehr starke Ergebnisse erwartet", prognostizieren auch die Analysten von Dresdner Kleinwort.
Während Dresdner Kleinwort ihre Schätzung für das Nachsteuergebnis der Münchener Rück um 16% auf nunmehr 3,2 Mrd EUR anhebt, stocken die Analysten von Merrill Lynch ihre Prognose um 15% auf 3,257 Mrd EUR auf. Sal Oppenheim rechnet im Gesamtjahr gar mit einem Nachsteuerergebnis von 3,269 Mrd EUR.
Die Bruttoprämien im dritten Quartal dürften laut Konsensschätzung auf 9,116 (9,245) Mrd EUR zurückgegangen sein. Grund dafür sind unter anderem der Verkauf der Karlsruher Versicherung und der holländischen Erstversicherung NHL. Außerdem hat die Münchener Rück wiederholt erklärt, Geschäft nur bei risikoadäquaten Preisen und Bedingungen zu zeichnen und andernfalls auf Verträge zu verzichten.
Das Kapitalanlageergebnis sehen die Analysten im Schnitt bei 2,037 (3,078) Mrd EUR. Das operative Ergebnis, das im Vorjahresquartal noch von den enormen Belastungen des Wirbelsturms "Katrina" gedrückt war, dürfte aktuell auf 1,237 (0,656) Mrd EUR gewachsen sein. Für die Schaden-/Unfall-Rückversicherung rechnen die Analysten mit einer Schaden-Kosten-Quote von 92,26% (124,6%).
Neben den Zahlen erhoffen sich die Analysten vom Vorstand des Rückversicherers Informationen über den eventuellen Aktienrückkauf und die künftige Profitabilität des Unternehmens. Vorstandsvorsitzender Nikolaus von Bomhard will bis zum ersten Quartal nächsten Jahres über einen Aktienrückkauf entscheiden.
Webseite: http://www.munichre.com
-Von Rolf Neumann, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 - 5521 4031,
rolf.neumann@dowjones.com
DJG/rne/roa/rio
Für das dritte Quartal erwarten die zwölf von Dow Jones Newswires befragten Analysten im Konsens mit einem Ergebnis nach Steuern und nach Drittanteilen von 748 (Vorjahr: 494) Mio EUR. Damit würde sich das Nachsteuerergebnis für die ersten neun Monate auf 2,832 Mrd EUR summieren.
Bislang strebte die Münchener Rück für das laufende Jahr eine Rendite auf das Risikokapital (Return on Risk Adjusted Capital - RORAC) von 15% an. Diese Rate entspräche - abhängig von der Höhe des Risikokapitals - einem Nettoergebnis zwischen 2,6 Mrd und 2,8 Mrd EUR. Im Vorjahr hatte der Rückversicherer netto noch 2,671 Mrd EUR verdient.
"Wir erwarten starke 3Q-Zahlen, dank einer hervorragenden Schadensituation vor allem im Bereich der Naturkatastrophen", schreiben die Analysten von Sal Oppenheim in ihrer Prognose. "Da Belastungen aus großen Katastrophen ausgeblieben sind, werden für das dritte Quartal sehr starke Ergebnisse erwartet", prognostizieren auch die Analysten von Dresdner Kleinwort.
Während Dresdner Kleinwort ihre Schätzung für das Nachsteuergebnis der Münchener Rück um 16% auf nunmehr 3,2 Mrd EUR anhebt, stocken die Analysten von Merrill Lynch ihre Prognose um 15% auf 3,257 Mrd EUR auf. Sal Oppenheim rechnet im Gesamtjahr gar mit einem Nachsteuerergebnis von 3,269 Mrd EUR.
Die Bruttoprämien im dritten Quartal dürften laut Konsensschätzung auf 9,116 (9,245) Mrd EUR zurückgegangen sein. Grund dafür sind unter anderem der Verkauf der Karlsruher Versicherung und der holländischen Erstversicherung NHL. Außerdem hat die Münchener Rück wiederholt erklärt, Geschäft nur bei risikoadäquaten Preisen und Bedingungen zu zeichnen und andernfalls auf Verträge zu verzichten.
Das Kapitalanlageergebnis sehen die Analysten im Schnitt bei 2,037 (3,078) Mrd EUR. Das operative Ergebnis, das im Vorjahresquartal noch von den enormen Belastungen des Wirbelsturms "Katrina" gedrückt war, dürfte aktuell auf 1,237 (0,656) Mrd EUR gewachsen sein. Für die Schaden-/Unfall-Rückversicherung rechnen die Analysten mit einer Schaden-Kosten-Quote von 92,26% (124,6%).
Neben den Zahlen erhoffen sich die Analysten vom Vorstand des Rückversicherers Informationen über den eventuellen Aktienrückkauf und die künftige Profitabilität des Unternehmens. Vorstandsvorsitzender Nikolaus von Bomhard will bis zum ersten Quartal nächsten Jahres über einen Aktienrückkauf entscheiden.
Webseite: http://www.munichre.com
-Von Rolf Neumann, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 - 5521 4031,
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