(Neu: Kosten Stellenabbau Dresdner Bank, Aktienkurs, Einschätzung Analyst)
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Allianz
Im dritten Quartal habe sich der Gewinn auf 1,6 Milliarden Euro verdoppelt, teilte der Finanzkonzern, der wegen des angekündigten Abbaus von 5.000 der rund 30.000 Stellen im deutschen Versicherungsgeschäft sowie knapp 2.500 Stellen bei der Dresdner Bank in der Kritik steht, am späten Donnerstagabend in München mit. Für den geplanten Abbau bei der Dresdner Bank nannte der Konzern zudem am Freitag erstmals Details. Dieser werde das Ergebnis um bis zu 350 Millionen Euro belasten, hieß es in einer Analystenpräsentation.
ABERMALS GLÄNZENDES SCHADEN- UND UNFALLGESCHÄFT
Die Aktie, die sich bereits in den vergangenen Monaten besser
als der DAX
Im dritten Quartal profitierte der Konzern abermals von einem glänzenden Schaden- und Unfallgeschäft. Probleme hatte der Versicherer im Lebens- und Krankenbereich. Dort sank der Umsatz deutlich. Insgesamt sei der Erlös um fünf Prozent auf 22,6 Milliarden Euro gefallen und fiel damit als einzige wichtige Kenngröße schlechter als von Experten erwartet aus. Weitere Fortschritte gab es dagegen bei der Dresdner Bank. Die Bank, die nach wie vor die größte Baustelle im Konzern ist, konnte den Einbruch im Handelsergebnis durch einen Anstieg im Zinsüberschuss ausgleichen. Wegen deutlich gesunkener Kosten sei der operative Gewinn um 38 Prozent auf 311 Millionen Euro gestiegen.
PROGNOSE OPERATIVER GEWINN
Der operative Gewinn sei zwischen Juli und September um 43 Prozent auf 2,66 Milliarden Euro geklettert und lag damit deutlich über der durchschnittlichen Analystenerwartung. Die Allianz erhöhte die Prognose für den operativen Gewinn und rechnet jetzt mit mindestens 9,5 Milliarden Euro nach rund sechs Milliarden Euro in 2005, nachdem der Konzern bisher mit einem Anstieg auf neun Milliarden Euro gerechnet hatte. Nach neun Monaten lag der operative Gewinn bereits bei 8,1 Milliarden Euro und damit ein Drittel höher als vor einem Jahr. Unter dem Strich verdiente die Allianz bis Ende September mit 5,65 Milliarden Euro rund 44 Prozent mehr als 2005./zb/fn/sk
ISIN DE0008404005
AXC0029 2006-11-03/08:44
