HAMBURG (dpa-AFX) – Der RAG-Konzern hat nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (Mittwochsausgabe) in den ersten neun Monaten dieses Jahres ohne seine Steinkohle-Sparte einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 1,05 Milliarden Euro erwirtschaftet. Damit übertrifft der Konzern, der im kommenden Frühjahr an die Börse gehen will, den Vorjahreswert von 890 Millionen Euro deutlich. Auch die Verschuldung, die Ende 2005 noch bei 5,1 Milliarden Euro gelegen hatte, konnte RAG-Chef Werner Müller trotz der vollständigen Übernahme des Chemieriesen Degussa auf rund 4 Milliarden Euro drücken.
Trotz des politischen Streits um den Ausstieg aus der deutschen Steinkohle-Förderung gibt sich Müller für den Börsengang weiter optimistisch: "Ich bin sehr zuversichtlich, dass das Ganze nach Plan läuft", sagte er der FTD. Wenn die Politik bis Ende Januar das so genannte Eckpunkte-Papier zur Zukunft der Steinkohle verabschiede, sei der Konzern "im Zeitplan". Er räumte aber ein: "Wenn das Eckpunkte-Papier Ende Januar noch nicht unterschrieben ist, haben wir ein Problem." Am Donnerstag wird RAG-Chef Müller in Berlin erneut mit dem Chef der IG BCE, Hubertus Scholdt sowie Vertretern der Bundes- und Landespolitik zu einem "Kohlegipfel" zusammentreffen./zb
AXC0212 2006-12-12/18:51
